Kraken für den Kommunismus
Viele AktivistInnen erklären Kapitalismus mit den "interhältigen Machenschaften" und dem "bösen Charakter" derer, die an den Schaltstellen der Macht sitzen.
Symbolischer Ausdruck dieser Analyse ist die Krake, ein oft gesehener Gast auf Transparenten.
Mit dieser vereinfachenden Sicht der Dinge wird Kapitalismus als Instrument der Herrschenden gesehen, die als eindeutig bestimmbarer Block mit homogener Interessenlage die anderen Menschen mit unsichtbaren Fäden in der Hand halten.
Diese Analyse ist nicht nur verkürzt, sie führt auch zu gefährlichen Forderungen.
Symbolischer Ausdruck dieser Analyse ist die Krake, ein oft gesehener Gast auf Transparenten.
Mit dieser vereinfachenden Sicht der Dinge wird Kapitalismus als Instrument der Herrschenden gesehen, die als eindeutig bestimmbarer Block mit homogener Interessenlage die anderen Menschen mit unsichtbaren Fäden in der Hand halten.
Diese Analyse ist nicht nur verkürzt, sie führt auch zu gefährlichen Forderungen.
Die Kraken Liberation Front ruft auf, vom 1.-3. Februar anlässlich der Nato-Sicherheitskonferenz in München die unversöhmliche GegnerInnenschaft zum kapitalstischen System deutlich auf die Straße zu tragen und die internationale Zusammenkunft von Kapitalismus- Globalisierungs- und Militarismus-KritikerInnen zur theoretischen Auseinandersetzung zu nutzen.
Deshalb fahren wir mit einem Faltblatt nach München. Der Text folgt unten und das ganze Blättchen gibts bei www.infoladen.de/sabotnik.
Nato-Sicherheitskonferenz?
¦--*
http://www.buko24.de/nato.htm
Kraken Liberation Front?
¦--*
http://www.opentheory.org/krakenkritik
Viele AktivistInnen erklären Kapitalismus mit den "interhältigen Machenschaften" und dem "bösen Charakter" derer, die an den Schaltstellen der Macht sitzen.
Symbolischer Ausdruck dieser Analyse ist die Krake, ein oft gesehener Gast auf Transparenten.
Mit dieser vereinfachenden Sicht der Dinge wird Kapitalismus als Instrument der Herrschenden gesehen, die als eindeutig bestimmbarer Block mit homogener Interessenlage die anderen Menschen mit unsichtbaren Fäden in der Hand halten.
Diese Analyse ist nicht nur verkürzt, sie führt auch zu gefährlichen Forderungen.
ATTAC z.B. zieht daraus, dass wir nur den unbegreiflichen Krakenarmen der Finanzspekulation nationalstaatliche Kontrolle entgegen setzen müssen.
Andere meinen, es würde reichen, die Leute an der Spitze durch andere zu ersetzen. Nicht selten ist die verkürzte Sicht mit einem strukturellen Antisemitismus verbunden.
Die Kraken Liberation Front stellt im Folgenden eine Argumentation zur Emanzipation der Kraken vor.
--* Warum ist die Krake keine Kapitalismuskritik?
(1) Kapitalismus ist eine gesellschaftliche Totalität, eine weltweite Ordnung. Das heißt, er durchzieht alle Lebensbereiche - die In-Wert-Setzende Ideologie ist in jeder Person, die dieser Gesellschaft lebt. Wann immer wir meinen, uns durch einen Wohnungswechsel "verbessert" zu haben, wenn wir unseren Selbstwert durch coole Klamotten oder Sport steigern, uns selbst mit anderen Menschen vergleichen, um dann eifersüchtig zu werden oder etwas geben, mit dem Gedanken, dafür etwas zu bekommen beziehen wir aus auf den Wert als Maß aller Dinge.
--* Der Wert: Maß aller Dinge
(2) Kapitalistische Herrschaft wird nicht darüber vermittelt, dass "die Herrschenden" (Bush, Schröder, etc.) selbst unterdrücken würden. Die Unterdrückung geschieht viel mehr vermittelt durch die Masse der Leute, die einverstanden sind oder einfach so mitmachen - Lehrer, Sozialarbeiterinnen, Polizistinnen, Eltern - alle. "Stets trägt die Unterdrückung der Gesellschaft [durch die herrschenden] zugleich die Züge der Unterdrückung durch ein Kollektiv" (Horkheimer/Adorno; Dialektik der Aufklärung)
--* Die Unterdrückung: Kollektiv vermittelt
(3) Im Kapitalismus wird den Subjekten das "pusuit of happyness" (Streben nach Glück) erlaubt. Durch die Struktur bedingt, gelingt es aber nur wenigen, wirklich happy - sprich reich und glücklich - zu werden. Zudem ist mit der "Erlaubnis", nach eigenem Willen nach der Erfüllung zu streben der Zwang verbunden, die eigene Arbeitskraft zu Markte zu tragen.
--* Initializing: Kapitalismus und bürgerlicher Staat
(4) Weil dem oder der Einzelnen im Kapitalismus nicht bewusst ist, wie die Herrschaft sich vermittelt, suchen sie eine Erklärung für ihre beschissene Lage.
Darauf, dass das Prinzip der abstrakten Arbeit(a) als grundsätzliches Merkmal des Kapitalismus schuld ist, kommen sie nicht - in diesem Falle wären sie ja selbst schuld. Also verorten sie die Misere nicht in der kapitalistischen Produktion, der Warenproduktion, sondern in der Zirkulationssphäre(b), wo abstrakte Werte hin und her wandern. Marxistsich gedacht sind die Werte jedoch nichts anderes als die Ableitung von vergegenständlichter Arbeit. Das Problem liegt also nicht in der Zirkulation, sondern in der Produktion für den Tausch anstatt für die Bedüfnisbefriedigung(c).
(a) arbeiten nicht für ein Bedürfnis, sondern für die Erzeugung von Wert, aus dem dann der Gewinn (Mehrwert) zur erneuten Zirkulation erwächst
(b) Handel, Börse, Geldverwaltung, Bank
(c) Menschen sehen sich selbst nicht mehr als Produzentin dieser Gegenstände, sondern platzieren sich selbst im Warensystem als Verbraucherin z.B., deren Bedürfnisse per Tausch, also Kauf, befriedigt werden können.
--* Stage One: Verkürzte Kapitalismuskritik
"Das Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern nur die Finanzmärkte" -
Zinsen, Banken und Spekulation (das Abstrakte) machen aber ohne Warenproduktion und Arbeit (das Konkrete) gar keinen Sinn, sie sind historisch entstanden, um diese anzukurbeln.
(5) Weil das Ganze so abstrakt und unerklärlich ist, suchen sich die Leute dann Menschen, die für die ökonomischen Prozesse verantwortlich sein sollen - obwohl das ja (s.o.) alle Subjekte und die allgegenwärtige Struktur ist. Diese unheimliche Gruppe soll dann in einer Art Verschwörung eine Steuerungsfunktion ausüben. Grafisch wird das oft als Krake oder als Puppenspieler dargestellt. Die Privilegierten sind nun aber einfach nicht in der Position, das ganze System zu steuern: "Die Rockefellers und deren Kollegen profitieren mit Sicherheit vom Kapitalismus als soziales System, aber sie kontrollieren ihn nicht." (Block, F. 1977. Beyond corporate Liberalism. Social Problems vol. 24 No. 3).
Daß Kapitalismus nicht zu kontrollieren ist, sieht mensch z.B. an der die prekäre Lage der Weltwirtschaft, die derzeit von Krise zu Krise schlittert. Wenn "die Herrschenden" die Wirtschaft wirklich steuern könnten, wäre die ganze Geschichte sehr viel stabiler. Verschweigen wollen wir hier nicht, dass der Trugschluss von der Steuerbarkeit nicht nur von KritikerInnen, sondern auch von den "Global Leaders" selbst ausgeht - das WEF (World Economic Forum) meint z.B. die Geschichte der Welt hin zu einem Kapitalismus mit menschlichem Andlitz bewegen zu können - sagen sie zumindest.
--* Stage Two: Struktureller Antisemitismus
"Die Finanzmärlte werden von einer Clique "Global Leaders" gesteuert, um die Unterdrückten möglichst efektiv gegen deren Willen zu beherrschen." -
Wir sprechen von strukturellem Antisemitismus , wenn eine Personalisierung von kapitalistischer Herrschaft erfolgt. Er muss nichts mit Jüdinnen und Juden konkret zu tun haben.
(6) Was jetzt noch fehlt, ist die Zuordnung der Drahtzieher-Funktion an die Juden. Struktureller Antisemitimus ist so tendenziell mobilisierbar für konkreten Antisemitismus gegen Jüdinnen und Juden. Die Nazis (und auch so manche Anarchistinnen und Kommunistinnen) sprachen dann auch tatsächlich vom Gegensatz zwischen raffendem und schaffendem Kapital - vom "vagabundierenden jüdischen Finanzkapital" und der "ehrlichern deutschen Arbeit", die sich gegenüber stehen.
--* Stage Three: Antisemitismus
Dieses Resentiment hat seine historischen Wurzeln im 18./19. Jh. Zu dieser Zeit zerfiel das alte Feudalsystem und mit ihm die direkte Herrschaft der Feudalherren und -damen. Der Markt als abstrakte Ordnung hielt Einzug und mit ihm war es allen Menschen, qua Aufklärung, möglich, "seines/ihres eigenen Glückes Schmied zu werden". Da diese Art der Unterdrückung nicht mehr fassbar war, suchten sich die Menschen immer noch personale Herrschaft als Erklärungsmuster und fanden sie in den Jüdinnen und Juden, denen in der mittelalterliche Stadt selten mehr als die berufliche Laufbahn einer Händlerin/Händler offen stand. Als bürgerlich-kapitalistische Ideen diesen nun ihren nicht schönen, aber festen Platz im Mittelalter abspenstig machten, erklärten sich die anderen Menschen die Umbrüche des Kapitalismus mit "einem Einzug jüdischer Verhältnisse". Bekannte, volkstümliche Begriffe daher sind "Verjudung" für bestimte Prozesse der Verwertbarmachung. Heute sind noch alte Versatztücke dieser Erklärungen übrig, der Begriff "Jude, Jüdin" fällt aber nach der Shoah nur noch selten.
--* Praxis braucht Theorie
¦Werke des Marxismus-Leninismus
¦--*
http://www.mlwerke.de/
¦Gruppe Krisis
¦--*
http://www.krisis.org
¦Initiative Sozialistisches Forum
¦--*
http://www.isf-freiburg.org/
¦Zeitung karoshi
¦--*
http://www.realkaroshi.org/
¦Wildcat-Zirkular
¦--*
http://www.wildcat-www.de/
--* Theorie braucht Praxis
¦contact your local infoladen
¦--*
http://www.infoladen.net
¦für eine linke strömung (FELS)
¦--*
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/fels/
¦portal lokaler gruppen
¦--*
http://www.left-action.de/
¦organize yourself
¦--* ...wo auch immer...
www.opentheory.org/krakenkritik
krakenkritik@yahoo.de
Deshalb fahren wir mit einem Faltblatt nach München. Der Text folgt unten und das ganze Blättchen gibts bei www.infoladen.de/sabotnik.
Nato-Sicherheitskonferenz?
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Symbolischer Ausdruck dieser Analyse ist die Krake, ein oft gesehener Gast auf Transparenten.
Mit dieser vereinfachenden Sicht der Dinge wird Kapitalismus als Instrument der Herrschenden gesehen, die als eindeutig bestimmbarer Block mit homogener Interessenlage die anderen Menschen mit unsichtbaren Fäden in der Hand halten.
Diese Analyse ist nicht nur verkürzt, sie führt auch zu gefährlichen Forderungen.
ATTAC z.B. zieht daraus, dass wir nur den unbegreiflichen Krakenarmen der Finanzspekulation nationalstaatliche Kontrolle entgegen setzen müssen.
Andere meinen, es würde reichen, die Leute an der Spitze durch andere zu ersetzen. Nicht selten ist die verkürzte Sicht mit einem strukturellen Antisemitismus verbunden.
Die Kraken Liberation Front stellt im Folgenden eine Argumentation zur Emanzipation der Kraken vor.
--* Warum ist die Krake keine Kapitalismuskritik?
(1) Kapitalismus ist eine gesellschaftliche Totalität, eine weltweite Ordnung. Das heißt, er durchzieht alle Lebensbereiche - die In-Wert-Setzende Ideologie ist in jeder Person, die dieser Gesellschaft lebt. Wann immer wir meinen, uns durch einen Wohnungswechsel "verbessert" zu haben, wenn wir unseren Selbstwert durch coole Klamotten oder Sport steigern, uns selbst mit anderen Menschen vergleichen, um dann eifersüchtig zu werden oder etwas geben, mit dem Gedanken, dafür etwas zu bekommen beziehen wir aus auf den Wert als Maß aller Dinge.
--* Der Wert: Maß aller Dinge
(2) Kapitalistische Herrschaft wird nicht darüber vermittelt, dass "die Herrschenden" (Bush, Schröder, etc.) selbst unterdrücken würden. Die Unterdrückung geschieht viel mehr vermittelt durch die Masse der Leute, die einverstanden sind oder einfach so mitmachen - Lehrer, Sozialarbeiterinnen, Polizistinnen, Eltern - alle. "Stets trägt die Unterdrückung der Gesellschaft [durch die herrschenden] zugleich die Züge der Unterdrückung durch ein Kollektiv" (Horkheimer/Adorno; Dialektik der Aufklärung)
--* Die Unterdrückung: Kollektiv vermittelt
(3) Im Kapitalismus wird den Subjekten das "pusuit of happyness" (Streben nach Glück) erlaubt. Durch die Struktur bedingt, gelingt es aber nur wenigen, wirklich happy - sprich reich und glücklich - zu werden. Zudem ist mit der "Erlaubnis", nach eigenem Willen nach der Erfüllung zu streben der Zwang verbunden, die eigene Arbeitskraft zu Markte zu tragen.
--* Initializing: Kapitalismus und bürgerlicher Staat
(4) Weil dem oder der Einzelnen im Kapitalismus nicht bewusst ist, wie die Herrschaft sich vermittelt, suchen sie eine Erklärung für ihre beschissene Lage.
Darauf, dass das Prinzip der abstrakten Arbeit(a) als grundsätzliches Merkmal des Kapitalismus schuld ist, kommen sie nicht - in diesem Falle wären sie ja selbst schuld. Also verorten sie die Misere nicht in der kapitalistischen Produktion, der Warenproduktion, sondern in der Zirkulationssphäre(b), wo abstrakte Werte hin und her wandern. Marxistsich gedacht sind die Werte jedoch nichts anderes als die Ableitung von vergegenständlichter Arbeit. Das Problem liegt also nicht in der Zirkulation, sondern in der Produktion für den Tausch anstatt für die Bedüfnisbefriedigung(c).
(a) arbeiten nicht für ein Bedürfnis, sondern für die Erzeugung von Wert, aus dem dann der Gewinn (Mehrwert) zur erneuten Zirkulation erwächst
(b) Handel, Börse, Geldverwaltung, Bank
(c) Menschen sehen sich selbst nicht mehr als Produzentin dieser Gegenstände, sondern platzieren sich selbst im Warensystem als Verbraucherin z.B., deren Bedürfnisse per Tausch, also Kauf, befriedigt werden können.
--* Stage One: Verkürzte Kapitalismuskritik
"Das Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern nur die Finanzmärkte" -
Zinsen, Banken und Spekulation (das Abstrakte) machen aber ohne Warenproduktion und Arbeit (das Konkrete) gar keinen Sinn, sie sind historisch entstanden, um diese anzukurbeln.
(5) Weil das Ganze so abstrakt und unerklärlich ist, suchen sich die Leute dann Menschen, die für die ökonomischen Prozesse verantwortlich sein sollen - obwohl das ja (s.o.) alle Subjekte und die allgegenwärtige Struktur ist. Diese unheimliche Gruppe soll dann in einer Art Verschwörung eine Steuerungsfunktion ausüben. Grafisch wird das oft als Krake oder als Puppenspieler dargestellt. Die Privilegierten sind nun aber einfach nicht in der Position, das ganze System zu steuern: "Die Rockefellers und deren Kollegen profitieren mit Sicherheit vom Kapitalismus als soziales System, aber sie kontrollieren ihn nicht." (Block, F. 1977. Beyond corporate Liberalism. Social Problems vol. 24 No. 3).
Daß Kapitalismus nicht zu kontrollieren ist, sieht mensch z.B. an der die prekäre Lage der Weltwirtschaft, die derzeit von Krise zu Krise schlittert. Wenn "die Herrschenden" die Wirtschaft wirklich steuern könnten, wäre die ganze Geschichte sehr viel stabiler. Verschweigen wollen wir hier nicht, dass der Trugschluss von der Steuerbarkeit nicht nur von KritikerInnen, sondern auch von den "Global Leaders" selbst ausgeht - das WEF (World Economic Forum) meint z.B. die Geschichte der Welt hin zu einem Kapitalismus mit menschlichem Andlitz bewegen zu können - sagen sie zumindest.
--* Stage Two: Struktureller Antisemitismus
"Die Finanzmärlte werden von einer Clique "Global Leaders" gesteuert, um die Unterdrückten möglichst efektiv gegen deren Willen zu beherrschen." -
Wir sprechen von strukturellem Antisemitismus , wenn eine Personalisierung von kapitalistischer Herrschaft erfolgt. Er muss nichts mit Jüdinnen und Juden konkret zu tun haben.
(6) Was jetzt noch fehlt, ist die Zuordnung der Drahtzieher-Funktion an die Juden. Struktureller Antisemitimus ist so tendenziell mobilisierbar für konkreten Antisemitismus gegen Jüdinnen und Juden. Die Nazis (und auch so manche Anarchistinnen und Kommunistinnen) sprachen dann auch tatsächlich vom Gegensatz zwischen raffendem und schaffendem Kapital - vom "vagabundierenden jüdischen Finanzkapital" und der "ehrlichern deutschen Arbeit", die sich gegenüber stehen.
--* Stage Three: Antisemitismus
Dieses Resentiment hat seine historischen Wurzeln im 18./19. Jh. Zu dieser Zeit zerfiel das alte Feudalsystem und mit ihm die direkte Herrschaft der Feudalherren und -damen. Der Markt als abstrakte Ordnung hielt Einzug und mit ihm war es allen Menschen, qua Aufklärung, möglich, "seines/ihres eigenen Glückes Schmied zu werden". Da diese Art der Unterdrückung nicht mehr fassbar war, suchten sich die Menschen immer noch personale Herrschaft als Erklärungsmuster und fanden sie in den Jüdinnen und Juden, denen in der mittelalterliche Stadt selten mehr als die berufliche Laufbahn einer Händlerin/Händler offen stand. Als bürgerlich-kapitalistische Ideen diesen nun ihren nicht schönen, aber festen Platz im Mittelalter abspenstig machten, erklärten sich die anderen Menschen die Umbrüche des Kapitalismus mit "einem Einzug jüdischer Verhältnisse". Bekannte, volkstümliche Begriffe daher sind "Verjudung" für bestimte Prozesse der Verwertbarmachung. Heute sind noch alte Versatztücke dieser Erklärungen übrig, der Begriff "Jude, Jüdin" fällt aber nach der Shoah nur noch selten.
--* Praxis braucht Theorie
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Wir kommen der Sache Näher!
Ich könnte ja Löschen schreiben!
Und Greenspan leitet eine Krabbelgruppe!
Das Kapital verhöhnt seine Zahllosen Opfer!
Ich weiß nicht
was ist die aussage des textes?
Probleme mit eurer Mitschuld?
Wo kommt das her?
Dieser Beitrag ist ein Verbrechen
für nichts!
Es gibt Nix zu spalten!
Mit solchen Leuten wie den Verfassern oben
Von dem Schwachfug da oben!
Genau der Richtige Stoff für mich!
@Nina
Also ich war mal in Rotterdam
sehr guter text
@ pele wie sieht denn deine Befreiung aus?
mehr?
"Die Finanzmärkte werden von einer Clique "Global Leaders" gesteuert, um die Unterdrückten möglichst efektiv gegen deren Willen zu beherrschen." -
Wir sprechen von strukturellem Antisemitismus , wenn eine Personalisierung von kapitalistischer Herrschaft erfolgt. Er muss nichts mit Jüdinnen und Juden konkret zu tun haben.
auch wenn eine personalisierende kapitalismuskritik nicht richtig, weil verkürzt, ist, warum wird dann direkt von strukturellem antisemitismus gesprochen, auch wenn die kritik "nichts mit jüdinnen und juden konkret zu tun" hat? dass eine solche kritik offen ist, für antisemitismus ist doch ein anderer film, oder?
kann das vielleicht jemand erläutern?
Die Unterdrückung der Massen
Guter Anfang
Nur ein paar Korrekturen: In der Zirkulationssphäre wandern nicht "abstrakte Werte", sondern Tauschwerte hin- und her. Der Wert, als solcher eine Abstraktion, muß sich nach Marx in einem Gebrauchswert "verkörpern". Er hat in den Gebrauchswerten sein "Dasein" und "erscheint" nur als Tauschwert - als Austauschverhältnis zwischen zwei Waren. Er erhält seine selbständige Gestalt im Geld. Damit sich der Wert in der Zirkulationssphäre erhält, müssen Waren und Geld ständig die BesitzerInnen wechseln. Euer Begriff von der Entstehung des Mehrwerts scheint mir etwas verkürzt, was sich auch darin äußert, daß ihr nicht zwischen Mehrwehrt und Gewinn (=Profit) unterscheidet. Die wertproduzierende Arbeit ist nach Marx nicht konkrete, sondern abstrakte Arbeit. Die Arbeit als solche ist überhaupt nicht "konkret".
PS.: Die ganzen dumpfbackigen Kommentare zeigen, wie nötig es ist, die Auseinandersetzung darüber zu beginnen.
@ prinzessin Mach doch einen Beitrag daraus!
@leseratte
Noch was
Ich konnte in meiner ersten Mail nur andeuten, was ich meinte, weil ich aus dem Computerraum geschmissen wurde. Vielleicht schreibe ich wirklich mal einen längeren Text. Allen, nicht nur den AutorInnen, empfehle ich das Buch "Das Kapital", auch über S. 98 hinaus.
Nicht aufgeben!
@ prinzessin
Also die Theorie das die Unterdrückten Massen
Also die Theorie das die Unterdrückten Massen
@oyonnax
@Hop Thing
@Hop Thing
@ prinzessin Ich will Keinen umbringen!
@ prinzessin Ich will Keinen umbringen!
grunz
@Nina
Horkheimer, Max/Adorno, Theodor: Elemente des Antisemitismus, in: Dies: Dialektik der Aufklärung
Marx, Karl: Das Kapital, Bd. 1-3
Postone, Moishe: Antisemitismus und Nationalsozialismus, in: Dan Diner: Denken nach Auschwitz, Frankfurt (Suhrkamp)
@ prinzessin
Lesen statt einfach hirnlos drauflostippen
@ prinzessin Da du ja so Schlau bist!
nina abschalten.
kapitalismus, antisemitismus und nina abschalten!
OOch mach dir Nix daraus!
@problemkind
@nichtmehraushaltender müllmensch
@ prinzessin Jeder schafft was ab!
"Ökogesellschaft mit Warentausch
Ware, Geld und Wertspeicher gehören abgeschafft! Für eine Weltgesellschaft, die das individuelle Glück aller ermöglicht! Glitzernde Paläste für alle! Nie wieder Zwangsgemeinschaften! Nieder mit dem Ökofaschismus!
@ prinzessin Da sind wir ja einer Meinung!
Nichts hast Du begriffen, Nina!
hä?
abschaffung von geld - darauf läuft die 500 euro-grenze hinaus - ist utopisch, solange nicht genug ressourcen für jeden vorhanden sind.
aber ich sehe nicht, wo hier genug geld für luxuspaläste für alle rumfliegt; genug geld für dauerhafte jedenfalls. strohfeuer kann jeder machen, mach mal nen vorschlag für was dauerhaftes.