Ex-General Güntel hält Vortrag in Dresden
Der wegen der Hohmannaffäre unehrenhaft entlassene Brigadegeneral Reinhard Günzel hielt heute abend in Dresden bei der Burschenschaft Cheruskia vor einem willigen und unkritischen Publikum einen Vortrag mit dem Titel "Ethos des Offizierkorps am Beispiel der Affäre Hohmann/Günzel". Im Vorfeld gab es eine lustige Antifa aktion dazu.
Am Donnerstag den 9.12.2004 fand im Haus der Burschenschaft Cheruscia ein von dieser organisisierter Vortrag von Brigadegeneral a.D. Günzel statt. Es waren ca. 60 Leute anwesend, die meisten so um die zwanzig ca. ein Viertel um die 60.
Nach dem Günzel den Raum betreten hatte und von einem Kameraden angekündigt worden war, standen ungefähr 70% der Hörer auf und applaudierten. Dann begann die Rede.
Als einleitende Worte erzählte er dass er sich freue mal wieder in Sachsen zu sein, diese Freude aber etwas getrübt worden war, durch eine Gruppe „Gutmenschen“, die auch dafür gesorgt hatten, dass er sich hier eine neue Brille leihen müsse. (Von dieser Art waren viele seiner Bemerkungen: Es werden keine Aussagen formuliert, sondern Andeutungen gemacht, die dann der Hörer weiterspinnen kann) Dazu verwunderte es ihn weiter, dass es immer wenn er irgendwo einen Vortrag hält ein großes Polizeiaufgebot gäbe, so viel also von der freien Meinungsäußerung gehalten werde. Nachdem er die Hohmann/Günzel –Sache aus seiner Sicht erläutert hatte (sein Brief unter der Verletzung des Briefgeheimnisses geöffnet, Struck ihn viel zu schnell gefeuert, Hohmann habe im Konjunktiv geredet, weder Juden noch Deutsche seien Tätervolk (Applaus)...) verfiel er in Selbstmitleid, keiner seiner Kameraden rede mehr mit ihm und er habe eben das Pech als einer des Gegnerischen Lagers geoutet worden zu sein.
Zur Wehrmacht bedauerte, dass als ihre einzige Heldentat der 20. Juli gefeiert, werde aber der Ruhm ihrer sonstigen Tugenden wie der Mut, die Opferbereitschaft und Tapferkeit der deutschen Soldaten geschmälert wurden. Er beanstandete an der heutigen Bundeswehr und den „Kaderschmieden für den Führernachwuchs“ dass der
“Chorgeist“ geringer sei als im Zentralrat der Juden, wo Paul Spiegel dem Friedmann sogar „richtige Verbrechen“ verziehen habe.
Jetzt wo Deutschland einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat wolle, da wäre es falsch die Bundeswehr zu verkleinern, da ein Land mit einer kleinen Armee aussenpolitisch an Bedeutung verliere.
Alle Fernsehsender seien linksunterwandert (Einruf: Das ist alles Dummbrot (meint: nicht linksunterwandert sonder dummbrotunterwandert))
Die Junge Freiheit sei eine mutige frische Zeitung.
Er sagte auch seinen Satz: „Dass im Namen dieses Krebsgeschwüres 'Political Correctness' Geschichte gefälscht und Recht gebeugt wird...“
Am Ende der Fragerunde wurde er gebeten ein Paar Beispiele für Geschichtsfälschung zu nennen, worauf er auf einen Professor ... verwies welcher als er den Vergleich zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus gewagt und außerdem die alleinige Schuld Deutschlands am 1. Weltkrieg in Frage gestellt hatte, deswegen arge Probleme bekommen hatte. Auf die wiederholte Bitte Beispiele für Geschichtsfälschung zu nennen, wurde es im Raume laut, jemand meldete sich und wollte auch diese Frage beantwortet bekommen. Leute fingen an die verschiedensten Namen von Orten und Personen zu nennen mit denen ich nichts anfangen konnte. Und die Veranstaltung wurde durch einen lauten Ruf „Siiiiiiiiiiiiillentium“ beendet. Man beugte sich der Autorität und 80% standen auf und applaudierten.
Ich wurde dann noch von Leuten bedrängt, die mir dann die ganzen Geschichtsfälschungen aufzählten, aber das Interessante finde ich, dass Günzel selbst kein einziges Beispiel dafür nennen wollte...
Aber der Vollständigkeit halber hier noch eine kurze Liste:
Es waren ja gar nicht 6 mio Juden; in Auschwitz wurde z.B. die Plakette mit den 4 dort getöteten Juden 1970 entfernt und durch eine mit 1.7 mio ersetzt, später durch eine mit 600.000 toten Menschen (was auch immer das bedeuten soll).
Polen hat angefangen mit den Aggressionen.
Der Jüdische Weltkongress habe am 27. März 1933 Deutschland den Krieg erklärt.
Es gibt in DD eine Gruppe Geschichtsinteressierter Menschen, bei denen man DIE Wahrheit erfahren könne: Am rechten Torhaus vom Militärmuseum (Olbrichtplatz) seien dazu Informationen zu bekommen.
Oft fielen Namen, von Personen oder Begebenheiten mit denen ich nichts anfangen konnte:
Entlassener General: von Marwitz, der in Ungnade gefallen worden war; ein gewisser Wutzleben, dem die Hosenträger zu Demütigung durchgeschnitten wurden (betretenes Schweigen); Jena/Auerstedt??
Ich finde schade, dass nach der Blockade des Ausgangs der Gaststätte keiner der Antifas gekommen ist, um sich auch den Vortrag anzuhören, und ein Paar anständige Kritikpunkte hervorzubringen. Das hätte die Sache interessanter gemacht: es waren bis auf ca. 5 (nach meinem Eindruck) nur Leute da die das toll fanden was der Mann von sich gab. Es war also ein Heimspiel und eine Bestätigung für ihn.
Nach dem Günzel den Raum betreten hatte und von einem Kameraden angekündigt worden war, standen ungefähr 70% der Hörer auf und applaudierten. Dann begann die Rede.
Als einleitende Worte erzählte er dass er sich freue mal wieder in Sachsen zu sein, diese Freude aber etwas getrübt worden war, durch eine Gruppe „Gutmenschen“, die auch dafür gesorgt hatten, dass er sich hier eine neue Brille leihen müsse. (Von dieser Art waren viele seiner Bemerkungen: Es werden keine Aussagen formuliert, sondern Andeutungen gemacht, die dann der Hörer weiterspinnen kann) Dazu verwunderte es ihn weiter, dass es immer wenn er irgendwo einen Vortrag hält ein großes Polizeiaufgebot gäbe, so viel also von der freien Meinungsäußerung gehalten werde. Nachdem er die Hohmann/Günzel –Sache aus seiner Sicht erläutert hatte (sein Brief unter der Verletzung des Briefgeheimnisses geöffnet, Struck ihn viel zu schnell gefeuert, Hohmann habe im Konjunktiv geredet, weder Juden noch Deutsche seien Tätervolk (Applaus)...) verfiel er in Selbstmitleid, keiner seiner Kameraden rede mehr mit ihm und er habe eben das Pech als einer des Gegnerischen Lagers geoutet worden zu sein.
Zur Wehrmacht bedauerte, dass als ihre einzige Heldentat der 20. Juli gefeiert, werde aber der Ruhm ihrer sonstigen Tugenden wie der Mut, die Opferbereitschaft und Tapferkeit der deutschen Soldaten geschmälert wurden. Er beanstandete an der heutigen Bundeswehr und den „Kaderschmieden für den Führernachwuchs“ dass der
“Chorgeist“ geringer sei als im Zentralrat der Juden, wo Paul Spiegel dem Friedmann sogar „richtige Verbrechen“ verziehen habe.
Jetzt wo Deutschland einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat wolle, da wäre es falsch die Bundeswehr zu verkleinern, da ein Land mit einer kleinen Armee aussenpolitisch an Bedeutung verliere.
Alle Fernsehsender seien linksunterwandert (Einruf: Das ist alles Dummbrot (meint: nicht linksunterwandert sonder dummbrotunterwandert))
Die Junge Freiheit sei eine mutige frische Zeitung.
Er sagte auch seinen Satz: „Dass im Namen dieses Krebsgeschwüres 'Political Correctness' Geschichte gefälscht und Recht gebeugt wird...“
Am Ende der Fragerunde wurde er gebeten ein Paar Beispiele für Geschichtsfälschung zu nennen, worauf er auf einen Professor ... verwies welcher als er den Vergleich zwischen Nationalsozialismus und Kommunismus gewagt und außerdem die alleinige Schuld Deutschlands am 1. Weltkrieg in Frage gestellt hatte, deswegen arge Probleme bekommen hatte. Auf die wiederholte Bitte Beispiele für Geschichtsfälschung zu nennen, wurde es im Raume laut, jemand meldete sich und wollte auch diese Frage beantwortet bekommen. Leute fingen an die verschiedensten Namen von Orten und Personen zu nennen mit denen ich nichts anfangen konnte. Und die Veranstaltung wurde durch einen lauten Ruf „Siiiiiiiiiiiiillentium“ beendet. Man beugte sich der Autorität und 80% standen auf und applaudierten.
Ich wurde dann noch von Leuten bedrängt, die mir dann die ganzen Geschichtsfälschungen aufzählten, aber das Interessante finde ich, dass Günzel selbst kein einziges Beispiel dafür nennen wollte...
Aber der Vollständigkeit halber hier noch eine kurze Liste:
Es waren ja gar nicht 6 mio Juden; in Auschwitz wurde z.B. die Plakette mit den 4 dort getöteten Juden 1970 entfernt und durch eine mit 1.7 mio ersetzt, später durch eine mit 600.000 toten Menschen (was auch immer das bedeuten soll).
Polen hat angefangen mit den Aggressionen.
Der Jüdische Weltkongress habe am 27. März 1933 Deutschland den Krieg erklärt.
Es gibt in DD eine Gruppe Geschichtsinteressierter Menschen, bei denen man DIE Wahrheit erfahren könne: Am rechten Torhaus vom Militärmuseum (Olbrichtplatz) seien dazu Informationen zu bekommen.
Oft fielen Namen, von Personen oder Begebenheiten mit denen ich nichts anfangen konnte:
Entlassener General: von Marwitz, der in Ungnade gefallen worden war; ein gewisser Wutzleben, dem die Hosenträger zu Demütigung durchgeschnitten wurden (betretenes Schweigen); Jena/Auerstedt??
Ich finde schade, dass nach der Blockade des Ausgangs der Gaststätte keiner der Antifas gekommen ist, um sich auch den Vortrag anzuhören, und ein Paar anständige Kritikpunkte hervorzubringen. Das hätte die Sache interessanter gemacht: es waren bis auf ca. 5 (nach meinem Eindruck) nur Leute da die das toll fanden was der Mann von sich gab. Es war also ein Heimspiel und eine Bestätigung für ihn.
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Ergänzungen
Gelungener antifaschistischerStudentenprotest
Presse-Erklärung
Gelungener antifaschistischer Studentenprotest
Die Antifa Hochschulgruppe der TU Dresden initiierte am 9. 12. 2004 um 19 Uhr eine Gegenveranstaltung zu dem geplanten Vortrag von Ex-General Reinhard Günzel bei der Burschenschaft Cheruskia. Thema war Günzels Unterstützung für die antisemitische Rede Martin Hohmanns am 3. Oktober 2003.
Susanne Lange von der Hochschulgruppe sagte "Wir freuen uns, dass sich so viele KommilitonInnen unserem Protest gegen den Ex-General Günzel angeschlossen haben, einem Mann, der offen mit Neonazis verkehrt. Auch in Zukunft wird sich die Antifa Hochschulgruppe solchen oder ähnlichen Veranstaltungen entgegenstellen."
Zur angegebenen Uhrzeit fanden sich ca. 70 Personen vor der Buchhandlung der TU Dresden ein. Teilnehmerinnen erfuhren, dass Günzel mit Burschenschaftlern in einem nahe gelegenen Lokal zu Abend ass.
Die Versammlung zog mit einem Transparent der Antifa Hochschulgruppe vor das Lokal und machte lautstark auf ihr Anliegen aufmerksam. Über Megafon wurde ein Redebeitrag zu Günzel, der Burschenschaft Cheruskia und deren braunem Betreiben verlesen.
Passanten wurden durch Flyer und Parolen über die gerade stattfindende Blockade Günzels informiert. Es kam daraufhin zu spontaner Unterstützung.
Eine sich nähernde Gruppe von ca. 10 Neonazis wurde zum Verlassen des Schauplatzes angehalten und leistete ohne Widerspruch Folge.
Als Günzel und Gefolgschaft schliesslich durch den Hinterausgang das Lokal verliess, kam es zu Eierwürfen auf diese Gruppe.
Nach einem abschließenden Redebeitrag entschloss sich die Hochschulgruppe die Aktion zu beenden.
Wissenserweiterung für Antifas
Entlassener General: von Marwitz, der in Ungnade gefallen worden war; ein gewisser Wutzleben, dem die Hosenträger zu Demütigung durchgeschnitten wurden"
Falls es dich ernsthaft interessiert:
Marwitz: Ihm wurde von Friedrich "dem Grossen" im Krieg befohlen, dass Schloss eines Feindes/Verräters zu zerstören. Er weigerte sich, und wurde entlassen. Auf seinem Grabstein steht heute: "Er wählte den Ungehorsam, weil der Gehorsam die grössere Schande war" (kein schlechter Spruch übrigens!)
von Witzleben: einer der (viel zu späten) Verschwörer vom 20.Juli.
Vor Freislers Volksgerichtshof musste er ohne Gürtel und Hosenträger stehen. Freisler daraufhin: "Sie schmutziger alter Mann, fummeln Sie nicht dauernd an ihrer Hose!"
kann mir jemmand
völkerschlacht
danke für deinen Beitrag aber die Völkerschlacht war bei Leipzig!
jena-auerstedt war ein andere im napolionischen Krieg...
@sind
Völkerschlacht!
Leipzig - 16.-19. Oktober 1813
nur gut dass dieses schrecklich Völkerschlachdenkmal als Beweis da steht...;-) (in leipzig)
wer ist hier der echte Antifa?
Günzel hat seinen Job verloren wegen einer privaten Meinung, die er nicht einmal offiziell verlautbaren ließ. Was wollt ihr denn noch von ihm? Im Gegensatz zu euch lässt er seine "Gegner" zu Wort kommen um z.B. über seine gehaltene Rede zu diskutieren. Wer ist hier also kritikunfähig?
in all den Jahren habt ihr immer noch nicht gelernt, wie man sich in einer Demokratie verhält und seid zu faul eure kleinen Köpfchen anzustrengen um schlagkräftige Argumente zu bringen, statt schlagkräftig mit Eiern zu werfen.
die Aktion war ein typisches Eigentor
vortrag anhören
allgemeinbildung
mein name ist götz kubitschek, ich bin der verleger von general günzel, habe heute mit ihm telefoniert und bin doch geschockt von der aktion in dresden. Ihren bericht zum vortrag las ich, nun ja. zumindest die sachfragen möchte ich klären, allgemeinbildung ist alles.
1. von der marwitz: preußischer offizier, der unter friedrich dem großen den befehl zur brandschatzung eines dorfs verweigerte, also „ungnade wählte, wo gehorsam kein ehre brachte“, so in etwa stehts auf seinem grabstein.
2. von witzleben: mitverschwörer stauffenbergs, stand ohne gürtel und hosenträger vor dem ns-richter freisler und hatte sich beständig die hose festzuhalten.
3. jena und auerstedt: entscheidungsschlachten der preußen gegen napoleon, 1806, die mit der niederlage preußens endeten. Von dort aus: preußische reformen und schließlich sieg über napoleon in der völkerschlacht bei leipzig.
alles andere, auch Ihre art zu kommentieren und die Ihrer freunde, den general zu bekämpfen, belustigt mich. Sie müssens selber mit sich ausmachen, ob sie einen gegner getroffen haben oder ob Sie nicht doch nur der idealistische und nützliche idiot einer regierung sind, die von sich behauptet, einmal für meinungsfreiheit auf die straße gegangen zu sein.
gruß. kubitschek
Bullen im Weg
MAn hätte doch locker noch vor das Gebäude der Cheruscia gemeinsam laufen können und Protest äußern. Ich selbst bin mit ca. 5 anderen danach noch hin, haben dann aber einen Platzverweis dafür bekommen. Schade, als große Gruppe hätte man sicher mehr machen können.
Warum sind alle AntifaschistInnen so schnell abgehauen???
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
burschis — sind
burschis — sind
Profa — Antifa