Weltweites Treffen des Netzwerkes ´Peoples´ Global Action´
Update, 25.9.01: 1.Bericht von der Konferenz
Vom 16.9. bis zum 23.9. findet in Bolivien das Treffen des globalen Netzwerkes "Peoples´ Global Action" (PGA) statt, welches als Initiator der "Global Action Days" vor einigen Jahren in Erscheinung trat. Themen sind unter Anderem die Perspektiven des globalen Widerstandes gegen die neoliberale Neuordnung der Welt.
Die Geschichte von PGA geht ins Jahr 1994 zurück, als mit dem Aufstand der Zapatistas eine neue libertäre Bewegung entstand, die viele neue Aktionsformen mit sich brachte. 1996 wurde zu einem "Intergalaktischen Treffen gegen den Neoliberalismus und für eine menschliche Gesellschaft" geladen. Dem Aufruf zur Bildung eines weltweiten Widerstandsnetzes folgten zunächst mehr als 3000 Menschen.
Aus einem Text von PGA: "Auf einer Konferenz in Genf im Februar 1998 wurde dieses Netzwerk dann offiziell unter dem Namen "Peoples´ Global Action gegen "Freihandel und die WTO" gegründet. Die bis dahin nahezu unbekannte Welthandelsorganiation WTO wurde gewählt, weil sie besser als jede andere die neuen ökonomischen Machtverschiebungen deutlich macht." .... weiter im Text.
- Seite zur Konferenz mit Einladungstexten, Programm usw.
- Webseite von PGA
- Webseite in deutscher Sprache
- Die Geschichte von PGA (deutsch)
- Manifest von PGA (deutsch)
- Text von "Gipfelsturm" zum PGA-Treffen
- Umfangreicher Bericht vom letzten PGA-Treffen in Mailand (englisch)
- Bericht in deutsch vom PGA-Treffen in Mailand
- Seite zum Plan Colombia
- Infoshop.org - bietet unter anderem einen guten Überblick und viele Texte zu vergangenen Globalen Aktionstagen....
Vom 16.9. bis zum 23.9. findet in Bolivien das Treffen des globalen Netzwerkes "Peoples´ Global Action" (PGA) statt, welches als Initiator der "Global Action Days" vor einigen Jahren in Erscheinung trat. Themen sind unter Anderem die Perspektiven des globalen Widerstandes gegen die neoliberale Neuordnung der Welt.
Die Geschichte von PGA geht ins Jahr 1994 zurück, als mit dem Aufstand der Zapatistas eine neue libertäre Bewegung entstand, die viele neue Aktionsformen mit sich brachte. 1996 wurde zu einem "Intergalaktischen Treffen gegen den Neoliberalismus und für eine menschliche Gesellschaft" geladen. Dem Aufruf zur Bildung eines weltweiten Widerstandsnetzes folgten zunächst mehr als 3000 Menschen.
Aus einem Text von PGA: "Auf einer Konferenz in Genf im Februar 1998 wurde dieses Netzwerk dann offiziell unter dem Namen "Peoples´ Global Action gegen "Freihandel und die WTO" gegründet. Die bis dahin nahezu unbekannte Welthandelsorganiation WTO wurde gewählt, weil sie besser als jede andere die neuen ökonomischen Machtverschiebungen deutlich macht." .... weiter im Text.
- Seite zur Konferenz mit Einladungstexten, Programm usw.
- Webseite von PGA
- Webseite in deutscher Sprache
- Die Geschichte von PGA (deutsch)
- Manifest von PGA (deutsch)
- Text von "Gipfelsturm" zum PGA-Treffen
- Umfangreicher Bericht vom letzten PGA-Treffen in Mailand (englisch)
- Bericht in deutsch vom PGA-Treffen in Mailand
- Seite zum Plan Colombia
- Infoshop.org - bietet unter anderem einen guten Überblick und viele Texte zu vergangenen Globalen Aktionstagen....
Die Collage zeigt Szenen vom "carnival against capitalism" am J18 in London
Der erste Globale Aktionstag fand dann zum Treffen der WTO-Ministerkonferenz statt. In Genf, dem Ort des WTO_Treffens gingen 8 000 bis 10 000 Menschen auf die Straße. Aktionen fanden in aller Welt statt - allein in Indien waren es am selben Tag unglaubliche 100 000 Menschen....
Der nächste Global Action Day "J18" fand anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels am 18. Juni 1999 statt. Neben einer Karawane von 500 indischen Bauern nach Köln, wurde die Londoner Innenstadt von zig Tausend Menschen lahmgelegt [ Motto: "Carnival Against Capitalism" ]. Aktionen fanden in 70 Städten auf allen Kontinenten statt. Die Staatsmacht reagierte hysterisch.
Der dritte Global Action Day fand anlässlich der WTO-Konferenz in Seattle am 30. September 1999 statt und ist erstmals auch in deutschen Medien breit behandelt worden. Dieser Globale Aktionstag war von einer extrem starken Repression gegen die neue Bewegung gekennzeichnet. Seither hat sich der Terror gegen die Bewegung vervielfacht, was ein weiteres Wachsen und die Gründung anderer Netzwerke nicht verhindern konnte... Der Globale Aktionstag am 30. September 1999 ist zugleich die Geburtsstunde des weltweiten Mediennetzwerkes Indymedia, welches mittlerweile knapp 70 Ableger hat.
Im Jahr 2001 scheint die Idee der Globalen Aktionstage dann auch in Deutschland angekommen zu sein....
Bereits im Vorfeld des Treffens in Bolivien gab es erste Schwierigkeiten: So wurde etwa versucht, Teilnehmer des Treffens abzuschieben, was aber verhindert werden konnte. Einige asiatische Delegierte warten noch auf Visas. 40 lateinamerikanische Delegierte kommen mit dem Bus aus Brasilien, Kolumbien und werden demnächsthoffentlich zu den Anwesenden dazukommen. Insgesamt nehmen mehr als 250 Menschen teil.
Am Dienstag, dem 19.9. -ein Tag vor dem offiziellen Beginn der Konferenz- gab es einen Workshop zum Plan Colombia und ähnlichen Plaenen (Pueblo-Panama, FTAA, u.a.) und deren Auswirkungen und dem Widerstand in Kolumbien, Bolivien, Kanada, usw.
Wer sich einmal ein Bild machen möchte: Hier als Beispiel eine Auflistung der Teilnehmer(gruppen) aus Europa und hier eine der Teilnehmer aus Latein-Amerika.
Informationen zu vergangenen Global Action Days:
- Im Göteborg-Rückblick
- Infoshop.org zu J18
- Infoshop.org zu N30 in Seattle
- Infoshop zum Mayday 2000
Bilder aus Seattle:
Der erste Globale Aktionstag fand dann zum Treffen der WTO-Ministerkonferenz statt. In Genf, dem Ort des WTO_Treffens gingen 8 000 bis 10 000 Menschen auf die Straße. Aktionen fanden in aller Welt statt - allein in Indien waren es am selben Tag unglaubliche 100 000 Menschen....
Der nächste Global Action Day "J18" fand anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels am 18. Juni 1999 statt. Neben einer Karawane von 500 indischen Bauern nach Köln, wurde die Londoner Innenstadt von zig Tausend Menschen lahmgelegt [ Motto: "Carnival Against Capitalism" ]. Aktionen fanden in 70 Städten auf allen Kontinenten statt. Die Staatsmacht reagierte hysterisch.
Der dritte Global Action Day fand anlässlich der WTO-Konferenz in Seattle am 30. September 1999 statt und ist erstmals auch in deutschen Medien breit behandelt worden. Dieser Globale Aktionstag war von einer extrem starken Repression gegen die neue Bewegung gekennzeichnet. Seither hat sich der Terror gegen die Bewegung vervielfacht, was ein weiteres Wachsen und die Gründung anderer Netzwerke nicht verhindern konnte... Der Globale Aktionstag am 30. September 1999 ist zugleich die Geburtsstunde des weltweiten Mediennetzwerkes Indymedia, welches mittlerweile knapp 70 Ableger hat.
Im Jahr 2001 scheint die Idee der Globalen Aktionstage dann auch in Deutschland angekommen zu sein....
Bereits im Vorfeld des Treffens in Bolivien gab es erste Schwierigkeiten: So wurde etwa versucht, Teilnehmer des Treffens abzuschieben, was aber verhindert werden konnte. Einige asiatische Delegierte warten noch auf Visas. 40 lateinamerikanische Delegierte kommen mit dem Bus aus Brasilien, Kolumbien und werden demnächsthoffentlich zu den Anwesenden dazukommen. Insgesamt nehmen mehr als 250 Menschen teil.
Am Dienstag, dem 19.9. -ein Tag vor dem offiziellen Beginn der Konferenz- gab es einen Workshop zum Plan Colombia und ähnlichen Plaenen (Pueblo-Panama, FTAA, u.a.) und deren Auswirkungen und dem Widerstand in Kolumbien, Bolivien, Kanada, usw.
Wer sich einmal ein Bild machen möchte: Hier als Beispiel eine Auflistung der Teilnehmer(gruppen) aus Europa und hier eine der Teilnehmer aus Latein-Amerika.
Informationen zu vergangenen Global Action Days:
- Im Göteborg-Rückblick
- Infoshop.org zu J18
- Infoshop.org zu N30 in Seattle
- Infoshop zum Mayday 2000
Bilder aus Seattle:
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Danke
starke Bewegung gibt, die nicht nur verteidigt, sondern vergrößert und ausgebaut werden muss. Ich habe mir mal
den Link zur PGA-Geschichte vorgenommen und fand besonders den Fakt interessant, daß die Entstehung einer
neuen antikapitalistischen Bewegung gerade deshalb wieder Thema war, weil die Restlinke am ende der 80er in den
NGOs aufgelöst wurde. Insofern ist es heute wichtig, sich das bewusst zu machen, was wir wollen. Ich finde es
schon seltsam, daß Peoples Global Action, Grassroots oder Global Action Days sich in aller Welt ausgebreitet haben
und kaum in Deutschland angekommen sind. Aber wahrscheinlich ist es auch kein Wunder, bei der Steifheit und dem
Dogmatismus, der von einigen (nicht von allen) ankommt. Mal sehen, wie es weitergeht und was dieses Treffen für
Impulse gibt....
Ja richtig!