Österreich: Vernichtung von Menschen
Österreich: 70 Grad heisse "Saunazellen" fuer
Häftlinge und mysteriöse Todesfälle
Häftlinge und mysteriöse Todesfälle
Oesterreich: Schwerste Vorwuerfe gegen Justizanstalt Krems Stein
Der "Falter" berichtet ueber 70 Grad heisse "Saunazellen" fuer
Haeftlinge und
mysterioese Todesfaelle
Schwere Vorwuerfe gegen das groesste oesterreichische Gefaengnis, die
Justizanstalt Krems Stein, erhebt die Wiener Stadtzeitung Falter in
einem
umfassenden Gefaengnis-Report, der morgen Mittwoch erscheint. Wie
Falter-Recherchen ergaben, starben vergangene Woche drei schwer kranke
Menschen unter mysterioesen Umstaenden. Zwei davon veruebten
Selbstmord. Ein
31-jaehriger erlag einem Herzinfarkt, so die offizielle Begruendung.
Der erste Tote, Josef U., der in psychiatrischer Behandlung stand,
wurde
trotz aerztlich behandelter Depressionen in Einzelhaft gesteckt. Der
zweite
Selbstmoerder Peter N. war heroinsuechtig. In ein aerztlich
notwendiges
Methadonprogramm, so bestaetigt der Anstaltsleiter Hofrat Johann
Hardbolec
wurde N. "noch nicht aufgenommen". Stattdessen kam Peter N. in
viertaegige
Einzelhaft im Keller der Anstalt. Dort, so der Verdacht, machte er
einen
kalten Entzug durch. Am fuenften Tag haengte er sich an Schuhbaendern
auf. Auch
der Tod des dritten Haeftlings wird nun gerichtsmedizinisch geklaert.
Bei dem
Haeftling fand man zahlreiche Medikamente in den Hosentaschen.
Geklaert wird
nun, ob er an einer UEberdosis oder falscher Medikamentation starb.
(red.)
"Saunazelle": 70 Grad und kein Trinkwasser
Nicht nur die drei toten Gefangenen der vorletzten Woche sorgen fuer
Aufregung. Wie der Falter aufdeckte, befindet sich in Stein auch eine
sogenannte "Saunazelle" fuer besonders renitente Haeftlinge. "Sie ist
voellig
leer, ausbetoniert und nur mit einer Matraze ausgestattet, die in der
Frueh
von Beamten weggenommen wird", sagt Anstaltsarzt Christian Steindl.
Laut
Angaben von Haeftlingen soll sie auf bis zu 70 Grad aufgeheizt
werden. "Da
kannst Du nicht einmal stehen, es ist so heiss, dass du voellig
austrocknest,
Wasser bekommst Du nur alle paar Stunden", schildert ein ehemaliger
Haeftling. Ein bekannter Wiener Rechtsanwalt bestaetigt den
Verdacht: "Ich
habe davon gehoert, dass Haeftlinge in diese warme Zelle kommen,
damit sie
sich beruhigen". Trotz mehrmaliger Bitte verweigerte Anstaltsleiter
Hadrbolec eine Besichtigung der Zelle durch Journalisten: "Ich bin
dazu
nicht befugt, ich darf die Zelle nicht herzeigen". Der Anstaltsarzt,
Christian Steindl, war schon gespraechiger. Er zeigte dem Falter
Fotos des
Kellers, auf denen man einen feuchten schmutzigen Raum mit
herabfallenden
Kacheln und Heizungsrohren. Steindl zum Falter: "Die Haeftlinge
sitzen nackt
in der Zelle, damit sie sich nicht aufhaengen koennen". Ob die
Temperatur zu
hoch ist: "Glaub ich nicht. Dazu sage ich nichts, ich bin Beamter".
Ein
Justizwachebeamter bei der Gefaengnisfuehrung zum Falter: "Wir heizen
ja nur
ein, damit den Nackerten nicht kalt wird".
Justizministerium um Schadensbegrenzung bemueht
Anstaltsarzt Christian Steindl wurde mittlerweile suspendiert. Laut
eigenen
Angaben hat er einen juedischen Haeftling mit den Worten "Auch die
israelitische Kultusgemeinde muss Disziplin lernen" aus der Ordination
geworfen und dessen Papiere zerissen. Steindl: "Das war nur eine
lockere
Aussage und nicht antisemitisch gemeint".
Im Justizministerium ist man um Schadensbegrenzung bemuehrt.
Sektionschef
Michael Neider und ein Sprecher von Justizminister Dieter Boehmdorfer
kuendigten eine sofortige Untersuchung der Vorwuerfe an. "Es stimmt,
dass vor
ein paar Jahren die Bodenheizung nicht funktioniert hat, da war nach
den
Informationen eine zu hohe Temperatur. Nun ist wieder alles
repariert. In
der Zelle hat es wieder normale Temperaturen, das wurde mir von der
Anstaltsleitung in Krems versichert", so Neider. Der Sektionschef
will die
Vorwuerfe nun aber restlos aufklaeren lassen: "Wenn das alles stimmen
sollte,
ist es unglaublich".
ANARCHIST BLACK CROSS LUXEMBOURG
Das Anarchist Black Cross (ABC) ist ein internationales Netzwerk von
anarchistischen Gruppen und Individuen, die sich in der praktischen
Solidaritaet mit Gefangenen betaetigen. Wir unterstuetzen:
AnarchistInnen, RevolutionaerInnen und andere, die wegen ihrem
Widerstand gegen die Herrschenden und deren System inhaftiert wurden.
Wir unterstuetzen Personen, die gefangengenommen wurden weil sie
versucht haben zu ueberleben oder Menschen die von der Polizei
festgenommen werden. Wir unterstuetzen und publizieren die
Bestrebungen der Haeftlinge hinter Gittern gegen das System zu
kaempfen. Ausserdem unterstuetzen wir auch Gefangene, die erst
aufgrund ihrer Haft politisiert wurden, also urspruenglich nicht wegen
einer politischen Tat oder Haltung ins Gefaengnis gehen mussten.
_________________________________________________
Anarchist Black Cross Luxembourg - Kontakt:
ABC Luxembourg
Poste Restante
3401 Dudelange
Luxembourg
e-mail:
abcibk@hushmail.com
http://www.freespeech.org/entfesselt
News und Infos von ABC Luxembourg:
http://groups.yahoo.com/group/abcibk_d
Der "Falter" berichtet ueber 70 Grad heisse "Saunazellen" fuer
Haeftlinge und
mysterioese Todesfaelle
Schwere Vorwuerfe gegen das groesste oesterreichische Gefaengnis, die
Justizanstalt Krems Stein, erhebt die Wiener Stadtzeitung Falter in
einem
umfassenden Gefaengnis-Report, der morgen Mittwoch erscheint. Wie
Falter-Recherchen ergaben, starben vergangene Woche drei schwer kranke
Menschen unter mysterioesen Umstaenden. Zwei davon veruebten
Selbstmord. Ein
31-jaehriger erlag einem Herzinfarkt, so die offizielle Begruendung.
Der erste Tote, Josef U., der in psychiatrischer Behandlung stand,
wurde
trotz aerztlich behandelter Depressionen in Einzelhaft gesteckt. Der
zweite
Selbstmoerder Peter N. war heroinsuechtig. In ein aerztlich
notwendiges
Methadonprogramm, so bestaetigt der Anstaltsleiter Hofrat Johann
Hardbolec
wurde N. "noch nicht aufgenommen". Stattdessen kam Peter N. in
viertaegige
Einzelhaft im Keller der Anstalt. Dort, so der Verdacht, machte er
einen
kalten Entzug durch. Am fuenften Tag haengte er sich an Schuhbaendern
auf. Auch
der Tod des dritten Haeftlings wird nun gerichtsmedizinisch geklaert.
Bei dem
Haeftling fand man zahlreiche Medikamente in den Hosentaschen.
Geklaert wird
nun, ob er an einer UEberdosis oder falscher Medikamentation starb.
(red.)
"Saunazelle": 70 Grad und kein Trinkwasser
Nicht nur die drei toten Gefangenen der vorletzten Woche sorgen fuer
Aufregung. Wie der Falter aufdeckte, befindet sich in Stein auch eine
sogenannte "Saunazelle" fuer besonders renitente Haeftlinge. "Sie ist
voellig
leer, ausbetoniert und nur mit einer Matraze ausgestattet, die in der
Frueh
von Beamten weggenommen wird", sagt Anstaltsarzt Christian Steindl.
Laut
Angaben von Haeftlingen soll sie auf bis zu 70 Grad aufgeheizt
werden. "Da
kannst Du nicht einmal stehen, es ist so heiss, dass du voellig
austrocknest,
Wasser bekommst Du nur alle paar Stunden", schildert ein ehemaliger
Haeftling. Ein bekannter Wiener Rechtsanwalt bestaetigt den
Verdacht: "Ich
habe davon gehoert, dass Haeftlinge in diese warme Zelle kommen,
damit sie
sich beruhigen". Trotz mehrmaliger Bitte verweigerte Anstaltsleiter
Hadrbolec eine Besichtigung der Zelle durch Journalisten: "Ich bin
dazu
nicht befugt, ich darf die Zelle nicht herzeigen". Der Anstaltsarzt,
Christian Steindl, war schon gespraechiger. Er zeigte dem Falter
Fotos des
Kellers, auf denen man einen feuchten schmutzigen Raum mit
herabfallenden
Kacheln und Heizungsrohren. Steindl zum Falter: "Die Haeftlinge
sitzen nackt
in der Zelle, damit sie sich nicht aufhaengen koennen". Ob die
Temperatur zu
hoch ist: "Glaub ich nicht. Dazu sage ich nichts, ich bin Beamter".
Ein
Justizwachebeamter bei der Gefaengnisfuehrung zum Falter: "Wir heizen
ja nur
ein, damit den Nackerten nicht kalt wird".
Justizministerium um Schadensbegrenzung bemueht
Anstaltsarzt Christian Steindl wurde mittlerweile suspendiert. Laut
eigenen
Angaben hat er einen juedischen Haeftling mit den Worten "Auch die
israelitische Kultusgemeinde muss Disziplin lernen" aus der Ordination
geworfen und dessen Papiere zerissen. Steindl: "Das war nur eine
lockere
Aussage und nicht antisemitisch gemeint".
Im Justizministerium ist man um Schadensbegrenzung bemuehrt.
Sektionschef
Michael Neider und ein Sprecher von Justizminister Dieter Boehmdorfer
kuendigten eine sofortige Untersuchung der Vorwuerfe an. "Es stimmt,
dass vor
ein paar Jahren die Bodenheizung nicht funktioniert hat, da war nach
den
Informationen eine zu hohe Temperatur. Nun ist wieder alles
repariert. In
der Zelle hat es wieder normale Temperaturen, das wurde mir von der
Anstaltsleitung in Krems versichert", so Neider. Der Sektionschef
will die
Vorwuerfe nun aber restlos aufklaeren lassen: "Wenn das alles stimmen
sollte,
ist es unglaublich".
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Widerstand gegen die Herrschenden und deren System inhaftiert wurden.
Wir unterstuetzen Personen, die gefangengenommen wurden weil sie
versucht haben zu ueberleben oder Menschen die von der Polizei
festgenommen werden. Wir unterstuetzen und publizieren die
Bestrebungen der Haeftlinge hinter Gittern gegen das System zu
kaempfen. Ausserdem unterstuetzen wir auch Gefangene, die erst
aufgrund ihrer Haft politisiert wurden, also urspruenglich nicht wegen
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Ergänzungen
Es ist eigentlich unverschämt,...
Skandal?