HH: Party wegen Preis für Mövenpig-Hotel?!
Das Mövenpick-Hotel im Schanzenpark-Wasserturm ist auf der Immobilienmesse in Cannes ausgezeichnet worden. Das 2007 unter Polizeischutz eröffnete Haus erhielt den "Mipim-Award" 2008 in der Kategorie "Hotels und Ferienanlagen". Aus diesem Anlass soll zeitnah eine angemessene Feierlichkeit in Hamburg stattfinden.
Der MIPIM-Award wird seit 1991 vergeben und gilt als Oscar der Immobilien-Branche. Die Jury lobte die sensible Umgestaltung des Baudenkmals unter Beachtung der lokalen Gegebenheiten (!) und bewertete Kriterien wie architektonische Qualität, Originalität, Infrastruktur und Service-Angebot.
"Wir sind ausserordentlich stolz auf diese prestigeträchtige internationale Auszeichnung", sagt Jean Gabriel Pérès von Mövenpick. "Der MIPIM Award bedeutet höchste Anerkennung für eines der spektakulärsten und erfolgreichsten Hotels in unserem Portfolio und unterstreicht die Intention, unsere Gäste mit durchgestylten und erfrischenden Hotelkonzepten positiv zu überraschen." Und: "Das Projekt ist so sensibel umgesetzt worden, dass man den Unterschied zwischen früherer und heutiger Außenansicht kaum erkennen kann, so dass wir hier die Tradition mit der Zukunft verbinden. Der Turm ist heute wieder ein lebendiges Wahrzeichen der Stadt", so Jürgen Kolper, Geschäftsführer der PATRIZIA Projektentwicklung.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Jury nicht alle Ereignisse der vergangenen Jahre kennt: Vielen AnwohnerInnen ist das Hotel nach wie vor ein Dorn im Auge.
Warum eigentlich?
Das Hotel im Schanzenpark…
… ist Verschleuderung öffentlichen Eigentums. „Investor“ Storr bezahlte für den Turm 1.- DM, für den umliegenden Grund keine 40 000 DM! Trotz Verpflichtung, den Turm zu erhalten, wurde über zehn Jahre nichts gemacht. Außerdem war eine 50%ige öffentliche Nutzung des Turms vereinbart. Davon hat sich Projektentwicklerin Patrizia mit einer Million € für Stadtteilprojekte freigekauft.
.. schränkt die Nutzung des Parks nachhaltig ein. Ein Vertrag mit dem Bezirksamt regelt, wie viele Veranstaltungen, Kinderfeste, Fußballturniere etc. den Hotelgästen zuzumuten sind. Am Eingang Schlump sollten Wiese, Lärmschutzwand und (wiederum) zahlreiche Bäume unter Beton verschwinden.
Bereits während der Bauphase wurde das Parkleben durch Personenkontrollen und Hunderte von haltlosen Platzverweisen reglementiert Die Polizei betrachtet inzwischen den gesamten Park als „gefährdetes Objekt“.
… ist außerdem illegal. Eine Klage von AnwohnerInnen wurde lediglich nicht zugelassen, da diese zu weit vom Turm entfernt wohnen und somit nicht klageberechtigt sind. Erhebliche Zweifel äußerte das Gericht dagegen zur Rechtmäßigkeit der Baugenehmigungen.
…ist ein Symbol für Umstrukturierung der westlichen Innenstadt im Sinne des Hamburger Senats. Die so genannte allgemeine Aufwertung der betroffenen Stadtteile führt zur Vertreibung weniger konsumkräftiger Menschen. Bereits „normale“ Mietsteigerungen, Zwangsumzüge aufgrund von Hartz IV, Kampagnen gegen als besonders störend empfundene Gruppen befördern die erwünschte Sozialstruktur.
Auch wenn der Polizeischutz inzwischen abgezogen ist, sind die Uniformierten im Park geblieben. Und kaum hält der private Wachdienst jemanden für verdächtig, ist rasch eine Delegation des Polizeireviers Lerchenstraße vor Ort. Das im neuen Hamburger Polizeigesetz festgeschriebene Aufenthaltsverbot wandte die Polizei im Dezember 2007 gegen eine Hotelgegnerin an: Die Frau erhielt drei Monate "Parkverbot" (das mittlerweile aufgehoben wurde).
Aus all diesen Gründen haben wir vor, uns an der Feier zur Verleihung des Mumpitz-Award zu beteiligen und Patrizia und Mövenpig mal wieder mit unserer Meinung zu durchgestylten und erfrischenden Hotelkonzepten positiv zu überraschen.
Mövenpig die Sterne klauen!
Schanzenpark für alle!
"Wir sind ausserordentlich stolz auf diese prestigeträchtige internationale Auszeichnung", sagt Jean Gabriel Pérès von Mövenpick. "Der MIPIM Award bedeutet höchste Anerkennung für eines der spektakulärsten und erfolgreichsten Hotels in unserem Portfolio und unterstreicht die Intention, unsere Gäste mit durchgestylten und erfrischenden Hotelkonzepten positiv zu überraschen." Und: "Das Projekt ist so sensibel umgesetzt worden, dass man den Unterschied zwischen früherer und heutiger Außenansicht kaum erkennen kann, so dass wir hier die Tradition mit der Zukunft verbinden. Der Turm ist heute wieder ein lebendiges Wahrzeichen der Stadt", so Jürgen Kolper, Geschäftsführer der PATRIZIA Projektentwicklung.
Der Verdacht liegt nahe, dass die Jury nicht alle Ereignisse der vergangenen Jahre kennt: Vielen AnwohnerInnen ist das Hotel nach wie vor ein Dorn im Auge.
Warum eigentlich?
Das Hotel im Schanzenpark…
… ist Verschleuderung öffentlichen Eigentums. „Investor“ Storr bezahlte für den Turm 1.- DM, für den umliegenden Grund keine 40 000 DM! Trotz Verpflichtung, den Turm zu erhalten, wurde über zehn Jahre nichts gemacht. Außerdem war eine 50%ige öffentliche Nutzung des Turms vereinbart. Davon hat sich Projektentwicklerin Patrizia mit einer Million € für Stadtteilprojekte freigekauft.
.. schränkt die Nutzung des Parks nachhaltig ein. Ein Vertrag mit dem Bezirksamt regelt, wie viele Veranstaltungen, Kinderfeste, Fußballturniere etc. den Hotelgästen zuzumuten sind. Am Eingang Schlump sollten Wiese, Lärmschutzwand und (wiederum) zahlreiche Bäume unter Beton verschwinden.
Bereits während der Bauphase wurde das Parkleben durch Personenkontrollen und Hunderte von haltlosen Platzverweisen reglementiert Die Polizei betrachtet inzwischen den gesamten Park als „gefährdetes Objekt“.
… ist außerdem illegal. Eine Klage von AnwohnerInnen wurde lediglich nicht zugelassen, da diese zu weit vom Turm entfernt wohnen und somit nicht klageberechtigt sind. Erhebliche Zweifel äußerte das Gericht dagegen zur Rechtmäßigkeit der Baugenehmigungen.
…ist ein Symbol für Umstrukturierung der westlichen Innenstadt im Sinne des Hamburger Senats. Die so genannte allgemeine Aufwertung der betroffenen Stadtteile führt zur Vertreibung weniger konsumkräftiger Menschen. Bereits „normale“ Mietsteigerungen, Zwangsumzüge aufgrund von Hartz IV, Kampagnen gegen als besonders störend empfundene Gruppen befördern die erwünschte Sozialstruktur.
Auch wenn der Polizeischutz inzwischen abgezogen ist, sind die Uniformierten im Park geblieben. Und kaum hält der private Wachdienst jemanden für verdächtig, ist rasch eine Delegation des Polizeireviers Lerchenstraße vor Ort. Das im neuen Hamburger Polizeigesetz festgeschriebene Aufenthaltsverbot wandte die Polizei im Dezember 2007 gegen eine Hotelgegnerin an: Die Frau erhielt drei Monate "Parkverbot" (das mittlerweile aufgehoben wurde).
Aus all diesen Gründen haben wir vor, uns an der Feier zur Verleihung des Mumpitz-Award zu beteiligen und Patrizia und Mövenpig mal wieder mit unserer Meinung zu durchgestylten und erfrischenden Hotelkonzepten positiv zu überraschen.
Mövenpig die Sterne klauen!
Schanzenpark für alle!
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
es gibt viele wege — nur nutz die keiner
nur nutz(t) die keiner — wege...
super idee! — löffel
@ nur nutz die keiner — nun nicht mehr
Hier liest jeder mit.. — auch Bullen!...
Ihr,Ihr — Ihr !
schonmal — daran