Spazierend in den Stoiber-Faschismus

anonym 05.02.2002 01:48 Themen: Repression
500 Meter die unser Leben verändern sollten, - oder wie die Münchner Polizei ihr Legitimationsproblem strategisch angeht:
Münchner Polizei bildet Terroristen aus! - Umerziehungslager für Spaziergänger.
Mehr Gewalt auf der Straße wünschen sie sich, die Strategen des Polizeistaates, denn mehr Gewalt heißt auch gleichzeitig mehr Geld und mehr gesellschaftlichen Einfluß der polizeilichen Repression.

Wenn sie also einige ganz unbescholtene BürgerInnen ganz fiess behandelt, so hofft offenbar die Münchner Polizei, werden diese ihre Rache auf die Straße tragen.
Neben zahlreichen Fest- und Ingewahrsanahmen während der verbotenen Demo, wurden darum am Samstag gegen 10:30 Uhr 30 Personen in der Münchner Innenstadt durch Greiftrupps wahllos vom Bürgersteig weggehaftet.
Als Begründung genügte die Annahme der Bullen, die Leute wären auf dem Weg zu einer verbotenen Versammlung.
So fand sich denn neben gestylten kids, die das Gewahrsam voll cool fanden, z.B. auch ein Jugendlicher, der gerade auf dem Weg zum Bewerbungsgespräch war.

Allen gemeinsam war, daß ihnen keine Gesetzesverstöße angelastet wurden, niemand von ihnen wurde angezeigt, keiner wegen Ordnungswidrigkeiten belangt.

Wir waren gerade 500 Meter aus der U-Bahn Station raus, als die Bullen uns mitnahmen.

Die meisten Leute wurden zunächst bis ca. 20 Uhr in der Gefangenensammelstelle festgesetzt, Telefonate mit Ermittlungsausschuß oder Anwalt wurden nur zweien zugestanden.
Die Lederhosen, die in diesem Fall grüne Strampelanzüge mit sexy kugelsicheren Westen darübergestülpt trugen, und deren (Hoch-)deutschkenntnisse ungefähr auf dem Niveau eines, sagen wir Kurden, der gerade seit 2 Wochen im Flughafenasyl in Frankfurt ausharrt, waren fanden das auch ganz klasse, wie cool sie die Schwerverbrecher hinter Gitter gebracht hatten.
Die Ankündigung, bis Sonntag 21 Uhr gefangen gehalten zu werden, hielten wir denn auch für reine Zermürbungstaktik. Telefonieren durften wir auch nicht. Haftrichter? Gibt's des in Boian? "Do hom's sich's des folsche Wochend usgschot, füa ihre Münschnfoat, des homs nu d'foa."

Da sich niemand einer Schuld bewusst war, gingen alle davon aus, daß wir nun frei gelassen würden, als um 16 Uhr die ersten um um 20 Uhr dann weitere Leute rausgeholt wurden.
Nichts ahnend, daß das Umerziehungsprogramm zu Terroristen, die wir werden sollten, jetzt erst anfing.
Wir fanden uns in einer 1A 3D-Visualisierung mit hoher Betonmauer, Wachturm und Doppelschleuse wieder, bevor wir ausstiegen und an eiem Trupp gelangweilter, feist grinsender Schweinebacken vorbei in einen gefließten Raum gezwungen wurden und unter Gealtandrohung genötigt wurden, uns "nagischt zu moachn".

Irgendwann riß dann der Film, und die 3D-Visualisierung war zu Ende und wir gelangten in einer Zelle zu Bewußtsein, jeder in seiner eigenen, und wir mußten feststellen, daß sich das alles ziemlich faschistisch anfühlte.
Knast für spazierengehen - Heil Stoiber!

Die Vereinzelungstacktik ging aber nicht auf, denn einer von uns hatte die gloreiche Idee, aus dem Fenster, wo Mensch noch nichtmal den Kopf rausstecken konnte, wegen der engen Gitterstäbe, die Internationale zu Pfeifen.
Wie ein Lauffeuer grassierte dann das Pfeifkonzert, wohl ein seltenes Ereignis für einen Knast an dessen Zellenwänden vornehmlich Nazisprüche standen.
Dadurch stellten wir aber auch fest, dass die meissten in einem Zellentrakt lagen.

Am Sonntag haben wir dann das Konzert auf den Flur verlegt, als die Klappen in den Zellentüren zur Fütterung der Insassen um 10:30 zum Mittagessen! ("Frühstück gibt's hier nicht") geöffnet wurden und alle ihre Köpfe raussteckten. Ein Ösi konnte zum Glück den Text der Internationale, alle anderen haben den Rafrain mitgesungen, der ziemlich laut durch die kahlen Zellenflure hallte.
Leider durften wir dann nicht bis 21 Uhr bleiben, sondern wurden schon um 12, 10 Minuten nachdem endlich Zahnputzzeug und Seife ausgeteilt wurden, vor die Tür gesetzt.

Ob Stoibers Konzept aufgeht, und ich jetzt Autonomer werde weiß ich noch nicht.
Die Werbetafel, die ich einschmeißen wollte, hat nur einen Kratzer abbekommen.

Aber vorgehen werden wir gegen diese staatliche Freiheitsberaubung, Nötigung, Amtsmißbrauch.
Und wenn das nicht hilft, klappt's vielleicht doch mit dem autonom sein.

PS:
der Typ mit dem Hut, der als erster in der Zelle saß, war ein Zivi, wetten?!
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Ergänzungen

Ich verstehe deinen Ärger, aber du

unterschätzt den Faschismus 05.02.2002 - 14:01

wahlkampfplakate

mein name 05.02.2002 - 14:05
wie sagt halt schon eines der netten CSU-wahlkampfplakate

mehr sicherheit gibt es nur mit uns - CSU

ja gebt uns mehr wir können nicht genug kriegen!!!!

Armer Kerl

Roko 05.02.2002 - 14:37
Du rassistischer Volltrottel, was hast Du
gegen den bayrischen Dialekt.

STOIBER - FOR A SUCCESSFULL GERMAN ECONOMY.

Nicht aufregen,Kleiner:))

Dein ROKO

Ich find immer mehr...

Me 05.02.2002 - 15:12
daß mal ein Rader zusammengestellt werden müsste. Gibt echt unglaublich viele Beichte hier.

ähh reader

05.02.2002 - 15:16

Da hasch recht

ich 05.02.2002 - 15:24
du hast ja so recht da kann man nur ein linker terrorist werden ich hoffe ich lese bald mehr von euch in den zeitungen

bleib ma cool

B:B 05.02.2002 - 19:12
also ich hoffe das is nicht dein gedächnisprotokoll...