alternativer 1. mai
alle jahre wieder, tränengas, massenverhaftungen und viele verletzte. der anfang scheint schon durch das ende definiert zu sein. die cops belagern kreuzberg wie eine invasionsarmee. geht es auch anders? vielleicht ein bisschen mehr raum für fundamentale gesellschaftskritik? vielleicht ein kreuzberg ohne polizei?
Mal anders: Der 1. Mai in Berlin-Kreuzberg
"denn es kömmt darauf an sie zu verändern" Kalle
Die sich alljährlich wiederholenden "politischen" Ereignisse des 1. Mai in Kreuzberg wirken auf Außenstehende oft befremdlich oder grotesk. Die Demo zieht durch Kreuzberg, unvermeidlich scheint das Ende: dicke Tränengasschwaden, Steine fliegen durch die Luft, irgendwo schreien Menschen, Verletzte liegen auf dem Boden, knüppelschwingende Polizeihundertschaften die beliebig Menschen verhaften, oder die hektisch und planlos umherirren. Einige Stunden später trifft man sich mit Freunden in einer Kneipe, trinkt mehrere Pils und leckt sich die Wunden.
Der Versuch sich an diesem Tag politisch zu äußern, hat umgekehrt proportional zur steigenden Teilnehmerzahl abgenommen. Kaum Transparente und nur wenig Flugblätter. Und noch vor dem letzten Redebeitrag liegt Kreuzberg in dichten Tränengasschwaden. Die politische Artikulation scheint ihres Sinnes enthoben.
Ähnlich einer Invasionsarmee okkupiert die Polizei den Kreuzberger Bezirk. Mit dem massiven Polizeiaufgebot wird die fundamentale Gesellschaftskritik präventiv für illegitim erklärt. Der politische Raum ist schon mit dem Ende, nämlich Steinwürfe und Massenverhaftungen definiert.
Dem will ein Bündnis entgegenwirken.
Mit folgender Zielsetzung:
1.Rückeroberung der Politik; den 1.Mai in seiner Tradition der fundamentalen Gesellschaftskritik in den Vordergrund stellen.
2.Kreuzberg bleibt Polizeifrei; denn die Polizeidominanz eskalierte bewusst in den letzten
Jahren die Situation.
Zugegeben ein hehres Ziel, dass sich nur schwierig verwirklichen lässt. Aber weshalb nicht das Experiment wagen. Denn die ritualisierte Auseinandersetzung wurde von vielen von uns als politische Sackgasse empfunden. Wir möchten deshalb im Vorfeld mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und die Idee eines anderen 1. Mais diskutieren. Wir möchten die Legitimität fundamentaler Kritik einen Raum verschaffen und mit vielen Gruppen und Menschen über einen anderen 1. Mai reden. Bislang sind sehr unterschiedliche Menschen an dem Projekt beteiligt von der AAB bis zum FU-Prof.
Im Rückblick des bisherigen Geschehen wurde ein Vorschlag entwickelt der die selbstbestimmte Gestaltung dieses Tages neu anstrebt. Nur indem man im vorhinein Druck auf die politischen Entscheidungsgeber des Rot-Roten Senats ausübt wäre eine andere Tagesgestaltung möglich. Vorrausetzung für ein fernbleiben der Polizei ist eine sehr grosse Teilnehmerzahl bspw. 40.000 plus x.
In einem breiten Bündnis von Anti-Globalisierungsinitiativen, Antifagruppen, Bürgerrechts- und Menschenrechtsgruppen, Bürgerinitiativen, Parteien, Migrationsprojekten, Schulen und SchülerInnen, Hochschulgruppen, Antirassistischen Initiativen, kritischen Gewerkschaftern u.v.m. wollen wir
etwas anders ausprobieren unter Ausschluss politischer Parteien.
Das Projekt:
Ziel des Projektes ist es, aus dem 1. Mai 2002 eine offene Veranstaltung zu machen, auf der die politischen Inhalte wieder im Vordergrund stehen. Ohne im Sinne eines sozialarbeiterisch befriedenden Ansatzes abstriche von den politischen Forderungen zu machen.
Es sollen möglichst viele brisante ökonomische, politische, soziale, kulturelle und individuelle Problemdimensionen behandelt werden.
Von A wie Antifaschismus bis Z wie Zapata ist alles möglich.
Nicht nur eine große Teilnehmerzahl für eine Demo und ein Fest ist entscheidend. Es kommt auf die Ausgestaltung und die Vermittlung von Kritik an.
"Wenn ich hier nicht tanzen kann, ist das nicht meine Revolution" Emma Goldmann
Bisher ist geplant ein großes Konzert am Abend vor dem 1.Mai in Kreuzberg. Am 1. Mai soll es mittags mit Diskussionen, Info, etc. beginnen, das Mariannenplatzfest geht dann nachmittags los, wie immer mit vielen Bands, Ständen etc. Zudem soll um 18 Uhr die revolutionäre 1.Mai-Demo beginnen. Während des ganzen Tages werden politische Initiativen ihre Projekte in vielfältiger Form vorstellen. Dabei soll kein Jahrmarkt der Beliebigkeiten geboten werden, stattdessen stellt ein breites politisches Spektrum der Linken die Notwendigkeit von Kritik dar.
Auch die Kritik an einem Rot- Rotem Senat lässt man sich nicht verbieten. Wir wollen dem neuen Stadtregime nicht den Rücken frei halten durch einen befriedeten ersten Mai, sondern durch die Rückeroberung politischer Handlungsmacht Veränderung denkbar machen bei der die Kritik der
gesellschaftlichen Verhältnisse der Ausgangspunkt ist. Denn, Kritik ist bekanntlich der Kopf der Leidenschaft.
Das Projekt ist offen und in seiner Gestaltbarkeit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Vorbereitenden mit einem eigenständigen Charakter bestimmbar. Wir sind gespannt auf Kritik und Anregungen. Und es kann sich jede und jeder einbringen in die Gestaltung eines anderen revolutionären 1. Mai in Berlin-Kreuzberg.
"denn es kömmt darauf an sie zu verändern" Kalle
Die sich alljährlich wiederholenden "politischen" Ereignisse des 1. Mai in Kreuzberg wirken auf Außenstehende oft befremdlich oder grotesk. Die Demo zieht durch Kreuzberg, unvermeidlich scheint das Ende: dicke Tränengasschwaden, Steine fliegen durch die Luft, irgendwo schreien Menschen, Verletzte liegen auf dem Boden, knüppelschwingende Polizeihundertschaften die beliebig Menschen verhaften, oder die hektisch und planlos umherirren. Einige Stunden später trifft man sich mit Freunden in einer Kneipe, trinkt mehrere Pils und leckt sich die Wunden.
Der Versuch sich an diesem Tag politisch zu äußern, hat umgekehrt proportional zur steigenden Teilnehmerzahl abgenommen. Kaum Transparente und nur wenig Flugblätter. Und noch vor dem letzten Redebeitrag liegt Kreuzberg in dichten Tränengasschwaden. Die politische Artikulation scheint ihres Sinnes enthoben.
Ähnlich einer Invasionsarmee okkupiert die Polizei den Kreuzberger Bezirk. Mit dem massiven Polizeiaufgebot wird die fundamentale Gesellschaftskritik präventiv für illegitim erklärt. Der politische Raum ist schon mit dem Ende, nämlich Steinwürfe und Massenverhaftungen definiert.
Dem will ein Bündnis entgegenwirken.
Mit folgender Zielsetzung:
1.Rückeroberung der Politik; den 1.Mai in seiner Tradition der fundamentalen Gesellschaftskritik in den Vordergrund stellen.
2.Kreuzberg bleibt Polizeifrei; denn die Polizeidominanz eskalierte bewusst in den letzten
Jahren die Situation.
Zugegeben ein hehres Ziel, dass sich nur schwierig verwirklichen lässt. Aber weshalb nicht das Experiment wagen. Denn die ritualisierte Auseinandersetzung wurde von vielen von uns als politische Sackgasse empfunden. Wir möchten deshalb im Vorfeld mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und die Idee eines anderen 1. Mais diskutieren. Wir möchten die Legitimität fundamentaler Kritik einen Raum verschaffen und mit vielen Gruppen und Menschen über einen anderen 1. Mai reden. Bislang sind sehr unterschiedliche Menschen an dem Projekt beteiligt von der AAB bis zum FU-Prof.
Im Rückblick des bisherigen Geschehen wurde ein Vorschlag entwickelt der die selbstbestimmte Gestaltung dieses Tages neu anstrebt. Nur indem man im vorhinein Druck auf die politischen Entscheidungsgeber des Rot-Roten Senats ausübt wäre eine andere Tagesgestaltung möglich. Vorrausetzung für ein fernbleiben der Polizei ist eine sehr grosse Teilnehmerzahl bspw. 40.000 plus x.
In einem breiten Bündnis von Anti-Globalisierungsinitiativen, Antifagruppen, Bürgerrechts- und Menschenrechtsgruppen, Bürgerinitiativen, Parteien, Migrationsprojekten, Schulen und SchülerInnen, Hochschulgruppen, Antirassistischen Initiativen, kritischen Gewerkschaftern u.v.m. wollen wir
etwas anders ausprobieren unter Ausschluss politischer Parteien.
Das Projekt:
Ziel des Projektes ist es, aus dem 1. Mai 2002 eine offene Veranstaltung zu machen, auf der die politischen Inhalte wieder im Vordergrund stehen. Ohne im Sinne eines sozialarbeiterisch befriedenden Ansatzes abstriche von den politischen Forderungen zu machen.
Es sollen möglichst viele brisante ökonomische, politische, soziale, kulturelle und individuelle Problemdimensionen behandelt werden.
Von A wie Antifaschismus bis Z wie Zapata ist alles möglich.
Nicht nur eine große Teilnehmerzahl für eine Demo und ein Fest ist entscheidend. Es kommt auf die Ausgestaltung und die Vermittlung von Kritik an.
"Wenn ich hier nicht tanzen kann, ist das nicht meine Revolution" Emma Goldmann
Bisher ist geplant ein großes Konzert am Abend vor dem 1.Mai in Kreuzberg. Am 1. Mai soll es mittags mit Diskussionen, Info, etc. beginnen, das Mariannenplatzfest geht dann nachmittags los, wie immer mit vielen Bands, Ständen etc. Zudem soll um 18 Uhr die revolutionäre 1.Mai-Demo beginnen. Während des ganzen Tages werden politische Initiativen ihre Projekte in vielfältiger Form vorstellen. Dabei soll kein Jahrmarkt der Beliebigkeiten geboten werden, stattdessen stellt ein breites politisches Spektrum der Linken die Notwendigkeit von Kritik dar.
Auch die Kritik an einem Rot- Rotem Senat lässt man sich nicht verbieten. Wir wollen dem neuen Stadtregime nicht den Rücken frei halten durch einen befriedeten ersten Mai, sondern durch die Rückeroberung politischer Handlungsmacht Veränderung denkbar machen bei der die Kritik der
gesellschaftlichen Verhältnisse der Ausgangspunkt ist. Denn, Kritik ist bekanntlich der Kopf der Leidenschaft.
Das Projekt ist offen und in seiner Gestaltbarkeit von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Vorbereitenden mit einem eigenständigen Charakter bestimmbar. Wir sind gespannt auf Kritik und Anregungen. Und es kann sich jede und jeder einbringen in die Gestaltung eines anderen revolutionären 1. Mai in Berlin-Kreuzberg.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
alles kein problem
Background-Wissen?
hippies!!
den raum für radikale kritik öffnen-blah-blah!
ich kann mir radikale kritik von fu-profs vorstellen!
schön wenn sie die bullen kritisieren, aber uns solln se in ruhe lassen!!!
Sinnvolle Aktionen sind jetzt wichtig
Deshalb kann z.B. ein Straßenfest, das Menschen unterschiedlichster Einstellung anzieht und ihnen dann nebst Bier und Brezel(wer Georg heißt kriegt keine) unaufdringlich Inhalte linker Politik vermittelt, sinnvoller sein als das zwar medienwirksame aber sonst keine Resonanz erzeugende alljähliche Polizei-Linke-Festspiel vergangener Jahre.
Wenn es Euch ums Einheimsen von "Ärger-Punkten" des Kapital geht erntet Ihr mit dem linken Fest, bei dem Politikvermittlung im Vordergrund steht, sicher mehr als mit den Veranstaltungen der letzten Jahre. Die galten in den Medien des Kapital nehmlich als Beweis dafür das linke nur wilde Randalierer sind.
Mehr Inhalte
...mh - eigentlich ganz interessante Idee, nur wenn es das Ziel hat, militanz zu verhindern ist eben doch ne befriedungssozialarbeiter Kacke. Den Militanz gegen die Richtigen vermittelt sich schon durchsichselbst das dat da keine richtigen(verbesserungsvorschläge) im falschen gibt. Und beim Gedanken an nen VOLKSfest kommt mir platt gesagt das Kotzen. Dann schon lieber Aktionsradius erweitern und die City (oder besonders wichtige Punkte) kreativ lahm legen (geht auch ohne black bloc), aber es sollte dabei bleiben: 1 Mai -> Konfrontation mit den herrschenden Verhältnissen!
Sinnvoll ist immer wichtig
Aber ihr tut so als könntet ihr das Vorgehen der Polizei beeinflussen.
Das geht nur über den Verzicht auf ganz bestimmte Inhalte.
Die Form, der eskalierenden Gewalt, wird vorgegeben durch die Inhalte, die, mehr oder weniger, revolutionären Charakter haben und von daher von Seiten der Herrschenden absolut nicht toleriert werden.
Wenn ihr die "linken" aussperren wollt wollt und statt dessen ein "Happening" feiern wollt, solltet ihr euch lieber einen anderen Platz dafür aussuchen.
Der 1. Mai als "internationaler Kampftag der Arbeiterklasse" hat leider nicht die historische Bedeutung die ihm eigendlich zustehen sollte. Nur wenn wir jetzt freiwillig darauf verzichten sollen die wenigen, guten, linken Ansätze zu vertreten dann machen wir da nicht mit.
Der 1. Mai wird genutzt um der herrschenden Klasse zu zeigen das es uns noch gibt. Als Bewegung und als Kraft.
Darauf werden wir freiwillig nicht verzichten.
Nun ja
...
schade
1. Mai in Berlin Archiv
FÜR REVOLUTION
International kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung!
Keine Befreiung ohne Revolution!!!!
1987 - 2002: Revolutionäre 1.Mai-Demo
13:00 UHR ORANIENPLATZ
13.00?
SPD im Bündnis?
Kapitalistische Zentren angreifen?
also es heisst immer die kapitalistischen zentren angreifen
nur wieso läuft das am heinrichplatz?
welche zentren sitzen denn da oder am mariannenplatz?
die aab sitzt doch auch in pberg,wieso kommen die
immer nach xberg? natürlich um sich mit den bullen zu
prügeln,geht das nicht in pberg?sitzen in pberg nicht mehr
kapitalistische zentren? oder in mitte?
nö aab-bullen prügelei komt ja besser dort wo man nicht
wohnt nech aab
ist ja auch scheisse wenn man nach hause will und alles
ist abgesperrt,da wird sich lieber in anderen bezirken
geprügelt und dananch ins bettchen in pberg ohne strassen-
sperren
na mal schaun wie sich die autonomen verhalten,wenn die
bullen mal wegbleiben(hoffnung!)
cu aus SO36
ein kreuzberger
15.3.welweit
1.mai
:-P
klausi ist wohl ein bulle?
noch mal besser ausgedrückt:
1.mai
Betrifft feedback...
same procedure as....
a.)Italienischen Touristen
b.)Studenten aus der Mongolei
c.)Spassüchtigen Hip-Hoppern
d.)Marginalisierten Türkenkids
e.)Möchtegernmilitanten Mitläufern
bemerkt
Wobei die Italiener anmerken liessen das es zu Zeiten von Lotta Continua solch Geschehen wie am 1.Mai zweitweise jeden Tag in gesteigerter Form zu erleben war
Letztere hingegen kennen die frühen Achtziger nur vom Hörensagen,und versuchen diesen Umstand zu kompensieren indem sie einfach nur irgendwelche Sachen vernichten...
Wie meinte mal Cäsar Louis Menotti
Was kaputtmachen kann jeder Idiot
P.S.
Natürlich können Exessive Orgien der Vernichtung auch Spass machen