Teufelskreis Praktikum
Warum wollen Arbeitgeber die Studenten nicht dazu aufmuntern, Berufserfahrungen zu sammeln, indem sie Praktikumsplätze gemäß den Arbeitsleistungen, die oft genau die Gleichen sind, wie die der fest angestellten Mitarbeitern, angemessen vergüten?
Die Universität München als eine der ersten Eliteuniversität Deutschlands bietet ihren Studenten endlose Möglichkeiten. Allerdings kämpft man als Bachelorstudent sowohl mit dem zusammengepressten Stundenplan als auch mit vielen anderen Hindernissen, wie beispielsweise den Studiengebühren, Nebenjobs und natürlich mit den Pflichtpraktika in den Semesterferien.
Generation Praktikum hat seit mehr als zehn Jahren einen bitteren Beigeschmack. Als Student der Kommunikationswissenschaften ist die Gewissheit, dass Presse, Rundfunk und Fernsehen besonders praktikumsintensive Branchen sind ein echter Stressfaktor. Wer es endlich geschafft hat, im Medienbereich ein Praktikumsplatz zu ergattern, muss danach eine Lösung finden, seinen Lebensunterhalt weiter finanzieren zu können, da die Praktikumsvergütung meist bei Weitem nicht ausreicht, um einen Monat zu überstehen.
Außer man hat natürlich das Glück, vom Staat oder dem Elternhaus unterstützt zu werden.
Klassenkampf 2008! Und wieder hat die obere Schicht einen klaren Vorteil: Studenten, deren Eltern ein gutes Einkommen haben können einfach so Praktika belegen, ohne Angst vor den ökonomischen Konsequenzen. Aber nicht nur das! Aufgrund der Mehrzahl von Referenzen in ihrem Lebenslauf im Vergleich zu Studenten, die ihr Leben selbst mit Nebenjobs, die nichts auf dem Lebenslauf zu suchen haben, finanzieren müssen, werden sie auch attraktiver von den Arbeitgebern wahrgenommen und bekommen bedeutend leichter Plätze in den großen und angesehenen Unternehmen.
Der Rest bleibt auf der Strecke. Viele müssen auch nach einem abgeschlossenen Studium noch Praktikumsangebote annehmen, obwohl sie eigentlich auf der Suche nach einer Festanstellung sind.
Warum wollen Arbeitgeber die Studenten nicht dazu aufmuntern, Berufserfahrungen zu sammeln, indem sie Praktikumsplätze gemäß den Arbeitsleistungen, die oft genau die Gleichen sind, wie die der fest angestellten Mitarbeitern, angemessen vergüten?
Warum ist der Bereitschaft nicht da, das gleiche Gehalt zu zahlen für die gleiche Arbeit? Es ist fast absurd, zu wissen, dass einige Unternehmen Neueinstellungen reduzieren wollen und dadurch viel Geld sparen. Praktika sollen dazu dienen, Türen zu öffnen, so dass Studenten in der Arbeitswelt Fuß fassen können. Es entsteht ein Teufelkreis, den man als Student nicht durchbrechen kann! Man kann nicht wirklich ‚nein’ sagen und eben durch diese Abhängigkeit der Studenten von ihren eventuellen zukünftigen Arbeitgebern bleiben die Plichtpraktika reine Ausbeutung.
Gerade junge Leute, die ihre Zukunft starten, müssen auch von irgendwas leben!
Generation Praktikum hat seit mehr als zehn Jahren einen bitteren Beigeschmack. Als Student der Kommunikationswissenschaften ist die Gewissheit, dass Presse, Rundfunk und Fernsehen besonders praktikumsintensive Branchen sind ein echter Stressfaktor. Wer es endlich geschafft hat, im Medienbereich ein Praktikumsplatz zu ergattern, muss danach eine Lösung finden, seinen Lebensunterhalt weiter finanzieren zu können, da die Praktikumsvergütung meist bei Weitem nicht ausreicht, um einen Monat zu überstehen.
Außer man hat natürlich das Glück, vom Staat oder dem Elternhaus unterstützt zu werden.
Klassenkampf 2008! Und wieder hat die obere Schicht einen klaren Vorteil: Studenten, deren Eltern ein gutes Einkommen haben können einfach so Praktika belegen, ohne Angst vor den ökonomischen Konsequenzen. Aber nicht nur das! Aufgrund der Mehrzahl von Referenzen in ihrem Lebenslauf im Vergleich zu Studenten, die ihr Leben selbst mit Nebenjobs, die nichts auf dem Lebenslauf zu suchen haben, finanzieren müssen, werden sie auch attraktiver von den Arbeitgebern wahrgenommen und bekommen bedeutend leichter Plätze in den großen und angesehenen Unternehmen.
Der Rest bleibt auf der Strecke. Viele müssen auch nach einem abgeschlossenen Studium noch Praktikumsangebote annehmen, obwohl sie eigentlich auf der Suche nach einer Festanstellung sind.
Warum wollen Arbeitgeber die Studenten nicht dazu aufmuntern, Berufserfahrungen zu sammeln, indem sie Praktikumsplätze gemäß den Arbeitsleistungen, die oft genau die Gleichen sind, wie die der fest angestellten Mitarbeitern, angemessen vergüten?
Warum ist der Bereitschaft nicht da, das gleiche Gehalt zu zahlen für die gleiche Arbeit? Es ist fast absurd, zu wissen, dass einige Unternehmen Neueinstellungen reduzieren wollen und dadurch viel Geld sparen. Praktika sollen dazu dienen, Türen zu öffnen, so dass Studenten in der Arbeitswelt Fuß fassen können. Es entsteht ein Teufelkreis, den man als Student nicht durchbrechen kann! Man kann nicht wirklich ‚nein’ sagen und eben durch diese Abhängigkeit der Studenten von ihren eventuellen zukünftigen Arbeitgebern bleiben die Plichtpraktika reine Ausbeutung.
Gerade junge Leute, die ihre Zukunft starten, müssen auch von irgendwas leben!
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Ergänzungen
2,46€ Stundelohn
UND SCHÜLER, AZUBIS UVM......
Kampagne der FAU Berlin
Das Ausufern der unbezahlten Arbeit in ihren verschiedenen Formen steht im Zusammenhang der neoliberalen Offensive und der allgemeinen Prekarisierung. Auf dieser Seite findest du allgemeine Informationen zu unbezahlter Arbeit, unabhängig von ihrer jeweiligen Form, und zusammenhängende Themen.
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