Erklärung zur Weltbank-Absage

21.05.2001 22:20
Presseerklärung der "Komission zur Koordination der Kampagne gegen die Weltbank, Barcelona 2001" zur Absage der Weltbank-Konferenz
Presseerklärung zur Absage des Weltbank-Treffens in Barcelona

(aus dem Spanischen...)

Dies ist nur der Anfang
Eine andere Welt wird möglich sein

Angesichts der Meldung von der Absage der Weltbank-Konferenz über "Ökonomische Entwicklung" erklärt die 'Komission zur Koordinierung der Kampagne Gegen die Weltbank - Barcelona 2001' (comision de coordinacion de la Campana Contra el Banco Mundial - Barcelona 2001):

* dass die Absage der Konferenz einen bislang nicht dagewesenen Erfolg für die Bewegung gegen die kapitalistische Globalisation darstellt,
* dass die Absage deutlich macht, wie die Mobilisierung in den Städten zu einer Determinante für eine Veränderung des aktuellen neoliberalen Modells werden kann,
* dass die Ziele der Weltbank sich mit dieser abgebrochenen Konferenz auf ein reines Aufpolieren des Images reduziert haben - was aufgrund der Stärke und Breite der vorhersehbaren Mobilisisierungen unmöglich gewesen wäre,
* dass die Argumente, die die Weltbank-SprecherInnen zur Rechtfertigung ihres Rückzuges anführten, den vollständigen Mangel an demokratischer Kultur innerhalb dieser Institution belegen sowie deren Unfähigkeit, die Realität einiger Bewegungen zu verstehen, die im sozialen Gesichtspunkt sehr viel repräsentativer sind als sie,
* dass die Motive, die die Proteste inspiriert hatten, weiterhin fortbestehen und dass folglich die Mobilisationen fortgeführt werden, genau wie sie geplant waren und der Absage des Treffens zum Trotz,
* dass der Erfolg der vorhersehbaren Mobilisationen gegen die Weltbank, so wie auch die Wiedergeburt der Kämpfe in Katalunien und im spanischen Staat (Sintel, el Plan Hidrológico Nacional, der Kampf gegen das AusländerInnen-Gesetz, etc....) einen neuen Rückschlag für die Pläne der Regierung von PP und CiU bedeuten könnten,
* dass die Autoritäten des globalisierten Kapitalismus sich durch die breiten Bewegungen gegen die Globalisation bedroht fühlen. Sie, die sich in Türmen treffen, umgeben von Mauern und Soldaten, um sich von den Völkern, die sie unterdrücken, abzuschotten, wollen sich als Opfer darstellen. Sie, die sämtliche Mittel des Planeten zu ihrer Verfügung haben, beklagen sich, dass diejenigen, die wir gar nichts haben, ihrer Stimme Gehör verleihen wollen,
* dass wir uns am Dienstag, den 22.Mai um 19.30 Uhr zu einer außerordentlichen Versammlung treffen, um die neue Situation zu bewerten, und dass wir zu einer Pressekonferenz am Mittwoch, den 23.Mai aufrufen.

COMISION DE COORDINACION
CAMPANA CONTRA EL BANCO MUNDIAL, BARCELONA 2001
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Ergänzungen

Kommentar

E T 21.05.2001 - 23:09
Echt Schöner Text, aber diese Raffgeier werden nicht aufgeben, wenn auch ihere Letzten Macht Demonstrationen irgendwie nicht Richtig ankamen, das hat denen nur Deutlich gemacht das sie Mal Falsch investiert haben, vielleicht kaufen sie sich nun erst mal ein Tagungs- Fort Knox

paso a paso...

21.05.2001 - 23:21
angesichts des dreisten werbeslogans der weltbank ("wir träumen von einer welt ohne armut") ist es schon mal ein guter schritt, ihnen zu zeigen, daß sie damit nur noch im internet ungestört auftreten können...oder auch in irgendwelchen fort knoxes, das kommt auf'S gleiche raus...

die proteste muessen offensiv werden

fred 21.05.2001 - 23:53
die proteste gegen die herrschenden an ihren treffpunkten waren immer ein passives agieren. sollten wir sie hierbei dazu gebracht haben, dass sie sich nicht mehr in der lage sehen solche veranstaltungen durchzuführen ist das ein erfolg.XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXihre politik und ihre lügen werden sie allerdings weiter treiben. darum muessen wir uns zustzlich selber anlässe schaffen um zusammen auf die strasse zu gehen und zu protestieren. wir muessen uns zu vielen zusammenfinden an orten und terminen die wir uns selber wählen. wir muessen eine bewegung werden, die agieren und nicht nur reagieren kann. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
Es ist wichtig, einen theoretischen unterbau zu fossieren, der allen klarwerden lässt wie wir uns die welt vorstellen. dieses muss der menschheit vermittelt werden, während auf der strasse für die ziele gekämpft wird.

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxDER ANFANG IST GEMACHT

XXXXXXXXXXKEEP ON MOVING

JA zur Gewalt !

Ein Steineschmeisser 22.05.2001 - 02:38
Ich habe festgestellt, dass sich auf diesen Internetseiten eine Menge Leute herumdrücken, die immer noch dem Glauben anhängen, mit Argumenten und Diskussionen auf friedliche Weise die Welt retten zu können und die Anwendung von Gewalt als Mittel des Protestes verurteilen. Ich denke, die Absage des Weltbanktreffens ist einzig und allein ein Erfolg der angekündigten, gewaltbereiten Proteste. Dieser Erfolg wäre selbst dann nicht eingetreten, wenn die Veranstalter eine Trillerpfeifen-Demonstration mit einer Million Teilnehmern erwartet hätten. Aus diesem Grund halte ich es für überflüssig, eine verblödete Masse aus Slatkos, Kleinaktionären und Stefan-Raab-Guckern von einem politischen Bewusstsein überzeugen zu wollen und auf diese Weise für eine bessere Welt zu kämpfen. Die pazifistische Linke versucht dies seit 30 Jahren - mit gegenteiligem Erfolg. Daher sollten wir uns in der Diskussion darum bemühen, dem Gewalt-Begriff ein positiveres Image zu verleihen und den Sachverhalt differenzierter zu betrachten. In manchen Situationen ist Gewalt legitim und notwendig. Gewalt ist nicht gleich Gewalt. Im Fall des Kampfes gegen das kapitalistische System ist Gewalt ein zwingendes - vielleicht sogar das einzig wirksame Mittel. Daher sage ich: JA zur Gewalt !

Globalisierung ist kein Fußballspiel

Schalke 0:4 22.05.2001 - 02:39
Gestaltet Eure Proteste wie ihr wollt, aber... die Globalisierung geht zur gleichen Zeit natürlich weiter, auch ohne Konferenzen. Diese ganzen Gipfelkonferenzen sind doch gar nicht der Vorgang selbst. Im Grunde ist es sogar ein Vorteil für Euch, wenn es sie gibt, denn nur dann wird der Vorgang für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar und verschaffen Euch die Bühne für die Proteste.
Anders als beim Castor-Transport stellt sich wohl die Frage, ob das wirksame Verhindern sinnvoll ist.
Die Ausbeutung in einer mittelamerikanischen Fabrik könnt ihr mit Euren Sprechchören allein halt nicht beenden. Was die richtige Strategie ist, weiss ich natürlich auch nicht.

Steineschmeisser gleich Bulle?

Frager 22.05.2001 - 03:21
Oder ein militantes Fossil, daß die internationale Weltdiktatur seiner Partei will?

gipfel stuermen

molly 22.05.2001 - 04:23
das verhindern eines jeden gipfels stört die delegierten & andere ausbeuter in ihrer kommunikation und nimmt ihnen die gemuetlichkeit ihrer treffen.
ausserdem hat es einen symbolischen wert den mensch auch nicht wegreden laesst.
durch das verbot von demos und das abriegeln der konferenzzentren wird die gewalt erst noetig unumgaenglich.
wir koennen durch militante aktionen mehr aufmerksamkeit auf uns und irgentwie auch auf unsere anliegen lenken und es den delegierten so ungemuetlich wie moeglich machen.
ausserdem werden auf solchen treffen entscheidungen getroffen die wnigstens verzoegert werden wenn die globalisierung der konzerne & finanzmaerkte auch ohne gipfel voran ginge.
jedeR sollte nach den eigenen idealen handeln ob friedlich oder militant und nicht andere wegen ihren methoden angreifen.
kreative friedliche aktionen sind auch wichtig.

Anti-...

anderer 22.05.2001 - 10:03
Wann fangen wir endlich an mehr rechtsfreie Räume zu fordern, in denen wir unsere Utopie leben können ?
Parrallel zum Widerstand muß es auch zu einem Aufbau einer besseren Alternative kommen.
Ich sehe keine Möglichkeit, durch Änderungen innerhalb der bestehenden Strukturen, die bestehende Unterdrückung, Globalisierung, Umweltzerstörung, Völkerausrottung...zu
vehindern.
Trotz alle dem sehen wir uns erstmal in Genua und anderswo.
A.

Ein Erfolg - wie weiter?

__ 22.05.2001 - 11:45
Auf jeden Fall ein großer Erfolg.
Aber, die Frage wurde schon in den Raum gestellt, auch ohne Ihre Gipfeltreffen geht der Kapitalismus weiter. Deshalb muss es darum gehen, die Bewegung gegen den globalen Kapitalismus mit den Kämpfen von Einzelbewegungen zu verbinden, die versuchen, die Schweinereien des Kapitalismus direkt zu verhindern.
Die Castor-Proteste zeigen, wie es geht. Lasst uns dieses Konzept ausweiten. Auch Panzer müssen transportiert werden. Abschiebeknäste kann man, wie Ya Basta gezeigt hat, auch angreifen.

OhneTreffen kein Kapitalismus

Ein Steineschmeisser 22.05.2001 - 12:43
Macht bitte nicht den Fehler, das kapitalistische System als ein sich-selbst-organisierendes Gebilde zu betrachten. Kapitalismus ist kein Naturgesetz, wie manche Leute zu glauben geben. Hinter diesem System stehen - wie hinter jedem System - Menschen, die dafür verantwortlich sind. Und diese Menschen müssen sich ab und an Treffen um das System zu organisieren (z.B. in Genua). Wenn ihr mit diesen Menschen kommunizieren wollt um ihr Verhalten zu beeinflussen, müsst Ihr das in einer Sprache tun die sie verstehen. Und das ist die Sprache der Kosten, Preise und Märkte. Deswegen interessiert sie bei den Castor-Transporten auch nur, was der Protest kostet. Es ist ein wichtiges Ziel des Protestes gegen den Kapitalismus, unerwartete hohe Kosten enstehen zu lassen, z.B. durch gezielte Sachbeschädigung. Beispiel: Jede kaputte Scheibe bei McDonalds bedeutet ein paar Mark weniger in den Taschen der Konzernchefs, das zahlt keine Versicherung. Ausserdem schaden solche Aktionen dem Konzern-Image mehr, als jede Info-Kampagne. Dewsegen: JA zur Gewalt !

OhneTreffen kein Kapitalismus

Ein Steineschmeisser 22.05.2001 - 12:44
Macht bitte nicht den Fehler, das kapitalistische System als ein sich-selbst-organisierendes Gebilde zu betrachten. Kapitalismus ist kein Naturgesetz, wie manche Leute zu glauben geben. Hinter diesem System stehen - wie hinter jedem System - Menschen, die dafür verantwortlich sind. Und diese Menschen müssen sich ab und an Treffen um das System zu organisieren (z.B. in Genua). Wenn ihr mit diesen Menschen kommunizieren wollt um ihr Verhalten zu beeinflussen, müsst Ihr das in einer Sprache tun die sie verstehen. Und das ist die Sprache der Kosten, Preise und Märkte. Deswegen interessiert sie bei den Castor-Transporten auch nur, was der Protest kostet. Es ist ein wichtiges Ziel des Protestes gegen den Kapitalismus, unerwartete hohe Kosten enstehen zu lassen, z.B. durch gezielte Sachbeschädigung. Beispiel: Jede kaputte Scheibe bei McDonalds bedeutet ein paar Mark weniger in den Taschen der Konzernchefs, das zahlt keine Versicherung. Ausserdem schaden solche Aktionen dem Konzern-Image mehr, als jede Info-Kampagne.

Halts Maul, Schwachkopf

Bullen stinken nach Pisse 22.05.2001 - 17:00

Dich nimmt hier keiner ernst!
Mir is übrigens egal, ob du Bulle, Nazi oder beides bist...

räusper

theoretisch kritisch 22.05.2001 - 17:43
ähem, der letzte hier eingegebene kommentar mit dem programmatischen titel "halts maul schwachkopf" hat mir schon die sprache verschlagen. was musst du für ein armer mensch sein...ist es dir sehr wichtig ernstgenommen zu werden? dein kommentar regt nicht dazu an. tut mir leid, aber ich halte dich für erschreckend dumm. der von dir als schluß gewählte satz, sozusgane die essenz deines ergusses, "bullen riechen nach pisse" ist ja noch nicht mal lustig. im übrigen riecht ein jeder und eine jede nach urin, wenn der oder diejenige sich in die hosen macht, gelle, du superrevoluzzer...bis zum nächsten jahr am ersten mai.
p.s. dummheit schützt vor strafe nicht...
gegen zensur und hohles gelaber!

Trotzdem nach Barcelona

Formula 22.05.2001 - 18:00
Es wird trotzdem nach Barcelona mobilisiert. Da sollten viel hin. Wir sollten uns übrigens nicht von Provokateuren hier beeindrucken lassen. Die gabs immer und die wirds immer geben. Denen gehts nicht ums mitdiskutieren, sondern ums Stress machen.