Berlin Walpurgisnacht
Ein paar Eindrücke von der Nacht zum 1.Mai aus Berlin: Kreuzberg, Friedrichshain, Prenzlauer Berg. Nichts gegen Randale - aber bitte mit Köpfchen! Also: nicht besoffen, nicht ungezielt, nicht während der Demo (18 Uhr Rosa-Luxemburg-Platz) ...!
bis 22 Uhr, dann begannen paar Leute den Plus-Supermarkt an der Ecke zu öffnen - der wurde schon öfters zu öffnen versucht, wenn am Oranienplatz abends ein Fest war. Da der Laden aber an dem Abend bis 19 Uhr geöffnet hatte und die Leute in der Schlußphase bereits "legal geplündert" hatten, sprich das Zeug ohne zu bezahlen rausgetragen hatten, ohne daß jemand sie hindern konnte, war die nächtliche Beute spärlich. Die Bullen beschränkten sich zuerst darauf, mit einem kleinen Trupp reinzustürmen und den Laden zu "sichern". Später kamen größere Einheiten von Norden und Süden auf den Platz und trieben die Leute dann in Richtung Heinrichplatz weg. Es gab vereinzelte kleine Versuche des Barrikadenbaus, wobei hier der polizeiliche Ausdruck "Hindernisse auf der Fahrbahn" zutreffenden ist. Die Bullen waren schnell massiv vor Ort und erstickten den Krawall relativ rasch.
Das lag auch daran, daß viele Leute nach dem Konzert keine Lust auf Randale hatten und nach Hause gingen oder einfach nur neugierig im Oranien-Kiez blieben, bis sie von den Bullen weggeschoben wurden. Der Alkoholpegel auf dem Oranienplatz war abends enorm. Alles war total konzentriert auf die Oranienstr. und ein bißchen ein, zwei Querstraßen - schon die nächste Parallelstr. war total ruhig und fast menschenleer. Ob die Plünderung organisiert vorbereitet war, weiß ich natürlich nicht; aktiv beteiligt an dem einstündigen Ringelpietz waren aber jedenfalls nicht allzuviele Menschen.
Friedrichshain: Da habe ich wenig gesehen. Der Boxhagener Platz war weiträumig umstellt von Bullen, die Sichtkontrollen machten und bei Gelegenheit nervten und mehr oder weniger alles im griff hatten. Vielleicht flogen mal ein paar Steinchen in einer dunklen Ecke. Die Warschauer Str. war ein großer langer Parkplatz für Wannen, Wasserwerfer und Panzerwagen. Auf dem Boxi waren einige hundert(?) Leute und machten es sich so gemütlich wie möglich.
Prenzlauer Berg: Mauerpark rappelvoll mit Menschen. Gegen Mitternacht wurde auf der Eberswalder Str. ein riesiges Feuer gemacht. Auch die Eberswalder und Oderberger Str. waren voll mit Menschen. Die Feuerwehr kam nicht an das Feuer ran, wo die Flammen meterhoch schlugen - sah echt toll aus. Weniger toll die Stimmung, wie ich sie teilweise mitbekommen habe: noch viel mehr Alk als am Oranienplatz, eine Mischung aus Freaks, Jungschen aus der Gegend, auch etliche Hool-Fressen waren da, die Leute dumm anmachten. Teilweise aggressive Stimmung untereinander, paar halbe oder auch ganze Schlägereien. Dann kamen die Bullen, um das Feuer zu löschen, mit zwei Wasserwerfern und ziemlich viel Fußsoldaten. Riesige Panik, Gerenne. Die Cops wurden aus dem Mauerpark heftig eingedeckt mit Steinen, Flaschen und Feuerwerk, brauchten ne halbe Stunde, um die Eberswalder unter Kontrolle zu kriegen und eine Stunde oder so, bis sie sich in den Mauerpark reintrauten. Bei dieser ganzen Räumungsaktion gab es dann auch die schwerverletzte Frau.
Auch hier wieder große Bullenarmada, diesmal war die Danziger zugeparkt. Mächtig im Einsatz die Bullen aus Mecklenburg-Vorpommern (Kennzeichen "SN"), die vorher schon in Kreuzberg dabei waren.
Das lag auch daran, daß viele Leute nach dem Konzert keine Lust auf Randale hatten und nach Hause gingen oder einfach nur neugierig im Oranien-Kiez blieben, bis sie von den Bullen weggeschoben wurden. Der Alkoholpegel auf dem Oranienplatz war abends enorm. Alles war total konzentriert auf die Oranienstr. und ein bißchen ein, zwei Querstraßen - schon die nächste Parallelstr. war total ruhig und fast menschenleer. Ob die Plünderung organisiert vorbereitet war, weiß ich natürlich nicht; aktiv beteiligt an dem einstündigen Ringelpietz waren aber jedenfalls nicht allzuviele Menschen.
Friedrichshain: Da habe ich wenig gesehen. Der Boxhagener Platz war weiträumig umstellt von Bullen, die Sichtkontrollen machten und bei Gelegenheit nervten und mehr oder weniger alles im griff hatten. Vielleicht flogen mal ein paar Steinchen in einer dunklen Ecke. Die Warschauer Str. war ein großer langer Parkplatz für Wannen, Wasserwerfer und Panzerwagen. Auf dem Boxi waren einige hundert(?) Leute und machten es sich so gemütlich wie möglich.
Prenzlauer Berg: Mauerpark rappelvoll mit Menschen. Gegen Mitternacht wurde auf der Eberswalder Str. ein riesiges Feuer gemacht. Auch die Eberswalder und Oderberger Str. waren voll mit Menschen. Die Feuerwehr kam nicht an das Feuer ran, wo die Flammen meterhoch schlugen - sah echt toll aus. Weniger toll die Stimmung, wie ich sie teilweise mitbekommen habe: noch viel mehr Alk als am Oranienplatz, eine Mischung aus Freaks, Jungschen aus der Gegend, auch etliche Hool-Fressen waren da, die Leute dumm anmachten. Teilweise aggressive Stimmung untereinander, paar halbe oder auch ganze Schlägereien. Dann kamen die Bullen, um das Feuer zu löschen, mit zwei Wasserwerfern und ziemlich viel Fußsoldaten. Riesige Panik, Gerenne. Die Cops wurden aus dem Mauerpark heftig eingedeckt mit Steinen, Flaschen und Feuerwerk, brauchten ne halbe Stunde, um die Eberswalder unter Kontrolle zu kriegen und eine Stunde oder so, bis sie sich in den Mauerpark reintrauten. Bei dieser ganzen Räumungsaktion gab es dann auch die schwerverletzte Frau.
Auch hier wieder große Bullenarmada, diesmal war die Danziger zugeparkt. Mächtig im Einsatz die Bullen aus Mecklenburg-Vorpommern (Kennzeichen "SN"), die vorher schon in Kreuzberg dabei waren.
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Ergänzungen
was ist mit
punks
also doch ein weiterer vorgeschmack auf die Stoiber-Chaos-Tage Anfang August in München
wäre aber auf jedenfall ne coole aktion so kurz vor der wahl dem E.Stoiber noch mal zu den CHAOS-TAGEN zu zeigen, dass man mit ihm auf keine fall usw. die nächsten jahre usw.
also denne - www.chaostage.de - www.chaostage2002.de ... usw.
Und Wetten: München platzt vom 02.-04.08 aus allen Nähten
Travelplatz
@punks
na eine bessere unterstützung kann sich stoiber ja kaum wünschen.
geht alle nach münchen und macht wahlkampf für stoiber.
er wird wieder alle versammlungsrechte außer kraft setzen und nix wird passieren
und alle jubeln für stoibers sicherheitskonzept.
Primitiv!
@bayern
ich halte die CT in München auf jeden fall für eine interessante sache, die unter umständen sogar ganz witzig werden könnte
die schwerverletzte Frau
ich habe gesehen, wie die Frau auf einer Trage aus der "Cantina" am O - Platz weggetragen wurde. Ich konnte keine Kopfverletzungen sehen (auch kein Blut) usw.
Nun las ich im Spiegel online, dass die Frau schwere Kopfverletzungen (durch Flasche) habe und reaninmiert (!!)werden musste.
Weiss jemand mehr ?
Und in diesem Zusammenhang mal eine Bitte:
wenn ihr schmeisst, achtet doch da rauf, keine eigenen Leutz zu treffen. Ein Bulle ist ja am Kopp geschützt, aber wir wohl eher nicht....
informationslücke
ah so
noch was
"Er warf Demonstranten menschenverachtendes Verhalten vor, weil Rettungskräfte beim Versuch, Verletzte zu bergen, mit Steinen und Flaschen beworfen worden seien." Wohlstand-Kiddies lassen grüssen!
Kollateralschaden
traum
die polizei mußte sich in ihren kasernen verschanzen, neonazis sind aus der stadt gejagt worden und hatten nicht den hauch einer chance, sich zu versammeln, jüdische und palestinensische demonstrantInnen demonstrierten gemeinsam für das ende des krieges und ein sozialistische, gleichberechtigtes zusammenleben, der rot-rote senat trat zurück...überall wehen schwarz-rote-fahnen...
...ne ? okay, mensch darf doch noch träumen..
für einen politischen ersten mai - das wäre zu wünschen...
radikale subversive aneignung mit vermittelbarkeit und der intention einer zu schaffenden bewegung statt kinderrandale im vorhersehbaren rahmen...
mauerpark
Ich habe wirklich wenig Lust für solche Idioten die andere derartig verletzen meine Kraft einzusetzen!
FaschistInnen Raus!
Heuchelei.
"Traum"tänzer
Ich finde es arm.
O`platz und Mauerpark
Erstes Highlight O`platz: Musikspektakel mit Unmengen besoffener Studenten sowie hochgestylter Punks (jaja, ohne meine Schubladen komm ich nicht klar und so..), die sich ihr Dosenbier en masse im Plus kauften, den sie dann ein paar Stunden später in einem Anfall von revolutionärem Aktivismus "plattmachten".. - wow, schwer beeindruckt.
Zweites Highlight Mauerpark: mit Freunden nett rumgehangen, bis Bullen irgendwann nach dem Feuer auf der Straße in den Park gestürmt kamen und von Hobbyautonomen spontan mit Bierflaschen beworfen wurden. Scheinbar waren da aber einige wirklich nicht (mehr?) so besonders treffsicher .. hätte auch zweimal fast eine abbekommen. Jo, und dann gab`s Tränengas.. voll cool.
Klasse, weiter so.. !
Mutwillige sinnlose Zerstörung
Tränengas gegen Unbeteiligte - AHA
Glückwunsch an die verantwortlichen Polizeikräfte für dieses Paradebeispiel von "Deeskalation"...
berlin. mensch vs. staatsapparat
Ist die schwerverletzte Frau wirklich von einer Flasche getroffen worden? Oder war es ein geschwungener Gummiknüppel und die Flasche wird als Indiz der Bösartigkeit der Linken benutzt? Wer weiss es. Jede Seite benutzt doch das gesprochene und das geschrieben Wort zur Wahrheitsverbiegung.
Supermarktplündern, Flaschenwerfen, Verletzte, Feuer am Mauerpark auf der einen Seite - 'De-Eskalation', gepanzerte Fahrzeuge, Kontrollen und Hochhalten der 'inneren' Sicherheit auf der anderen Seite.
***
Seit Tagen fahren Kolonnen von ortsfremder Polizei in die Stadt, überall stehen Kontaktpolizisten herum, gepanzerte Fahrzeuge gehören zum normalen Strassenverkehrsbild. Das nenne ich nicht de-eskalierend sondern eher anheizend und provokativ. Die Stadt wird seit Tagen Tag und Nacht von kreisenden Polizei-Hubschraubern überflogen. Auch das trägt zur Stimmung bei.
Und diese Stimmung wird durch konforme Medienberichte, die 'den linken schwarz angezogenen Demonstranten' als Feindbild erscheinen lassen, in der 'normalen' Bevölkerung noch kräftig geschürt.
Es waren gestern Nacht massive Polizeikräfte in der Eberswalderstrasse und in der Schwedter Strasse - ein Bekannter rief mich gegen 01:00 Uhr an und meinte er wäre am Mauerpark, Nähe Feuer und es gäbe kein Durchkommen durch den geschlossenen Polizeiriegel. Wir saßen vor einem Haus in der Kopenhagener, quasi andere Seite des Mauerparks - 300m Luftlinie, und konnten die Massen wie aus einem entfernten Fußballstadion recht laut und in Wellen hören.
Die Eberswalder sei weiss von Helmen. Die Schwedter sei voll von Polizeifahrzeugen und ebenso wie auch die Oderberger und die Eberswalder komplett gesperrt. Die Stimmung sei extrem 'angeheizt' durch Alkohol und einem Kessel ähnlich. Die Feuerwehr kam von der Oderberger her nicht durch, daher wurden zwei Wasserwerfer durch die Menge geleitet um das Feuer zu löschen, was auch nicht gerade zur De-Eskalation beitrug; man hätte das Feuer auch brennen lassen können, sind eh keine Häuser direkt betroffen gewesen, die Strasse war gesperrt und Autos parkten dort auch keine.
45 Minuten später rief er nochmals an, sie seien durch Vorzeigen ihrer Presseausweise durch die Reihen der Polizei geschleusst worden, andere wären allerdings nicht durchgekommen und die ersten Flaschen würden durch die Gegend gekickt. Allgemein schien die Stimmung zu dem Zeitpunkt zu kippen, bedingt auch durch die relativ grosse Anzahl alkoholisierter Herumsteher, die scheinbar Spass hatten. Und das waren nicht nur Punks und Schwarzträger. Sondern vermehrt auch der klassische deutsche Jung-Bürger, mit Mädel an der Seite und sich stark im Kreise seiner Saufkumpane fühlend. Die Umstehenden wurden quasi in den Mauerpark gedrängt, dann kam Tränengas und Steine/Flaschen.
In welcher Reihenfolge? Keine Ahnung, wahrscheinlich zeigen beide Seiten aufeinander und brüllen: Sie war's.
Was lernen wir daraus? Wahrscheinlich nichts, denn auf die Forderungen der Demonstranten heute wird sowieso nicht eingegangen, hören will den ganzen Mist eh keiner mehr denn die Masse erwartet Steine, Flaschen und Wasserwerfer - Reality-TV ohne TV eben. Und die Linke wird immer der Übeltäter sein und für alles verantwortlich gemacht werden, was am/vor dem 01.05. passiert. Klassisch selbst ins Abseits gestellt. Schade eigentlich.
Noch seltsamer die Tatsache, daß die Medien Berlins heute morgen mit keinem Ton auf die Krawalle eingegangen sind. Es wurde lediglich die Supermarkt-Plünderung erwähnt sowie die schwerverletzte Frau. Informationsstop als deeskalierendes Mittel?
cool!
" unababhängige medien" ?
Hool-Veranstaltung
Walpurgisnachterlebnis
O-Platz-Konzert war ganz nett, übelst viele Leute und allgemeine Treff-Musik-hör-Laune. Als das ganze dann vorbei war, schlug die Laune schnell in Richtung Streß um, Plus wurde wieder geöffnet, da sind wir dann lieber wieder los. Warum sich für den Spaß von Erlebnis-Kiddis schon rumhetzen lassen?
Am Mauerpark wars dann total schön. Tausende Leute im Park, mehrere kleine und riesige Lagerfeuer, Trommeln, Feuerkünstler, viele Leute auf dem Hang verteilt. Gute Laune, Quatschen, Spaßen, Schwofen. Zehntausend Leute können das so zwischen 11 und 12 schon gewesen sein.
Nach 12 dann wurde auf der Straße ein Feuerchen entzündet, recht praktisch, da es im Park voll war und die Nachtkühle hereinbrach. Verkehr war keiner mehr da, wahrscheinlich leiteten die Bullen weiter weg schon um.
Während ich einige nette Erlebnisse hatte - ein paar Leute trugen zum Beispiel ein Auto, das nah am Feuer stand, weg, damit es keine Schäden nimmt - gabs auch Prollo-Scheiße. Ein paar Idioten stürzten sich auf die Vorräte eines Bierverkäufers, als der ein paar Dosen verlor, und beschmissen dann noch sein Auto mit den vollen Büchsen. Was für Helden.
Irgendwann riegelten die Bullen zwei Straßen ab und kamen von der dritten mit zwei Wasserwerfern, da sind wir so langsam los, weil wir noch zu Hause in der Provinz den 1. Mai retten wollten. Das beiseite gestellte Auto habe ich dann heute leider in den Nachrichten demoliert gesehen :-(
War eigentlich ein echt netter Abend. Bis auf die unvermeidlichen Prolls war es, wie ich es erlebt habe, immer friedlich, bis die Bullen aufgetaucht sind.
FaschistInnen Raus (Teil 2)
Der Sprung von links nach rechts scheint nicht so weit in Deutschland. Mahler der Einzelfall?
Denkt darueber nach. Peace.
sehr sittlich
Nach dem Bild zu urteilen, was sich uns auf der Warschauer Straße bietete, hatte ich eigentlich schon mit größeren Auseinandersetzungen gerechnet. Naja und die Bullensperren schienen dass ja auch zu bestätigen. Allerdings waren die Herren in Grün (Frauen waren irgendwie nicht mit bei) nicht gerade auskunftswillig und meinten nur das sie da jetzt lieber nicht hingehen wöllten. Es gehe nämlich "recht unsittlich" zu. Zum Glück hat sich dann noch ein offener Hinterhof gefunden so dass wir auch noch zu der 'Orgie' vordringen konnten, die sich dann aber als ein ziemlich schönes kleines Walpurgisnacht-fest -noch mal einen Applaus an die TrommlerInnen!- entpuppte. So ernst war es den Bullen dann wohl auch nicht mit der Absperrung, da sie jeden "Durchbruchsversuch" umstanslos tolerierten und von östlicher Seite soger Straßen ganz zugänglich waren.
frauen erobern sich überall die nacht zurück
1. Mai Berlin Medien Nazis etc ein kleiner Üb