1.mai in berlin

sven glückspilz 02.05.2002 04:49 Themen: Soziale Kämpfe
ein paar eindrücke vom 1.mai in berlin. vieles war gut, vieles verlief besser als erwartet, aber natürlich nicht alles.
wer die indymedia-postings liest, muß ja glauben, berlin sei am 1.mai das reine sodom und gomorrha der linken. fragt sich nur, was für leute da immer fleißig am posten sind: die meisten (dieser wenigen??) scheinen vor allem zu den ereignissen hinzugehen, um hinterher darüber abzukotzen. eine etwas seltsame art des sensationstourismus. oder sie schreiben darüber, ohne etwas davon gesehen zu haben, wissen aber ganz genau, wer was wann warum gemacht hat. finde ich auch nicht viel besser.

die walpurgisnacht: am oranienplatz in kreuzberg gab es wie angekündigt das open-air-konzert mit ex-department, fettes brot und goldenen zitronen. wohlgemerkt, ein konzert - wenn auch mit eindeutig linkem gehalt -, nicht ein bildungsseminar. dabei wird gemeinhin den drogen zugesprochen, wie bekannt ist. dass leute sich besaufen, ist weder was besonderes noch eine politische botschaft (es sei denn wir wollten das recht auf rausch aufnehmen in die zentralen forderungskataloge). das anschließende geplänkel mit öffnung eines supermarktes war nicht nötig, aber auch nicht tragisch, interessierte aber auch nicht so sehr viele der noch verbliebenen anwesenden. es war weder eine gezielte revolutionäre aktion noch eine hooligan-aktion, sondern nicht mehr und nicht weniger als eben eine supermarkt-plünderung, die ja ruhig ab und zu mal vorkommen kann. die meisten schauten aus sicherer entfernung zu.
nicht viel anders war es später in prenzlauer berg am mauerpark. sehr viel alk, überhaupt keine politik (wieso auch? es ging ja auch nur um trinken, musik, feuer etc.). ne menge typen, die sich irre stark fanden. die pöbelten erst irgendwelche leute an, bevor sie sich aufrafften, zusammen mit den eher linksorientierten, zumindest aber bullenfeindlichen anwesenden gegen ebendiese bullen loszulegen. dass die bullen unbedingt das feuer löschen wollten, war allerdings auch nicht gerade eine deeskalations-maßnahme.
also auch hier: die revolution fand nicht statt. das hatte aber auch niemand behauptet oder gefordert.

der 1.mai: natürlich habe ich vieles, vieles nicht gesehen, etwa die nazi- und anti-nazi-demo in hohenschönhausen, und einiges festliche in kreuzberg und prenzlauer berg. es gab nachmittags die dogmaten-demo mit ca.4000 leuten (davon vermutlich wie immer die hälfte neugierige bzw. verwirrte, die nicht informiert waren über die demos und einfach irgendwo mitliefen). bis zur dämmerung haute das deeskalationskonzept der polizei weitgehend hin, sie hielt sich zurück, war aber deutlich sichtbar mit fetten kräften in der nähe. trotzdem war klar, daß es abends krachen würde. im kiez war nichtsdestotrotz lange zeit eine volksfeststimmung.
die revolutionäre demo am rosa-luxemburg-platz: letztlich waren es etwa 10.000-12.000 leute, die dort mitliefen. wie leider meistens bei großen linken demos hatten der großteil der leute außer sich selbst nicht viel mitbgebracht: kaum transparente, parolen, kreative ideen. die meisten delegieren ihre politische aussage offenbar an den lautsprecherwagen oder die reine existenz der demo an sich. der lauti soll nun dafür sorgen, daß mächtig politische inhalte rüberkommen, außerdem dauernd coole musik läuft und alles kämpferisch, unterhaltsam und intellektuell voll auf der höhe ist. gleichzeitig sind es - wie jedes jahr - nur ein paar gruppen, die die demo verantwortlich vorbereiten und das alles leisten sollen, neben den ganzen nötigen technics, von denen drumrum kaum jemand was mitkriegt. eigentlich bräuchte eine demo dieser größe drei oder vier lautis, massenhaft gruppen, die theater und musik machen, leute die parolen ausdenken, flugis verteilen, plakatieren am rande und so weiter. vielleicht nächstes jahr!? trotzdem fand ich die demo gut, denn sie war entgegen der ganzen vorfeld-streits innerhalb der linken riesig, mit guter stimmung und einer klaren politischen aussage: gegen die deutsche kriegspolitik, gegen die umverteilung von unten nach oben, gegen kapitalismus und sozialpartnerschaft. ich fand es auch gut, daß die demo geschlossen und friedlich(!) (ja, das sage ich, ein militanter!) nach kreuzberg ging. lediglich bei der bankgesellschaft am alex hätte es ruhig etwas scheppern können... militanz ist schließlich kein selbstzweck, sondern soll ein politischer ziel anvisieren. gut fand ich auch, daß endlich einmal der global action day auch am berliner 1.mai zur kenntnis genommen wurde in form der live-schaltungen nach buenos aires, bogota, san francisco, paris und milano. schade nur, daß das außer den ersten paar tausend hinter dem lauti kaum jemand mitbekommen haben dürfte...
schließlich das ende: die bullen haben aus schwer nachvollziehbaren gründen ihren schluß-kessel unbedingt am unübersichtlichen michaelkirchplatz haben wollen. da waren sie extrem aufgefahren mit wasserwerfern, mehreren hundertschaften und so weiter und ließen den zehntausend anströmenden menschen praktisch nur eine kleine straße als ausweg nach kreuzberg. jaja, ich weiß, jetzt kommen wieder die alten verschwörungstheoretiker und erzählen, die bullen hätten den krawall ja gewollt (und vielleicht haben sie es gemacht, weil sie es an diesem platz noch nie geübt hatten?). halte ich alles für unsinn. ich glaube, die wußten selbst nicht richtig, warum sie die demo letztlich näher an den kiez rangeführt haben, um dann trotzdem für soviel druck im kessel zu sorgen, daß es knallt. wie wäre es mit: einsatzleiter überlastet? vielleicht gibt es ja in den nächsten tagen noch aufschlußreiche erkenntnisse dazu. ich finde es jedenfalls wichtig, daß demo und randale eindeutig getrennt waren und die eskalation am ende der demo zu 80% auf das konto der bullen ging. wer jetzt wieder behauptet, die politischen inhalte seien in der "gewaltwolke" untergegangen, kann das jedenfalls nicht den demos anlasten. wäre schön, wenn die militanz-debatte und die demo-debatte getrennt diskutiert werden könnten.

soviel aus meinem kleinen tagebuch...
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Ergänzungen

Da fallen mir noch einige Dinge ein

M. 02.05.2002 - 05:21
- Die anderen Texte hier sind auch einigermassen ok. Wie immer ist es am besten sie alle zu lesen und sich dann das beste zu denken. Die Kommentare stammen allerdings wirklich von Leuten, die nicht da waren. Die heftigsten "Diskussionen" gabs am späten Nachmittag.
- Die Eskalation ist wirklich gewollt. Wie viel aber nun geplant oder verplant ist, ist wirklich Strategie. Und die normalen Knüppelbullen wissen eh nicht mehr, als der Chef sagt.
- Die beste Demo war natürlich die um 22.00, an der vielleicht 500 beteiligt waren. Es muss endlich Schluss mit Pollenflug sein!

Ansonsten netter Bericht - vielleicht die Kommentare etwas abseits parken und nicht so mitten rein. Istr aber nur ein Vorschlag damits sich besser liest.

Straßenfest sind wohl out...

Mensch Meier 02.05.2002 - 10:11
es gab in berlin auch andere schöne veranstaltungen, die hier komischer weise nicht erwähnt werden. das straßenfest am hummannplatz zog hunderte leute, aus allen richtungen an. für die großen gabs ne menge zu sehen und die großen hatten 6 livebands zu hören und konnten an verschiedenen bücherständen ihr wissen auffrischen. rundum ne ausgelassene stimmung, ganz OHNE GEWALT und OHNE BULLEN. wer diese zeichen erkennt, dem darf man gratulieren.

1 MAI POLIZEI- UND RANDAlEKIDDIFREI

Ich kanns nicht mehr hören

Ejal 02.05.2002 - 10:31
Ja Mensch Meier. Dann feier mal schön. Wie die anderne Meiers. 2500 GewerkschaftlerInnen auf der zentralen Maikundgebung in Leipzig, die als Protestredner den Bundeskanzler aufbieten (und die Historie und Bedeutung des 1. Mai damit mit Füßen treten) sind kaum politischer als die ach so friedlichen Straßenfeste die mein Vorposter hier abfeiert. Und dann darf das Unwort des Jahres in der Linken "Randalekiddies" auch mal wieder herhalten! Es kotzt mich langsam an!

Feiern und Politik

Ringelmann 02.05.2002 - 11:44
Dieses Jahr war ich mal nicht in Berlin, sondern habe die
Maiproteste/feierlichkeiten in Rom genossen. Und will erstmal den Vorredner fragen, wozu nutzen die Berliner Traditionskrwalle ausser der Befriedigung der persoenlichen "Revolutionaeren" Eitelkeit?

In Rom gab es eine friedliche Maidemonstration mit ueber einer halben Millionen Menschen. Sicherlich traegt die Berlusconi Regierung zur Mobilisierung sovieler Menschen bei. Aber sicherlich werden auch viele Menschen von der Beteiligung an den Maidemonstrationen durch die jaehrlichen Gewalttaetigkeiten in Berlin abgeschreckt, waehrend andere Personen angezogen werden, die ueberhaupt nichts politisch im Kopf haben. Vielleicht liegt es ja am entspannteren italienischen Lebensgefuehl, dass sich dort Anarchisten, kommunistische Gewerkschaftler, Olivenbaumbuendniss, Freidensbewegte, ... am ersten Mai zu einer gemeinsamen machtvollen Demonstration zusammenfinden koennen. Und politisch ist hier mindestens soviel ruebergekommen wie in Berlin trotz Berlusconischer Medienmacht - soviel zur oft herangezogenen notwendigkeit von gewalt zur medienwahrnehmung. Das ganze endete in einem feinen Volksfest, mit viel Musik, Lebensfreude und in zahllosen Infostaenden kam auch die Politk nicht zu kurz. So soll es sein. Ich hoffe diese Lustfeindliche Militarialinke Deutschlands bekommt nie und nimmer ne politische Schnitte :p

Eindrücke

Beauty 02.05.2002 - 12:27
Ich war sowohl auf der "Dogmaten"-Demo, als auch auf der AAB-Demo. Die Einschätzung, daß bei ersterer die Hälfte Verirrter mitlief, die nicht wußte, wofür sie demonstriert, mag stimmen. Dann waren es bei der AAB-Demo aber zwei Drittel. Kaum Transpis, die Redebeiträge wurden mit Desinteresse aufgenommen, der Lauti hatte offenbar gar keinen Text für die Abschlußkundgebung, was das Ende etwas peinlich werden ließ. "Wir fahren jetzt in den Kessel" - alles ruhig. "Wir wollen jetzt noch eine Abschlußkundgebung halten" - alles ruhig. "Es wird jetzt gleich brenzlig, daher beenden wir jetzt die Veranstaltung. Macht was Ihr für richtig haltet." Kurz darauf geht es los. Hmm. In meiner Ecke begannen einige besoffene und völlig unpolitische Hools, Autos von Anwohnern zu demolieren. Als andere Demoteilnehmer einschritten, wurden diese von den Hools teilweise körperlich angegriffen. Könnte doch sein, daß sich solche Leute durch die AAB-Werbung eher angesprochen fühlen, als durch langatmige "dogmatische" Welterklärungen. Toller Erfolg immerhin: die AAB hat unbestritten die größte Demo mobilisiert gekriegt. Die Kampa der radikalen Linken.

Sinn von Randalen

ACAB 02.05.2002 - 12:44
Vorneweg muss gesagt werden das ich am 1.Mai nicht in berlin oder auf sonst einer randaledomo war.
Ich finde sie allerdings netr schlecht und würde warscheinlich auch mitmachen. wenn ich jezt bei einer friedlichen Demo flugis verteile die danach ins altpapier wandern oder Leute mit argumenten von den fehlern des kapitalismus überzeuge die sie
2h später bei der schon wieder vergessen haben bringt das genause wenig. Die Randale stören, auser den direkt betroffenen, genausowenig jemanden. Die sind genauso nur 10min
unterhltungen im fernsehen. Und einen Polizeistaat haben wir sowiso. Wenn die bullen net gegen Steinewerfer vorgehen können, weil es keine gibt, dan geht sie eben gegen die friedlichen vor. Dan ist es bald so das sie gegen die flugiverteiler und fahnenträger wegen vervassungsgefährdender umtriebe oder sowas, vorgeht. Dan distansieren sich wieder alle von denen und die medien machen sie runter, und schon haben wir die nächste stufe
unterdrückung erreicht. Irgent ein angriffspunkt finden sie immer, und irgentwelche sind immer die radikalsten/ revolutionärsten. Die normalbürger interesieren sich sowiso nicht für politik oder wenn dan wählen sie sowiso nur SPD/CDU.
Ob sie nun denken wir demostrieren friedlich und tun überhaupt nix, oder ob sie sich kurtz über die linken chaoten aufregen und gar nichts tun ist mir eigentlich egal.
Dafür ist es es aber mal gut, wenn auch nur für wenige stunden, eine rechtsfreien, anarchistischen freiraum zu haben, in dem man sich voll ausleben kann, ohne das die bullen kommen. Natürlich gibt es auch dabei idioten, und man muss auch nicht alles kaputt machen. Aber wen die randale vileicht auch nicht politisch sind, so sind sie doch auf jeden fall antiautoritär, und das ist genauso wichtig.

FaschistInnen Raus!

Gegen Gewalt 02.05.2002 - 13:07
Gruene Uniformen. Schwarze Uniformen. Fuehlen sich in der Gruppe stark. Lieben Gewalt.

Der Sprung von links nach rechts scheint nicht so weit in Deutschland. Mahler der Einzelfall?

Denkt darueber nach. Peace.

Verdienter Aktivist oder was??

virtualix 02.05.2002 - 13:43
Mmhmm, mensch muß also erst den Duft der Barrikaden gerochen haben um die Erlaubniss zur Kritik zu haben. Oder ist die Kritik enfach nur weniger Wert, als die von verdienten Genossen der Strasse???
1. So undogmatisch finde ich die AAB nicht!!!
2. Die Demos spielen mit der Gewaltbereitschaft von von wenigen Linken aber vielen unpolitischen Jugendlichen, Hooligans und rechtsorientierten Jugenlichen. Dieser Klientel wird sich bedient um eigene Mythen weiterleben zu lassen. Entsprechend war der tollste Krawall auch nicht im autonomen Mekka, sondern beim Prolo-Fest im Yuppie-Kiez. Tschuldigung bei den marginalisierten, deutschen Jugendlichen.
3. Kommt nix bei rum, außer Schultergeklopfe, Angebergeschwafel und radical Lifestyle von der Stange.
4. 1. Mai: 2003 mit Kirmes, Liveübertragung, Fanartikelversand, Hochglanzplakaten,Paninni-Sammelklebebildchen und anerkanntem Krawalldiplom. Toll. Ach ja ne Demo gibts auch noch. Na ja

Sinnlose Gewalt...

timsen 02.05.2002 - 13:53
...ist nichts, womit ich noch was zu tun haben möchte, all ihr Möchtegern-Revolutionäre. Ich habe Häuser
besetzt und linke Strukturen gefördert auf der Suche nach einer besseren Welt. Aber dieser aggressive
Ton, diese Selbstgefälligkeit, diese Intoleranz und einfach völlig verquaste Weltsicht, das kann's nicht sein.
Diese ritualisierte 1.-Mai-Randale ist mit nichts zu rechtfertigen und führt zu nichts. Sie zu verteidigen
heißt, sich mit dem Supermarkt-Biermops-Mob gemein zu machen, mit Leuten, die Flaschen auf Frauen
schmeißen usw. - und das sind glaube ich nicht Märchen, die sich die Gegenseite ausgedacht hat...habe
solche Meisterschützen in eigenen Reihen auch schon selbst kennen lernen dürfen, leider. Gewaltexzesse
zu hinterfragen, wäre zudem nach Erfurt auch ein angemessenes Signal gewesen. Aber diese ganzen
"Festspiele" zeigen nur die trostlose Geisteswelt derer, die jeglichen Ansatz, den 1. Mai politisch zu
begehen und auch etwaige Inhalte kommunizierbar zu machen, überhaupt nicht interessiert. Es ist
beruhigend zu wissen, dass solch isolierte Grüppchen ansonsten nix zu melden haben, außer im
wesentlichen zu diesem Tag ein wenig rumzuprollern. Darunter haben allerdings dennoch zumindest die
KreuzbergerInnen alljährlich zu leiden - da freut mensch sich doch, nicht da zu wohnen...
Timsen

Gut und Böse? Pick one...

stop 02.05.2002 - 13:53
ja, schwarze uniformen, grüne uniformen,...

ja ihr schlauen anarcho-randalierer, klar seid ihr gegen das system, seid un-organisiert anti-autoritär, klar zeigt ihr denen, was 'ne richtige demo ist.

ich find's richtig geil, genauso hat sich die SA, ende der zwanziger, anfang der dreissiger, mit den damaligen vopo's gekloppt, unpolitisch-politisch, besoffen, scheissegal.

ist keine kritik an euch schmalhirnen im schwarzen block - nur fühlt euch nicht besser als irgendein dummes nazi-schwein. ihr seid es nicht

kessel geplant

freiheit für harald 02.05.2002 - 13:55
wer um etwa 18 uhr 45 von kreuzberg zur demo nach mitte an den rosa-luxemburg-platz fuhr, konnte die polizeistrategie genau einsehen. am meisten kräfte standen in der köpenickerstrasse rund um den michaelkirchplatz, einige kräfte sicherten den weg ab in der annenstrasse damit keine leute wieder nach mitte kommen konnten. ganz viele kräfte standen am alexanderplatz, um einen angriff auf die bankgesellschaft zu verhindern. kaum war die demo am alex vorbeigezogen, schirmten die polizeifahrzeuge und riot cops die strassenzüge nach mitte ab. der helikopter wurde erst an der brücke über die spree aufdringlich: klare absicht der polizei war, die demo erst mal über die spree an die stadtteilgrenze nach kreuzberg zu kriegen, und dann in den kessel am michaelkirchplatz zu führen. - und außerdem noch was zum thema fantasiereiche demoteilnehmende: immerhin ewaren welche da die sich zu pinksilver was haben einfallen lassen und ein grosses transparent das freiheit für harald glöde forderte. die leute boten immerhin einige witzige sprechchöre.

Spinner

Hirn einschalten 02.05.2002 - 14:14
Schon wieder ein Vergleich von den Mai-Randalierern mit der SA! Schwachmat! Wenn sowas hier unwiedersprochen bleibt kotzt es mich einfach nur noch an!

ich senfe zwar nicht gerne,

Mensch Meier 02.05.2002 - 14:25
aber was leute wie "ejal" vom stapel lassen ist doch nicht mehr vertretbar. das zeigt doch eigentlich wiedereinmal wie gespalten die linke hier ist. kein plan und sich gegeneinander auspielen.
am 1. mai kristallieren sich die stumpfen unpolitischen heraus. die leute, die anderen 354 tage im jahr, aktionen planen und durchführen, denen stinkts doch gewaltig und ich möchte nicht mit soner verhassten brut verglichen werden. und ganz ehrlich, sone halbstarken wichser die sich für sonste was halten und nichtmal faschos in der demo erkennen die sind nun wirklich arm. und wenn sie sich dann nurnoch mit steinen ausdrücken können, dann werde ich ihnen auch mal an den kragen gehen und ihn zeigen wie hart die realität sein kann.

tschuldigung für die bösartige wortwahl, aber dit is nich mehr knorke.

1.Mai unpolitisch...

Entäuschter Linker 02.05.2002 - 15:17
Wir sind seit der 18 Uhr Demo in Berlin gewesen und ich muss sagen die Demo hat mir nicht so schlecht gefallen und die Bullen waren friedlich (haben noch nicht geknüppelt trozt einzelner gegenstände, die geflogen sind) Leider war die Stimmung so verdammt aggressiv, die Punks haben über die Musik gepöbelt und vereinzelte leute über die Redebeiträge!
Dann auf dem Mariakirchplatz (oder so ähnlich) nachdem der Lauti das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass die Demo eingekesselt sei und indirekt dazu aufgerufen wurde die Bullen anzugreifen, Fingen irgendwelche Spacken an, Taxis in denen noch die Fahrer waren, die Scheiben einzuschlagen... doch damit nicht genug, es wurden fein säuberlich alle schön auf dem Parkplatz stehenden Kleinwagen demoliert und angezündet. Nur 100 meter weiter die demoroute zurück gab es Banken und Bonzenkaufhäuser, von denen konsequent abgelassen wurde. Noch schlimmer als dann die Bullen anfingen zu laufen, fingen alle an zu rennen wie die kleinen Kinder. WAS SOLL DAS? ERST DIE AUTOS DER KLEINEN ARBEITER UND STUDENTEN BZW. SCHÜLER ZERSTÖREN UND DANN DEN SCHWANZ EINZIEHEN WENN DIE BULLEN KOMMEN.

DAS HAT MIT POLITIK NICHTS ZU TUN GEHABT!!!!!!!!!!!!

ICH DISTANZIERE MICH VON ALLEN LEUTEN, DIE DARAN BETEILIGT WAREN, DAS IST ARM NICHTS WEITER!!!!!!!!!!!!!!

ganz grosses tennis!

stadionbesucher 02.05.2002 - 15:27
suuupa ding!
endlich wandert die hool-fraktion weg vom fussball. wurde ja auch mal zeit. hoffentlich setzt sich die abwanderung konsequent durch. dann kann ich endlich wieder normal fussball gucken, muss dafür aber beim einkaufen und sonstigen in der öffentlichkeit zu erledigen dingen aufpassen. sensationell! weiter so jungs. am ende steht bestimmt eine bessere welt!

hey svennie...

02.05.2002 - 15:34
...du bist der F.e.l.S der Individuen.

traditionell/militant/vermittelnd/demokratisch/einfach gut/Erdbeer-Sahne-Joghurt...

...und ich beneide Dich!

Hallo Ihr Guten

Juri 02.05.2002 - 16:04
Schön,dass Ihr euch Aufregt. Schön, dass Ihr kotzt .
Und wenn es das Einzige ist was die Krawalle bewirkt haben.
Aber bitte ,bitte nennt euch nicht in jedem zweiten Kommentar links wenn euer Einsatz nur so weit reicht dem armen Kreuzberger "Volk" zu einem friedlichen 1. Mai zu verhelfen.
Die Denuziation von Jugendlichen ohne eine aufklärerische,
politische Arbeit mit und an ihnen führt hoffentlich zu eurer weiteren Isolation in euren von Stagnation und Sektengehabe geprägten Kaffeekränzchen .
Die von Euch so Verteufelten machen die politische Basisarbeit in Schulen und Betrieben .Oberschlaue Politik-, und Sozialpädagogik Studenten sichern mit Ihren ach so progressiven Studienfächern nur ihr eigenes Fortkommen und ihre entgültige Integration in diese tolle Gesellschaft.

Fazit: Lieber mit Punkis saufen als mit Euch reden.

Hihi

Ejal 02.05.2002 - 16:09
Mensch Meier! Nun hüpf mal schön im Dreieck vor Ärger und zeig den Leuten wie hart die Realtität sein kann, in die Sie in solchen Situationen wie Sie sie sie beschreiben schnell wieder zurück geholt werden kannst. Nicht jedem gefällt ihre Art Bürgerwehr, Herr Meier! Wo waren sie eigentlich, als die Nazis, die sich sicherlich nicht selbst geoutet haben und nicht eindeutig als Rechte identifiziert wurden auf der Demo auftauchten? Sind gerade sie der Aktivist der linken Szene, der sich aufopferungsvoll das ganze Jahr üper einbringt. Hier rummeckern ist so einfach und schon gar nicht knorke, aber für den deutschen Michel äh. Meier ziemlich normal.

Regen Sie sich doch bitte über bedeutendere Ereignisse in der Welt auf als die Auseinandersetzungen am 1. Mai in Berlin, denn an vielen Orten geht meist mehr zu Bruch!

Was ist eigentlich aus der angekündigten ...

ich bin kein berliner 02.05.2002 - 18:46
Prügelei zwischen Antideutschen und Antiimps geworden?

Peinliche Altautonome

jungautonome 02.05.2002 - 19:41
Toll!Toll!Toll!
Schlimmer gehts kaum...Das was hier von den meisten geschwafelt, die sich linksradikal nennen ist mehr als peinlich. Warum seht ihr nicht einfach mal ein, dass es anfaengt mal wieder leute zu geben die noch auf der strasse agieren anstatt beschissene aktionen a la reclaim the streets oder so machen und sich als die avangarde zu fuehlen, die meint das recht zu haben andere in ihren aktionsformen zu diskreditieren. passt genau in die buergerliche presse, die "sinnlosen, unpolitischen" Randalerituale. Merkt ihr eigentlich, dass ihr identische phrasen, wie die gesamte berliner presse benutzt, die alles andere als links ist. es ist einfach mal scheissegal wie alt die leute sind, wie sie aussehen und wo sie herkommen, fakt ist, das alles was passiert unter dem zeichen des revolutionaeren 1. mai passiert. natuerlich passiert auch scheisse, die ist aber genauso 1987 oder bei irgendwelchen anderen eurer tollen krawallen passiert und wird immer passieren.. wenn jugendliche, die steine auf bullen werfen und es nur aus spass machen, unterstuetzen sie nur die radikale linke und deren inhalte. ist zwar schade, aber der linken hilfts enorm, mehr als ihr beitragt...vielleicht ist es auch einfach nur neid, weil so leute wie ihr nichts mehr auf die reihe kriegt..
-noch zu dem mit der flasche und der frau: so ne sexistische scheisse ist voelig daneben. weil frauen so schwach sind, ist es besonders schlimm oder was??? und du scheinst ja ganz genau zu wissen, dass die flasche ein mann geworfen hat...???


Sinvolle und sinnlose Gewalt

XpoisonfreeX 02.05.2002 - 20:00
Also ich finde Gewalt in einer gewissen Weise gut bzw. gerechtfertigt (sich gegen die Bullen wehren, Sachschänden an Banken, Villen usw., Anti-Fascho Aktionen) doch ich kann keinen Sinn darin erkennen Autos anzuzünden die weissgott keine Bonzenkarren sind, was soll das von irgendsoner armen Sau die Karre anzuzünden, wisst ihr ob er nicht selber genug Probleme hat seine Familie zu ernähren?? Wenns n dicker Benz wäre kein Thema, aber von den Bildern her warens alte Autos sowas is doch einfach scheisse.
Ob Deeskalation oder nicht kann ich nicht sagen da ich nicht dawar, aber ich würde sagen das die Bullen machen können was sie wollen es wird eh jedes Jahr knallen, da doch viele "RandaleTouris" dort waren, kenn ja selber genug die man nie auf ne Antifa Demo oder so kriegt, die aber jedes Jahr in Berlin sind zum ersten Mai!

Etwas konkreter bitte!

Nachfrager 02.05.2002 - 20:24
jungautome schrieb:

> wenn jugendliche, die steine auf bullen werfen und es nur aus
> spass machen, unterstuetzen sie nur die radikale linke und deren inhalte.


Könntest Du das bitte mal begründen oder erklären? Inwiefern wird dadurch die radikale Linke und ihre Inhalte unterstützt?

kantig-echt-erfolgreich

/ 02.05.2002 - 20:32

faschistInnen raus! (teil 3)

auslaenderIn in berlin 02.05.2002 - 20:38
jungautonom schrieb: "noch zu dem mit der flasche und der frau: so ne sexistische scheisse ist voelig daneben. weil frauen so schwach sind, ist es besonders schlimm oder was"

genau...so ein scheiss...frauen haben genau das gleiche recht 'ne flasche auf dem kopf zu kriegen, oder?

weiter so!

Mao jubelt nun...

Punxatan 02.05.2002 - 22:09
Eben war ein Bericht im Fernsehen, da waren die Mao-Fahnen superdeutlich zu sehen. Weiter so!
Laßt Euch nicht von diesen Pöbelautonomen beeindrucken, die trauern noch um Großvaters Bauernhof in Schlesien, und den hat ihnen der böse Stalin weggenommen...

60 Millionen tote reichen nicht

More K. 02.05.2002 - 23:19

leider, leider

jim_und_lukas 02.05.2002 - 23:39
ja genau: leider.
was für ein vollkommen überflüssiger erster mai.
unter den teilnehmern: nazis, große gruppen hooligans, hip-hop-combos für die der begriff "macker" vermutlich erst erfunden wurde, seit 13 uhr saufende arschlöcher, denen leider auch keiner was aufs maul gab, hippe großstadtjugendliche auf safariurlaub und so weiter und sofort. kaum transparente, kaum parolen, kaum ketten. alle beim marsch auf rom, sorry kreuzberg. und eine agressive stimmung im vorderen teil der demo (nicht die ersten ketten!), unglaublich: pseudomuskelmackermänner, die in ermangelung eines echten kriegs kleinwagen abfackeln und steine in die dunkelheit werfen wollen. und eine radikale linke, die quantitativ und qualitativ nicht in der lage ist, diese gegner emanzipatorischer politikinhalte aus der demo zu schmeißen. satz- und wortfetzen aus "fotze", "spast", "schwule bullen".
das alles ist kein vorwurf an die organisierenden gruppen. gute texte im vorfeld, redebeiträge, vernünftiger bezug aufs personenbündnis...ein halbes dutzend gruppen kann nicht 10-15.000 leute im auge haben. aber wenn diese entwicklung so wie bisher weiter geht, stellt die radikale linke einfach nur noch infrastruktur für hooligans und macker, leute auf der anderen seite der barrikade. diese haben auf einer linksradikalen demo nix zu suchen und das muss definitiv umgesetzt werden, ansonsten ist das in 1 bis 2 jahren nicht nur zu 50% sondern zu 100% sinnentleert: ein grosser teil der leute die "militant" agierten, könnte genauso gut synagogen entglasen, mitdemonstrierende vergewaltigen oder den näxten kleinunternehmer plündern, obwohl der weniger kohle hat, als der plündernde selbst.
dieser erste mai war also: überflüssig, unpolitisch, sinnentleert, kontraproduktiv und kostet politik machende gruppen wieder nur potentielle symphatisantinnen.

nie wieder.....ein erster mai wie 2002
die randale-akteure von gestern: verpißt euch in die fremdenlegion, lernt lesen, lernt denken, macht mal n´en entzug, scheiss alkis.
lieber zu zehnt oder im personenbündnis als so.

Na sowas!

Anarchist1917 03.05.2002 - 06:47
Da scheinen die einen sich über die Verteidigung von Linken gegen Bullengewalt und die anderen für die Verteidigung von Medienkonzernen aufzwiegeln. NA klar vermittelt man mit Steinen auf Bullen nur die NAchricht das sie unsere Feinde sind. Aber für eine soziale Revolution braucht man mehr als dieheutige gewaltbereite Linke. Wie wäre es mit der sozialen Macht der Lohnabhängigen!

ROTFL - die lohnabhaenigigen

kleinerSpalter 03.05.2002 - 11:04
Ja, das mit den Lohnabhaengigen war jetzt gut *g*. Leider muss man hier ja sehen, dass sich die meisten *radikalen Linken* um das eigentliche Subjekt einer gesellschaftlichern Aenderung keine Gedanken macht. Man steht ihm im Gegenteil spoettisch und ueberheblich Gegenueber: die dumpfen Meiers. Ein Teil der radikalen Linken befindet sich mehr auf einem elitaeren Selbstverwirklichungstrip. Da man hier ja Real und Strassenerfahrung vorweisen muss: ja ich hab schon einen Polizeiknueppel in die Rippen bekommen und ich war auch schon zum ersten Mai in Berlin. Ich hab Flugis getextet und verteilt, bin aber auch noch nicht ueber 30.
Meine Erfahrungen zum ersten Mai in Berlin aus dem vergangenen Jahr war auch, dass ein Grossteil der *Strassenkaempfer* aus Fussballhooltypen und Markenklamottenkis besteht - dazu noch ein paar Punks und Schwarze. Interessant fand ich in diesem JAhr den Sueddeutschen Bericht, die meinten die Gewalt haette diesmal eigentlich nur abseits der Demos stattgefunden und die politischen Demos seien griesstenteils friedlich gewesen. Im uebrigen meiner Ansicht noch die beste buergerliche Tageszeitung in D-land. Der Diskussion ob Gewalt eine legitime polische Aktionsform sein kann und gegen welche Dinge die Gewalt eingesetzt wird, stehe ich durchaus offen. Das man bei einem Protest gegen eine bestimmte Sache bzw. Politik in Genua auch Gewalt einsetzt ist ja durchaus diskutabel, obwohl meiner Meinung nach auch hier Gewalt eher die einfallslose Aktionsform ist, die eher ins letzte Jahrhundert gehoert. Aber den ersten Mai verstehe ich eigentlich als Tag an dem man fuer etwas demonstriert. Einen Tag an dem man versucht seine Vorstellungen einer anderen Geselschaft zu transportieren. Und natuerlich auch zu feiern, dass man als alternative Bewegung existiert. Dies habe ich in erfrischender Weise bei den Mai marches und Feiern in Rom dieses Jahr so erlebt.
Was man aber in Berlin erlebt, ist zu einem grossen Teil aber die wenig erfreuliche Utopie des Strassenkampfes. Aber das passt leider einigen von uns linken Revoluzern ganz gut, die eine verklaerte romantische Sicht einer gewalttaetigen Revolution haben. Menschen die meiner Sicht keine Ahnung haben wovon sie sprechen und nie wirklich mal mit Menschen aus Buergerkriegslaendern zu tuen hatten. Andererseits interessiert diesen Moechtegernkaempfern der kleine Herr Meier eh nicht.

1.Mai2003

XYZ 03.05.2002 - 11:31

ich hab mir jetzt nicht alle Kommentare zu den traditionellen Krawallen am 1.Mai durchgelesen, doch kann auch ich mich nur aufs schärfste von den "Möchtegernkrawallbrüdern" distanzieren...
Das einzige was diese Idioten erreicht haben, ist das die mögliche politische Aussage der Demo mal wieder nicht zur Kenntnis genommen wurde.

Nun kurz mein Vorschlag zum 1.Mai 2003.
Die Stadt Berlin lädt alle krawallinteressierten Jugendlichen zum Flughafen Tempelhof ein und stellt ihnen einige Hundertschaften der Poilizei gegenüber. Dazu erhalten die Jugenlichen viele Pflastersteine, Flaschen und mehrere Autos vom Schrottplatz, die sie in Brand stecken können. Die Polizei hat ihre Wasserwerfer und Schlagstöcke dabei. Für Gaffer werden Tribünen aufgebaut und Eintrittskarten für 5 € verkauft, um mögliche Arztkosten u-ä- zu bezahlen. Um 22 Uhr wird dann mit Leuchtspurmunition das Startsignal gegeben und die Maifestspiele sind eröffnet.....
Die unsinnige Zerstörung von Privateigentum von Mitmenschen, die eigentlich für die eigene Sache gewonnen werden sollten, ist dann nicht mehr zu befürchten.
Anscheinend scheint das Interesse an der 18 uhr Demo immer mehr zu schwinden....Vor einigen Jahren waren es noch knapp 20.000 jetzt noch 7.000 -10.000 ....schon mal darüber nachgedacht, warum das so ist?
Überhaupt frage ich mich, warum die AAB es nicht hinbekommt eine ähnliche Anzahl von Menschen zu den Gegendemos bei Naziaufmärschen zu mobilisieren...
Diesesmal waren es wieder nur ein paar hundert, mit denen man natürlich wenig bis gar nix gegen die Polizei ausrichten kann...Erfolge wie 1999 am Alex scheinen nur dann möglich, wenn in Mitte demonstriert wird. Marschieren bzw. laufen die Nazis im Ostteil der Stadt, scheint es keinen mehr zu interessieren, was wiedermal zeigt, wie ernst es doch viele mit ihrem Widerstand nehmen....traurig traurig, doch die Realität, die ich in den vergangenen Jhren immer wieder "live" miterleben durfte, ist nun mal so....

das von mir,
XYZ

03.05.2002 - 13:15
Und, wieso kriegst du's mit deiner Gruppe nicht hin Leute gegen den Nazi-Aufmarsch zu mobilisieren? Achso, du bist ja nur Konsument....

die aab mal wieder

antifa 03.05.2002 - 16:10
hier wird ja mittlerweile nur noch über die aab geredet, daher auch meinen senf dazu. die aab hat im dezember ca. 4500 Menschen auf die demo gegen den Naziaufmarsch mobilisiert. das war wohl eine der größten reinen Antifademos in Berlin. Davor hat sie ca. 8000 nach Köpenick gegen Abschiebegefängnisse und die NPD-Zentrale mobilisiert, das dürfte die größte gewesen sein.
An dieser Frage wird man die AAB wohl kaum kritisieren können.

Ich finds übrigens viel wichtiger, dass linksradikale Positionen vertreten werden, als das immer son "antifascheiss" gemacht wird. das finden offensichtlich auch noch 15 000 andere am rev. 1. Mai. Die AAB hat sehr viel inhaltliche Beiträge geliefert, auch beim Konzert am Vorabend, das kostenlos war und von ihr organisiert wurde.
Ansonsten siehe einfach www.antifa.de. Das ganze gemaule über die aab hier hilft einfach nicht weiter.

k-foren, brauchen aufklärung

spliff richard 04.05.2002 - 13:40
guckt ma auf  http://www.k-foren.de/showthread.php?s=dafa966070ad532df413f39390e0a404&threadid=27588

da muss mehr aufklärungsarbeit geleistet werden, denn da sind z. B. stoiber wählende bayrische bullen,

 http://www.k-foren.de/showthread.php?s=&threadid=21260&perpage=60&pagenumber=3

An den Glückspilz

Eins, Zwei oder Drei 04.05.2002 - 15:13
Du fragst Dich welche "Leute" da so fleisig am posten sind und andere glaubend machen in Berlin herrsche Sodom und Gomora. Die Linke das Dir unbekannte Wesen?! Warum ersuchst Du permanet als neutraler Beobachter "Sven Glückspilz" zu erscheinen, wo du doch andererseits beteiligt bist und zudem andern Orts anonym Stimmung gemacht hast.
Beim Gräben buddeln, hast du nur den Eimer gehalten. Es wäre ehrlicher davon zu sprechen, wofür du und warum, oder
sagen wir mal mit welchem politischen Ziel du den Eimer hin gehalten hast und was da drin war, außer ein paar Sandkörnchen.

Das öffnen eines Supermarktes "war nicht nötig, aber auch nicht tragisch", "es war weder eine gezielte revolutionäre Aktion, noch eine Hooligan-Aktion, sondern nicht mehr und nicht weniger als eben eine Supermarkplünderung (...)". Also diese politische Einschätzung zum 1.Mai übertrifft alles! Da würdest du mir/uns also sicher zustimmen, wenn ich/wir sage/n: die zunehmende Armut in der Gesellschaft war nicht nötig, aber auch nicht tragisch. Deswegen sind Umverteikungsaktionen weder gezielte revolutionäre Aktion noch eine Hoolagan-Aktion. Es ist eben nicht mehr und nicht weniger als eben eine Supermarktplünderung! Oder der Skandal um die Bankgesellschaft war nicht nötig, aber auch nicht tragisch. Nun da kommst du zu anderen Schulußfolgerung, denn: "lediglich bei der Bankgesellschaft am alex hätte es ruhige etwas scheppern können... militanz ist ja kein Selbstzweck, sondern soll ein politisches Ziel anvisieren." Da wäre es also eine gezielte revolutionäre Aktion gewesen, oder doch nur ne Hooligan-Aktion? Wenn also Militanz kein Slebstzweck ist, welche Ziele sind den warum genehm? Koketterie mit der Militanz oder Blödheit?

Und zu guter Letzt, du fand´s auch gut das die Demo geschlossen und friedlich (!), ja das sagst du uns mal als Militanter nach Kreuzberg ging. Was verbirgt sich eigentlich hinter Deinem Militanz-Begriff, mehr als Randale? hast du schon mal mehr als darüber sinniert, das Militanz ein Form ist und kein Inhalt, und das Militante sich nicht an der Anzahl der "gesehenen" oder nicht "gesehenen" Krawalle festmacht, sondern im wesentlichen daran wie sie die politische Situation
untersuchen, einschätzen und aufgrund dessen ihre Form der Aktion bestimmen.Wer Militanz auf Randale reduziert dem
bleibt auch nichts anderes als Friede wo "Randale" keinen Sinn macht. Das ist nur die Kehrseite eines kokketten aber wenig politischen Selbstverständisses von "ich, ein Militanter".

Ja warum der Kessel am Michaelkirchplatz? Nun glaubst Du die "Deeskalationsstrategen" hatten ein Interesse das eine
komplette Demo in einen Kiez einläuft, wo es schon seit Stunden hin und her ging, (wieso, weshalb, warum steht auf nem anderen Blatt) und wo noch viele Leute unterwegs sind. Das alle in den Kiez kommen und dort auch verweilen nun das
passte denen schon, aber vereinzelt oder tröpchenweise und sonst nix. Aber du glaubst ja "die wußten selbst nicht richtig, warum sie die Demo letztlich näher an den Kiez rangeführt haben, um dann trotzdem für soviel Druck im Kessel zu sorgen.(...)" Wenn mann/frau nur noch glauben will statt einschätzen zu wollen, dann sollte auf jedenfall auch gleich gesagt werden, was von den Verschwörungstheoretikern (da bin sind wir nebenbei bemerkt, echt froh das du nicht das große Innen benutzt hast) zu halten ist. Das damit auch gleich alles in dubiosem geglaube vernebelt stört dich wohl weniger. Bleibt
nur gemeinsam mit Dir zu hoffen, das es in den nächsten Tagen noch aufschlußreichere Erkenntnisse dazu gibt. Amen.

Eins, Zwei oder Drei - nun was spielt das für eine Rolle. Im Tagebuch der anonymen Massenbewegung kennste Dich ja aus.


krawalltouristen

jec 04.05.2002 - 23:38
auf ner mai demo ...vor 7 oder 8 Jahren gabs mal eine forderung der politisch aktiven, dass bitte nur berliner an der demo teilnehmen .....damals fand ich das ganze ganz schön scheisse ....zwischenzeitlich verstehe ich auch was die mädels und jungs damals gemeint haben.
irgendwann sah ich wieder viele jener die proklamierten: wir sind hier um ein bisschen spass zu haben ...ein ganz peinliches paar war damit auch im fernsehen !
so in etwa:"wir sind die chaoten..die strasse gehört uns...wir sind hierhergefahren um ein bißchen spass zu haben"...
unweigerlich wird man an die k1 reportage erinnert, die sich mit deutschen auf mallorca beschäftigt!
meine bitte: bleibt weg! wir brauchen euch nicht..und wenn ihr schnaps und kippen braucht gibts sicher auch in remagen oder waiblingen ..oder wo immer ihr auch herkommt einen supermarkt den ihr plündern könnt! und falls ihrs noch nicht kapiert habt...macht euer eigenes ding in eurer stadt ..wenn ihr einen spassevent braucht !

1. Mai Berlin Medien Nazis etc ein kleiner Üb

09.05.2002 - 10:41