Unpünktlicher Prozeßbeginn in Hamburg

travelling transindy 24.02.2005 22:36 Themen: Freiräume Repression
Zum Auftakt einer Prozeßserie gegen die TeilnehmerInnen an der Aktion "Einmal im Leben pünktlich sein" kamen um die hundert UnterstützerInnen zu einer Kundgebung vor dem Amtsgericht Hamburg zusammen.
Unpünktlicher Prozeßbeginn in Hamburg

Zum Auftakt einer Prozeßserie gegen die TeilnehmerInnen an der Aktion "Einmal im Leben pünktlich sein" kamen um die hundert UnterstützerInnen zu einer Kundgebung vor dem Amtsgericht Hamburg zusammen.
Mit Transparenten, Soundsystem, Infowand, Flugblättern und einem schicken alten Wohmmobil wurde an die Aktion vor einem starken Dreivierteljahr erinnert, als hundert Wohnmobile von überallher pünktlich um 6:46 auf der Hamburger St. Pauli Hafenstraße zusammenkamen, um gegen die Kriminalisierung und Schikanierung des Lebens im Wagen zu demonstrieren.
Damals wurde trotz Anmeldern und Anwälten vor Ort, sowie der Bereitschaft, binnen einer halben Stunde die Kundegebung an einen anderen Platz in Hamburg zu verlegen, von den cops über fünf Stunden lang gewalttätig geräumt, Fahrzeuge beschädigt, Leute mit Pfefferspray und Knüppeln malträtiert und stundenlang eingefahren.
Obwohl das ganze eine Kundgebung war, alle Aspekte einer politischen Versammlung gegeben waren, wurde stumpf geräumt.

So rügten denn auch die AnwältInnen zu Beginn des Verfahrens gegen einen von insgesamt 48 Beschuldigten die Verweigerung des Versammlungsrechts als Prozeßhindernis.
Daß der Gerichtssaal mit 20 Plätzen viel zu klein war, mithin die Öffentlichkeit nicht entsprechend hergestellt war, interessierte den Amtsrichter NOTHMANN nicht die Bohne.
Nach Ablehnung der Anträge der Verteidigung durfte die Staatsanwaltschalt dann ihre Anklage verlesen - Tenor: alles Blockade und Nötigung.
Immerhin kam der Richter auf die prozeßökonomische Idee, alle Verfahren in dem Fall, die bei ihm laufen, midestens für die Beweisaufnahme zusammen zu legen.

Es war kalt, aber schön, viele bekannte Gesichter zu sehen.
Das nächste Verfahren in der Angelegenheit findet vor einem anderen Richter am 11. April 2005 vor dem Amtsgericht Hamburg statt.
Ein Verfahren vor dem Jugendgericht Gladbeck in nämlicher Sache wird am Montag, 28. Februar um 12:00 Uhr fortgesetzt.

KOMMT ZU DEN PROZESSEN !!! FÜR SELBSTORGANISATION !!! DIE PLÄTZE UND HÄUSER DENEN DIE DRIN WOHNEN !!! FREIRÄUME VERTEIDIGEN !!! NIEDER MIT DER NEOLIBERALEN AUSPLÜNDERUNG DES PLANETEN !!!
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Ergänzungen

ok, aber ist das alles??

wara 25.02.2005 - 00:00
wie war die demo? wie ging der prozess denn jetzt aus? was jetzt so los in HH?

titel der ergänzung

dein name 25.02.2005 - 16:05
Pünktlich ab 12.00 Uhr versammelten sich ca.100 wagenbewohner,betroffene und sympatisanten vor dem Gerichtsgebäude in Hamburg/Sievekingsplatz,bei Punk-Rock-Mukke ,warmen und gekühlten getränken,infotafeln und Bullen.

Aufgrund des grossen andranges ins Gerichtsgebäude zu gelangen,dauerte es mindesten ne halbe stunde(eher länger )bis alle Richtung Gerichtssaal gelangen konnten.Bier und Trillerpfeifen und Schlüssel waren tabu...
Sichtlich vom andrang genervt,mussten die Beamten erklären ,wie wo und was man hier und da abgeben und hinlegen muss ,um durch die schleuse zu gehen.
Der "viel zu klein" gewählte Gerichtssaal bot leider nur Platz für 20 Personen,so dass der Rest der teilnehmer bekanntschaft mit dem prunkvollem mosaik-flisen-fussboden machte und derweil vor dem Saal verharte.(sogar rauchen durfte man hier)Nur ab und zu gelang es etwas "saal-Luft"zu erschnuppern,immer dann wenn die Tür aufging oder jemand voon "drinnen" seinen Platz anbot.

Nach ca. 1 h Verhandlungszeit beschloss der Richter alle 48 verfahren zusammenzulegen ,um nicht für jeden Fall eine neue Beweisauflage erbringen zu müssen...

Wir werden sehen,nächstes mal noch zahlreicher erscheinen!!!!!!!!!

Und auch an dieser stelle, 05.03.05.15.00h GÄNSEMARKT
ÜBERREGIONALE GROSSDEMONSTRATION gegen den Umbau des Schanzenturms und gegen die neuen Polizeigesetze in Hamburg..

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