Kraken für den Kommunismus

Kraken Liberation Front 28.01.2002 00:52 Themen: Globalisierung
Viele AktivistInnen erklären Kapitalismus mit den "interhältigen Machenschaften" und dem "bösen Charakter" derer, die an den Schaltstellen der Macht sitzen.
Symbolischer Ausdruck dieser Analyse ist die Krake, ein oft gesehener Gast auf Transparenten.
Mit dieser vereinfachenden Sicht der Dinge wird Kapitalismus als Instrument der Herrschenden gesehen, die als eindeutig bestimmbarer Block mit homogener Interessenlage die anderen Menschen mit unsichtbaren Fäden in der Hand halten.
Diese Analyse ist nicht nur verkürzt, sie führt auch zu gefährlichen Forderungen.
Die Kraken Liberation Front ruft auf, vom 1.-3. Februar anlässlich der Nato-Sicherheitskonferenz in München die unversöhmliche GegnerInnenschaft zum kapitalstischen System deutlich auf die Straße zu tragen und die internationale Zusammenkunft von Kapitalismus- Globalisierungs- und Militarismus-KritikerInnen zur theoretischen Auseinandersetzung zu nutzen.
Deshalb fahren wir mit einem Faltblatt nach München. Der Text folgt unten und das ganze Blättchen gibts bei www.infoladen.de/sabotnik.


Nato-Sicherheitskonferenz?
¦--*  http://www.buko24.de/nato.htm
Kraken Liberation Front?
¦--*  http://www.opentheory.org/krakenkritik




Viele AktivistInnen erklären Kapitalismus mit den "interhältigen Machenschaften" und dem "bösen Charakter" derer, die an den Schaltstellen der Macht sitzen.
Symbolischer Ausdruck dieser Analyse ist die Krake, ein oft gesehener Gast auf Transparenten.
Mit dieser vereinfachenden Sicht der Dinge wird Kapitalismus als Instrument der Herrschenden gesehen, die als eindeutig bestimmbarer Block mit homogener Interessenlage die anderen Menschen mit unsichtbaren Fäden in der Hand halten.
Diese Analyse ist nicht nur verkürzt, sie führt auch zu gefährlichen Forderungen.
ATTAC z.B. zieht daraus, dass wir nur den unbegreiflichen Krakenarmen der Finanzspekulation nationalstaatliche Kontrolle entgegen setzen müssen.
Andere meinen, es würde reichen, die Leute an der Spitze durch andere zu ersetzen. Nicht selten ist die verkürzte Sicht mit einem strukturellen Antisemitismus verbunden.
Die Kraken Liberation Front stellt im Folgenden eine Argumentation zur Emanzipation der Kraken vor.


--* Warum ist die Krake keine Kapitalismuskritik?


(1) Kapitalismus ist eine gesellschaftliche Totalität, eine weltweite Ordnung. Das heißt, er durchzieht alle Lebensbereiche - die In-Wert-Setzende Ideologie ist in jeder Person, die dieser Gesellschaft lebt. Wann immer wir meinen, uns durch einen Wohnungswechsel "verbessert" zu haben, wenn wir unseren Selbstwert durch coole Klamotten oder Sport steigern, uns selbst mit anderen Menschen vergleichen, um dann eifersüchtig zu werden oder etwas geben, mit dem Gedanken, dafür etwas zu bekommen beziehen wir aus auf den Wert als Maß aller Dinge.

--* Der Wert: Maß aller Dinge


(2) Kapitalistische Herrschaft wird nicht darüber vermittelt, dass "die Herrschenden" (Bush, Schröder, etc.) selbst unterdrücken würden. Die Unterdrückung geschieht viel mehr vermittelt durch die Masse der Leute, die einverstanden sind oder einfach so mitmachen - Lehrer, Sozialarbeiterinnen, Polizistinnen, Eltern - alle. "Stets trägt die Unterdrückung der Gesellschaft [durch die herrschenden] zugleich die Züge der Unterdrückung durch ein Kollektiv" (Horkheimer/Adorno; Dialektik der Aufklärung)

--* Die Unterdrückung: Kollektiv vermittelt


(3) Im Kapitalismus wird den Subjekten das "pusuit of happyness" (Streben nach Glück) erlaubt. Durch die Struktur bedingt, gelingt es aber nur wenigen, wirklich happy - sprich reich und glücklich - zu werden. Zudem ist mit der "Erlaubnis", nach eigenem Willen nach der Erfüllung zu streben der Zwang verbunden, die eigene Arbeitskraft zu Markte zu tragen.

--* Initializing: Kapitalismus und bürgerlicher Staat


(4) Weil dem oder der Einzelnen im Kapitalismus nicht bewusst ist, wie die Herrschaft sich vermittelt, suchen sie eine Erklärung für ihre beschissene Lage.
Darauf, dass das Prinzip der abstrakten Arbeit(a) als grundsätzliches Merkmal des Kapitalismus schuld ist, kommen sie nicht - in diesem Falle wären sie ja selbst schuld. Also verorten sie die Misere nicht in der kapitalistischen Produktion, der Warenproduktion, sondern in der Zirkulationssphäre(b), wo abstrakte Werte hin und her wandern. Marxistsich gedacht sind die Werte jedoch nichts anderes als die Ableitung von vergegenständlichter Arbeit. Das Problem liegt also nicht in der Zirkulation, sondern in der Produktion für den Tausch anstatt für die Bedüfnisbefriedigung(c).

(a) arbeiten nicht für ein Bedürfnis, sondern für die Erzeugung von Wert, aus dem dann der Gewinn (Mehrwert) zur erneuten Zirkulation erwächst
(b) Handel, Börse, Geldverwaltung, Bank
(c) Menschen sehen sich selbst nicht mehr als Produzentin dieser Gegenstände, sondern platzieren sich selbst im Warensystem als Verbraucherin z.B., deren Bedürfnisse per Tausch, also Kauf, befriedigt werden können.

--* Stage One: Verkürzte Kapitalismuskritik

"Das Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern nur die Finanzmärkte" -
Zinsen, Banken und Spekulation (das Abstrakte) machen aber ohne Warenproduktion und Arbeit (das Konkrete) gar keinen Sinn, sie sind historisch entstanden, um diese anzukurbeln.


(5) Weil das Ganze so abstrakt und unerklärlich ist, suchen sich die Leute dann Menschen, die für die ökonomischen Prozesse verantwortlich sein sollen - obwohl das ja (s.o.) alle Subjekte und die allgegenwärtige Struktur ist. Diese unheimliche Gruppe soll dann in einer Art Verschwörung eine Steuerungsfunktion ausüben. Grafisch wird das oft als Krake oder als Puppenspieler dargestellt. Die Privilegierten sind nun aber einfach nicht in der Position, das ganze System zu steuern: "Die Rockefellers und deren Kollegen profitieren mit Sicherheit vom Kapitalismus als soziales System, aber sie kontrollieren ihn nicht." (Block, F. 1977. Beyond corporate Liberalism. Social Problems vol. 24 No. 3).
Daß Kapitalismus nicht zu kontrollieren ist, sieht mensch z.B. an der die prekäre Lage der Weltwirtschaft, die derzeit von Krise zu Krise schlittert. Wenn "die Herrschenden" die Wirtschaft wirklich steuern könnten, wäre die ganze Geschichte sehr viel stabiler. Verschweigen wollen wir hier nicht, dass der Trugschluss von der Steuerbarkeit nicht nur von KritikerInnen, sondern auch von den "Global Leaders" selbst ausgeht - das WEF (World Economic Forum) meint z.B. die Geschichte der Welt hin zu einem Kapitalismus mit menschlichem Andlitz bewegen zu können - sagen sie zumindest.

--* Stage Two: Struktureller Antisemitismus

"Die Finanzmärlte werden von einer Clique "Global Leaders" gesteuert, um die Unterdrückten möglichst efektiv gegen deren Willen zu beherrschen." -
Wir sprechen von strukturellem Antisemitismus , wenn eine Personalisierung von kapitalistischer Herrschaft erfolgt. Er muss nichts mit Jüdinnen und Juden konkret zu tun haben.


(6) Was jetzt noch fehlt, ist die Zuordnung der Drahtzieher-Funktion an die Juden. Struktureller Antisemitimus ist so tendenziell mobilisierbar für konkreten Antisemitismus gegen Jüdinnen und Juden. Die Nazis (und auch so manche Anarchistinnen und Kommunistinnen) sprachen dann auch tatsächlich vom Gegensatz zwischen raffendem und schaffendem Kapital - vom "vagabundierenden jüdischen Finanzkapital" und der "ehrlichern deutschen Arbeit", die sich gegenüber stehen.

--* Stage Three: Antisemitismus

Dieses Resentiment hat seine historischen Wurzeln im 18./19. Jh. Zu dieser Zeit zerfiel das alte Feudalsystem und mit ihm die direkte Herrschaft der Feudalherren und -damen. Der Markt als abstrakte Ordnung hielt Einzug und mit ihm war es allen Menschen, qua Aufklärung, möglich, "seines/ihres eigenen Glückes Schmied zu werden". Da diese Art der Unterdrückung nicht mehr fassbar war, suchten sich die Menschen immer noch personale Herrschaft als Erklärungsmuster und fanden sie in den Jüdinnen und Juden, denen in der mittelalterliche Stadt selten mehr als die berufliche Laufbahn einer Händlerin/Händler offen stand. Als bürgerlich-kapitalistische Ideen diesen nun ihren nicht schönen, aber festen Platz im Mittelalter abspenstig machten, erklärten sich die anderen Menschen die Umbrüche des Kapitalismus mit "einem Einzug jüdischer Verhältnisse". Bekannte, volkstümliche Begriffe daher sind "Verjudung" für bestimte Prozesse der Verwertbarmachung. Heute sind noch alte Versatztücke dieser Erklärungen übrig, der Begriff "Jude, Jüdin" fällt aber nach der Shoah nur noch selten.


--* Praxis braucht Theorie
¦Werke des Marxismus-Leninismus
¦--*  http://www.mlwerke.de/
¦Gruppe Krisis
¦--*  http://www.krisis.org
¦Initiative Sozialistisches Forum
¦--*  http://www.isf-freiburg.org/
¦Zeitung karoshi
¦--*  http://www.realkaroshi.org/
¦Wildcat-Zirkular
¦--*  http://www.wildcat-www.de/

--* Theorie braucht Praxis
¦contact your local infoladen
¦--*  http://www.infoladen.net
¦für eine linke strömung (FELS)
¦--*  http://www.nadir.org/nadir/initiativ/fels/
¦portal lokaler gruppen
¦--*  http://www.left-action.de/
¦organize yourself
¦--* ...wo auch immer...

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 krakenkritik@yahoo.de
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Ergänzungen

Wir kommen der Sache Näher!

Parteispende vom Arbeiter und Lehrerkolleg 28.01.2002 - 01:35
Es stimmt Natürlich überhaupt Nicht das Viele Börsenkurse, steigen wenn Menschen Arbeitslos werden oder sterben, es stimmt Natürlich Nicht das Menschen Arbeitslos werden und sterben damit Börsenkurse steigen, es stimmt Natürlich Nicht das Kleine Minister geschmiert vom Rüstungs Kapital den Staats Etat ihrer Kinder verpulvern, es stimmt Natürlich Nicht das Wertvolle Produktionsbetriebe nach dem Zusammenbruch, allein im Zusammenspiel von Kapital und Politik für nur eine DM veruntreut wurden.

Ich könnte ja Löschen schreiben!

Karl Marx 28.01.2002 - 01:41
Aber das unterscheidet uns!

Und Greenspan leitet eine Krabbelgruppe!

Klein Erna 28.01.2002 - 01:45

Das Kapital verhöhnt seine Zahllosen Opfer!

Ernst Thälmann 28.01.2002 - 08:28

Ich weiß nicht

Hanni 28.01.2002 - 09:25
Nadir muss sich doch der Magen umdrehen, wenn die mitbekommen, das sie auf mit einem solchen Kapitalisten Pamphlet verlink wurden, schuld sind die Dummen Arbeiter und Wähler selber, und die Politiker und Konzernbosse, sind nur die Armen Selbstlosen Sozialen Helfer im Dienste der Menschheit.

was ist die aussage des textes?

antikapitalist 28.01.2002 - 10:09
ich denke,das der text genau die moralischen vorurteile,die ihm einige kommentatorinnen unterjubeln,bekämpfen möchte. die verkürzte und verbreitete kritik an den folgen der globalisierung lässt sich ja (zB. bei ATTAC)auf die moralische,personifizierende kritik am bösen finanzkapitalisten herunterbrechen. diese verkürzung kritisiert aber der text und auch ich.mit einem reinen schwarz-weiss schema hält sich aber keine bewegung lange über wasser.also gehirnschmalz anstrengen und weiter denken ist besser als nur gut-böse schemen zu reproduzieren.

Probleme mit eurer Mitschuld?

0yonnax 28.01.2002 - 10:15
warum regt ihr euch dermaßen auf? der text zeigt doch nur auf, dass nicht eine handvoll böser menschen über das unheil der anderen bestimmt, sondern dass das alles nur funktioniert, weil fast alle mitmachen. uns im westen geht es natürlich fast allen besser, als den meisten menschen im trikont, weil eben wir im "freien reichen westen" aus der armut des größten teiles der weltbevölkerung unsere vorteile ziehen. dies einzusehen, unsere mitschuld und unser mitmachen am funktionieren des kapitalistischen systems einzusehen mag für manche hart sein, aber so ist es. und aus dieser einsicht heraus sollten wir gegen das system kämpfen und nicht losschreien gegen die textverfasserInnen, nur um unser schlechtes gewissen zu betäuben. das ist doch der gleiche sachverhalt wie im dritten reich. schuld waren nicht nur hitler und konsorten, sondern fast alle haben mitgemacht und wenn sie nur sog. mitläuferInnen waren. nur sie haben das ganze system aufrecht erhalten. oder wollt ihr das auch in frage stellen. der text oben sagt nur: wir alle haben es in der hand, den kapitalismus zu beseitigen, allerdings reicht es nicht, die herschenden einen kopf kürzer zu machen und durch "gute" menschen zu ersetzen, sondern kapitalismuskritik setzt viel weiter unten an und der kampf gegen den kapitalismus auch.

Wo kommt das her?

Beachbaby 28.01.2002 - 10:31
Texte mit einem ähnlichem Grad an Wahrheitsgehalt findet man nur mit anderen Themen unter Hammer Skins und Withe Power.

Dieser Beitrag ist ein Verbrechen

Otto 28.01.2002 - 10:46
Gerade jetzt wo Rot Grün wegen der Ganzen Explosiven Finanzaffäiren um die 73 Airbusse, um das NPD Verbot uvam. wackelt, solch eine Diskussion um Schmierenaffäiren der Internationalen Kapitalkraken los zu treten ist Gemein.

für nichts!

kobold 28.01.2002 - 10:48
was soll denn der quatsch schon wieder. wir besetzen nicht für irgendeine vorgegebende form /kommunismus oder was auch immer). was sollen diese scheiß spaltungsversuche??

Es gibt Nix zu spalten!

Lenin 28.01.2002 - 10:56
Da ist garnix jemals zusammen gewesen.

Mit solchen Leuten wie den Verfassern oben

Albert Schweitzer 28.01.2002 - 11:01
im Bunde, würde man sich Lächerlich machen, wie Mutter Theresa als Vorsitzende in der Prostituierten Gewerkschaft.

Von dem Schwachfug da oben!

Studienrat Hempel 28.01.2002 - 11:22
kannste noch nicht mal Erstklässler vorm Schulkiosk überzeugen.

Genau der Richtige Stoff für mich!

Karl Eduard v Schnitzler 28.01.2002 - 11:28

@Nina

Tina 28.01.2002 - 11:36
oder "Parteispende vom Arbeiter und Lehrerkolleg", "Olaf Henkel", "Der Unbekannte Soldat Arbeiter klagt an", "Engels", "Ernst Thälmann", "Hans Olaf Henkel", "Hanni", "Otto", "Albert Schweitzer" etc, etc, etc..... Nina, bleib doch bei deinem alten Namen!!! Man erkennt deine Texte sowieso! Beschissener Syntax und grauenhafte Orthographie deiner postings verraten dich immer noch!!!!

Also ich war mal in Rotterdam

Angola National Bank 28.01.2002 - 11:39
in der Diamanten Börse, wo die so die Diamanten verticken, wofür meine Eltern Brüder und Schwestern von den Rebellen hin gemetzelt wurden, gar nicht so schlecht machen ne Menge Geld damit die Kofmische, wenn wir das selbst machen könnten, würde es bei uns aussehen, wie in Kuwait, in Wirklichkeit sind die Diamanten ja gar nix Wert, ein Paar Gramm Kohlenstoff, stellen die Russen schon für ein Paar Pfennige selbst her, aber das weiß zum Glück Keiner.

sehr guter text

pele 28.01.2002 - 11:39
aber löscht doch mal die ganzen provos hier. genau das beschreibt der text: das hauptproblem ist der mensch an sich, der sich nicht selbst befreien kann, da er dazu nicht fähig ist. das bestimmte leute die machtstrukturen mehr oder weniger lenken -allerdings im auftrag von uns selber- dürfte ja wohl einleuchten. aber die möglichkeit unser leben selbst in die hand zu nehmen haben wir im grunde genommen alle. nur lassen uns viele kleine "geschenke" weiter in unseren sesseln schlummern...

@ pele wie sieht denn deine Befreiung aus?

Che 28.01.2002 - 11:58
Wie die der im Bürgerkrieg in Angola ermordeten Schwarzen, wie die der von der Ausrottung bedrohten Palästinenser, wie die der Ausgenommenen Ausgehungerten nur noch mit Drogen überlebenden Kaffepflanzer Südamerikas, wie ein Verstossener Verhungernder Arbeitsloser Familienvater in den Arbeitslosen Ghettos Japans?

mehr?

lara 28.01.2002 - 12:07
--* Stage Two: Struktureller Antisemitismus

"Die Finanzmärkte werden von einer Clique "Global Leaders" gesteuert, um die Unterdrückten möglichst efektiv gegen deren Willen zu beherrschen." -
Wir sprechen von strukturellem Antisemitismus , wenn eine Personalisierung von kapitalistischer Herrschaft erfolgt. Er muss nichts mit Jüdinnen und Juden konkret zu tun haben.

auch wenn eine personalisierende kapitalismuskritik nicht richtig, weil verkürzt, ist, warum wird dann direkt von strukturellem antisemitismus gesprochen, auch wenn die kritik "nichts mit jüdinnen und juden konkret zu tun" hat? dass eine solche kritik offen ist, für antisemitismus ist doch ein anderer film, oder?
kann das vielleicht jemand erläutern?

Die Unterdrückung der Massen

Greenspan Vorsitzender d. RAF 28.01.2002 - 12:21
Durch die Massen selbst? auf nach Aldi, auf nach Tengelmann, auf in die Innenstädte, auf zur näxten Winterschlussverkauf, auf zum näxten Britney Spears Konzert, mit Masse gegen die Massen, werft Stinkbomben, Harzer Roller, in Masse in die Massen, die Erdrückung durch die Massen, wurde durch eine Durchblicker Minderheit erkannt, der Befreiungskampf gegen die Unterdrückerischen Ausbeuterischen Massen wurde Endlich ausgerufen!

Guter Anfang

Prinzessin 28.01.2002 - 17:56
Schade, daß der Artikel nicht auf die Startseite kam. Vielleicht fühlen sich die ModeratorInnen ertappt ;).
Nur ein paar Korrekturen: In der Zirkulationssphäre wandern nicht "abstrakte Werte", sondern Tauschwerte hin- und her. Der Wert, als solcher eine Abstraktion, muß sich nach Marx in einem Gebrauchswert "verkörpern". Er hat in den Gebrauchswerten sein "Dasein" und "erscheint" nur als Tauschwert - als Austauschverhältnis zwischen zwei Waren. Er erhält seine selbständige Gestalt im Geld. Damit sich der Wert in der Zirkulationssphäre erhält, müssen Waren und Geld ständig die BesitzerInnen wechseln. Euer Begriff von der Entstehung des Mehrwerts scheint mir etwas verkürzt, was sich auch darin äußert, daß ihr nicht zwischen Mehrwehrt und Gewinn (=Profit) unterscheidet. Die wertproduzierende Arbeit ist nach Marx nicht konkrete, sondern abstrakte Arbeit. Die Arbeit als solche ist überhaupt nicht "konkret".
PS.: Die ganzen dumpfbackigen Kommentare zeigen, wie nötig es ist, die Auseinandersetzung darüber zu beginnen.

@ prinzessin Mach doch einen Beitrag daraus!

Leseratte 28.01.2002 - 19:20

@leseratte

Prinzessin 28.01.2002 - 20:29
Allein für Indymedia lohnt sich die Mühe leider nicht. Die Beiträge landen ja doch meistens nur im Open-Posting. Auch die Texte auf der Titelseite werden kaum gelesen. Aber vielleicht schreibe ich trotzdem was und schicke es noch zu "Trend" oder so.

Noch was

Prinzessin 28.01.2002 - 20:45
@oyonnax: Es kommt nicht nur auf die Einstellung an. Es ist nicht möglich, sich als Einzelperson aus der Gesellschaft auszuklinken - nicht einmal die Elendswirtschaft (Subsistenz in der 3. Welt), wie sie von Maria Mies propagiert wird, ist unabhängig von der Warenform. Wie die Subsistenzwirtschaft selbst einen bornierten Charakter hat und das Elend nur verallgemeinern würde, so würde sie auch die Anwendung barbarischer Methoden voraussetzen, um das Bewußtsein von avancierten Produktionsmethoden und Bedürfnissen auszulöschen. Die Emanzipation von der Warenproduktion kann nur als gesamtgesellschaftliche Umwälzung gelingen, weil die Warenform universellen Charakter hat.
Ich konnte in meiner ersten Mail nur andeuten, was ich meinte, weil ich aus dem Computerraum geschmissen wurde. Vielleicht schreibe ich wirklich mal einen längeren Text. Allen, nicht nur den AutorInnen, empfehle ich das Buch "Das Kapital", auch über S. 98 hinaus.
Nicht aufgeben!

@ prinzessin

oyonnax 29.01.2002 - 00:02
hab ich doch gar nicht gesagt. lesen statt interpretieren.

Also die Theorie das die Unterdrückten Massen

Hop Thing 29.01.2002 - 00:10
Unterdrücken, kann in die Mülltonne, da es ja die Massen sind, die aus Unwissenheit Abhängig sind, von Politik und Nationalen und Internationalen Konzernbossen, und diese Konzernbosse sind wieder davon abhängig, welche Gerüchte in Börsen und Medien kolportiert werden, diese Gerüchte in Börse und Medien, können ja nach Herkunft, Total Kranke Betriebe nach oben katapultieren, und Vollkommen Gesunde Betriebe Sang und Klanglos untergehen lassen, wobei es Rückkopplungseffekte und Gegenseitiges aufschaukeln, nach einem Winzigem Pups eines Kapital Gurus die Regel ist.

Also die Theorie das die Unterdrückten Massen

Hop Thing 29.01.2002 - 00:14
Unterdrücken, kann in die Mülltonne, da sie ungefähr so Pervers ist, als wenn ich behaupten würde, die Heroinsüchtigen wären Schuld am Mohnanbau in Afghanistan.

@oyonnax

Prinzessin 29.01.2002 - 02:21
Na ja, Du hast gesagt, daß "fast alle" mitmachen. Ich wollte dagegen sagen, daß BUCHSTÄBLICH ALLE mitmachen, weil es ein Außen in dieser Gesellschaft gar nicht gibt ...

@Hop Thing

Prinzessin 29.01.2002 - 02:28
Wer kann die Gesellschaft ändern, wenn nicht die, aus deren alltäglichen Aktionen das gesellschaftliche Ganze erst entsteht? Oder willst Du gar nicht die Gesellschaft ändern, sondern ein paar Individuen umbringen? Eine Majestät wird nur dadurch Majestät, daß sich die anderen zu ihr als Majestät verhalten. Wenn sie das nicht mehr tun, gibt es keine Majestät mehr. Du erklärst die Massen, auf die Du doch hoffst, zu ohnmächtigen Würstchen, zu bloßen Marionetten, die zu Emanzipation gar nicht fähig sind ...

@Hop Thing

Prinzessin 29.01.2002 - 02:42
Offenbar findest Du wirklich den Kapitalismus ganz toll, sonst würdest Du Dich nicht für "gesunde Betriebe" einsetzen, deren angebliche Verdrängung durch "kranke Betriebe" Du bedauerst. Ein Hoch auf den gesunden, kapitalistischen Macher! Ein Jammer, daß er vom kranken Betrüger niederkonkurriert wird! Sonst könnte er noch in 1000 Jahren gesunde Profite erwirtschaften! Du arbeitest mit genau den Stereotypen, die im Text kritisiert werden: gutes Kapital gegen schlechtes Kapital. Beide Seiten werden von Dir biologisiert als "gesund" bzw. "krank". Warum nicht gleich "arisch" und "jüdisch"? Das Märchen vom gesunden, natürlichen Kapitalismus, der nur durch kranke Elemente in die Krise gerät, ist urbürgerlich.

@ prinzessin Ich will Keinen umbringen!

Hop Thing Nina 29.01.2002 - 11:58
Nur Ausser Betrieb setzen, das das Kapitalistische System so Strukturiert ist, wie ich es Grob beschrieben habe wird Keiner bestreiten, und das in Letzter Zeit der Gute Greenspan in Amiland der Oberste Kapital Guru war wird auch Keiner bestreiten, und das Sämtliche Börsen Fetischisten, auf das Kleinste Räuspern diese Gurus, mit Herzattacken reagiert hat, ist einfach ein Unerträglicher Zustand, wenn es nach mir ginge würden Sämtliche Börsen, diese Unseeligen Horte der Manipulation, wo mit Zukunftsängsten der Menschen Kapital gemacht wird, eher Heute als Morgen geschlossen.

@ prinzessin Ich will Keinen umbringen!

Hop Thing 29.01.2002 - 12:04
Kranke Betriebe sind sind bei mir Betriebe die im Extremfall aus Betrügerischer Absicht meist nur aus einer Leeren Wohnung mit Briefkasten bestehen, und Gesunde Betriebe sind Reale Betriebe mit Substanz Beschäftigten und Global Nachvollziehbaren Bilanzen.

grunz

15jähriger nerd 29.01.2002 - 14:26
grunz. ihr alle doof. ihr mich nicht kritisieren. greenspan an allem schuld. bäh.

@Nina

Prinzessin 29.01.2002 - 22:11
Daß Du Dich auch "Grobi" und "Thing" (=Ding) nennst, paßt wahrlich zu Dir. Kapitalismus? Ja bitte! Was sollte man dagegen haben? - denkt es in Dir. Solange der Kapitalismus nur "gesund" ist und die Betriebe "Beschäftigte" ausbeuten, statt nur so zu tun als ob, ist alles O.K., hauptsache er ist nicht so strukturiert, wie Du es beschrieben hast. Ist er aber gar nicht. Alan Greenspan unterscheidet sich von Dir und mir nur dadurch, daß er mehr Erfahrung damit hat, wie sich der Aktienkurs verhält. Das Marktgeschehen ist per Definition irrational. Greenspan ist nicht die "unsichtbare Hand" (Adam Smith), sondern auch nur ein Mensch, der einem Börsencrash genauso hilflos gegenüberstünde wie jeder andere. Deine antisemitische Verschwörungstheorie, Alan Greenspan hätte alle Fäden in der Hand, ist ein Hirngespinst. Wenn Du Dich wirklich dafür interessierst, wie der Kapitalismus strukturiert ist, empfehle ich Dir folgende Texte:


Horkheimer, Max/Adorno, Theodor: Elemente des Antisemitismus, in: Dies: Dialektik der Aufklärung


Marx, Karl: Das Kapital, Bd. 1-3


Postone, Moishe: Antisemitismus und Nationalsozialismus, in: Dan Diner: Denken nach Auschwitz, Frankfurt (Suhrkamp)

@ prinzessin

Hop Thing 29.01.2002 - 23:39
Was bringst du hier wieder Antisemitismus hinein? Greenspan sit der Boss des Mächtigsten Börsenaparates, und wenn Greenspan auch nur eine Atie Schärfer anschaut, oder daran vorbei, ist das für die Börsenverückten in Aller Welt ein Geheimtip, und bedeutet für die in dem Betrieb beschäftigten, noch ein Paar Monate Arbeit bis zum Nächsten Tip von Greenspan, oder sofortige Arbeitslosigkeit wenn die Spekulanten in der Börse ihre Aktien des Betriebes verscherbeln und ihn so noch Wertloser machen als er Eigentlich ist, Ausserdem Wertpapierhandel ist Spekulation, Genauso wie Glücksspiel ((Roulette(Glücksspieler sind Sucht Kranke)) und Keine Arbeit, genauso wie Zinsspekulation, Geld lebt nicht es kann nicht arbeiten, und Gewinne produzieren, durch Produktveredelung, also das Mindeste Börsen Sofort Dicht machen.

Lesen statt einfach hirnlos drauflostippen

Prinzessin 30.01.2002 - 01:55
Bei Dir ist scheinbar Hopfen und Malz verloren. Lies den Artikel oben, dann weißt Du, warum ich Dir Antisemitismus vorwerfe. Greenspan ist nicht allmächtig, sondern er wird von den Börsenanlegern respektiert, weil er so etwas wie ein Wahrsager ist, der schlechte oder gute Nachrichten überbringen kann. Ich schreibe bewußt "Wahrsager", weil der Prozeß, den Greenspan nur kommentieren kann und in denen er selbst als Chef der amerikanischen Notenbank nur marginal eingreifen kann (durch Regulation des staatlichen Zinssatzes), irrational ist und sich nicht steuern läßt. Die Börse ist kein "Apparat", der durchgeplant ist. Du glaubst immer schon alles besser zu wissen, ohne daß Du Dich wirklich damit beschäftigt hättest. Daher kommen auch Deine Verschwörungstheorien: Du läßt die Realität gar nicht an Dich ran, sondern phantasierst wie im Fieberwahn. Oder plapperst einfach los, ohne nachzudenken, was auf dasselbe hinausläuft. Was willst Du z. B. sagen mit "Geld lebt nicht es kann nicht arbeiten, und Gewinne produzieren, durch Produktveredelung"??? Offenbar findest Du es wunderbar, wenn Gewinne produziert werden, hast aber keine Ahnung davon, wie sie zustande kommen. Durch Produktveredelung??? Erklär mir doch mal, wie dadurch ein Gewinn produziert werden soll. Über das Geld glaubst Du Bescheid zu wissen, hast aber keinen blassen Schimmer. Geld ist ein Ding mit gesellschaftlichen Eigenschaften, oder ein gesellschaftliches Verhältnis als Ding. Es ist etwas an sich Irrationales, wie die Ware überhaupt, aus der es notwendig hervorgeht. Wie Geld zu mehr Geld gemacht wird, gerade dadurch daß gleiche Werte getauscht werden, kannst Du bei Marx nachlesen. Du mußt endlich einmal akzeptieren, daß Du nicht alles weißt, sondern noch viel lernen mußt.

@ prinzessin Da du ja so Schlau bist!

Hop Thin 30.01.2002 - 08:22
Kannst du mir ja mal Genau, denn Sinn und Zweck von Wertpapier und Warentermin Börsen in einer Menschlichen Zivilisation erklären, den von Banken mit den Derzeitigen Gewinnspannen, in Privaten Händen kann ich mir ja gerade so eben noch so vorstellen.

nina abschalten.

nichtmehraushaltender müllmensch 30.01.2002 - 13:27
bitte, bitte! dieses schwachsinnige, wirre und bekloppte geschreibe kann sich doch echt kein mensch antun. da lese ich die ersten drei wörter und weiss sofort, dass dass von derselben person geschrieben wurde, die auch schon die vorangehenden sieben kommentare geschrieben hat. und die folgenden acht auch. nina wirft allen ja immer alles mögliche vor, allerdings muss jetzt hier mal gesagt werden, dass es sich bei ihr mit sicherheit um eine verschwörung zur verblödung der linken handelt (:-)). ausserdem kann die person nina hervorragend für empirische studien mit dem thema "wie viele stunden internet schaden der psychischen gesundheit?" herangezogen werden. allerdings ist noch offen, ob sie als versuchsperson zu nutzen ist, die statistik verfälscht oder aber als zum verblöden anderer eingesetzt werden sollte.
kapitalismus, antisemitismus und nina abschalten!

OOch mach dir Nix daraus!

Che Guervara 30.01.2002 - 22:23
Musst ja nicht Gleich wieder von deiner Schweren Kinheit, und deinen Rabeneltern erzählen, wenn dir die Argumente ausbleiben, das liebe ich so bei euch, und nun erzähl ich dir was nach der Revolution passiert, die Wertpapier und Warentermin Börsen und Spielbanken werden noch am Gleichen Tag geschlossen, und die Banken werden Verstaatlicht.

@problemkind

Prinzessin 31.01.2002 - 02:40
Die Revolution verdient diesen Namen nur, wenn nicht allein Banken und Börse, sondern auch die von Nina alias Hop Thing verherrlichten "gesunden" kapitalistischen Unternehmen abgeschafft werden und die Produktion vergesellschaftet wird.

@nichtmehraushaltender müllmensch

Prinzessin 31.01.2002 - 02:42
Du hast recht, Nina ist wirklich nervtötend. Man muß auch wirklich nicht jeden Schwachsinn beantworten.

@ prinzessin Jeder schafft was ab!

Hop Thing 31.01.2002 - 08:51
Und dann sind wir wieder bei der Öko Gesellschaft mit Warentausch, und Geld als Leistungsspeicher, aber es geht auf Keinen Fall mit der Behauptung, das Geld Angeblich Selbst arbeiten soll, Leute die sowas behaupten, sind so welche wie Helmut K. und Konsorten, die als Regierungschefs propagiert haben, jeder Bundesbürger soll in Wertpapieren anlegen, und als es alle gemacht haben, wurden sie von den Spekulations Haien, mit Informationsvorteil abgezogen, und als wenn das noch nicht gereicht hätte, propagiert die Deutsche Bank Telekom Aktien Teuer zu kaufen, weil sie genau wusste, das am Nächsten Tag ein Spekulant Grosse Mengen verkaufen würde, und ihre Aktien Viel Weniger Wert würden, das sind doch Alles Ganoven die Kapital Ausbeuter, so Herrlich Glitzernd ihre Paläste auch sind, Normalerweise hat doch die Beratende Aussage eines Bänkers sowas Ehrliches Redliches Amtliches.

"Ökogesellschaft mit Warentausch

Prinzessin 31.01.2002 - 17:32
... und Geld als Wertspeicher" ist genau das Gegenteil von dem, was ich will. Ninas Visionen von einer Zwangsgemeinschaft, die für das Individuum kein Glück bereithält, sondern nur Versagung, sind die Quelle ihres Antisemitismus: diejenigen, denen sie Genuß ohne Arbeit unterstellt, muß sie verwünschen, um die Unterdrückung ihrer eigenen Bedürfnisse überhaupt auszuhalten.
Ware, Geld und Wertspeicher gehören abgeschafft! Für eine Weltgesellschaft, die das individuelle Glück aller ermöglicht! Glitzernde Paläste für alle! Nie wieder Zwangsgemeinschaften! Nieder mit dem Ökofaschismus!

@ prinzessin Da sind wir ja einer Meinung!

Hop Thing 31.01.2002 - 20:58
Ich meinte mit Geld als Wertspeicher, nur das Reale Geld bis 500 Euro, und Nur das Geld, Gross Unhandlich und Schwer in Grösseren Mengen, alles Andere Aktien Schuldverschreibungen, Schuldscheine, Wertmarken, Chips, oder was es sonst noch gibt wo mehr als 500 Euro drauf steht, gehört verboten.

Nichts hast Du begriffen, Nina!

Prinzessin 01.02.2002 - 18:03
Nein, Nina, wir sind NICHT einer Meinung. Ich bin nicht für ein schäbiges Leben mit 500 Euro monatlich, sondern für die komplette Abschaffung von Warentausch und Geld, für die Verwirklichung eines Luxuslebens für alle.

hä?

gump 01.02.2002 - 18:51
ahem, Luxuspaläste für alle, woher? nur 500euro für jeden, wie krieg ich dann meinen computer her, auf dem ich hier schreibe? oder ihr euren?

abschaffung von geld - darauf läuft die 500 euro-grenze hinaus - ist utopisch, solange nicht genug ressourcen für jeden vorhanden sind.

aber ich sehe nicht, wo hier genug geld für luxuspaläste für alle rumfliegt; genug geld für dauerhafte jedenfalls. strohfeuer kann jeder machen, mach mal nen vorschlag für was dauerhaftes.