Hamburg verschleppt Platzsuche für Camps

Klimacamp HH 16.07.2008 12:33 Themen: Antirassismus Biopolitik Globalisierung Repression Ökologie
Camps fordern Platz in Hamburg ein

Vom 15. bis 24. August werden mehrere tausend Menschen bei den politischen Aktionscamps der Klima- und antirassistischen Bewegung in Hamburg erwartet. Die Suche nach einem Platz für Veranstaltungen und Unterbringung der Aktivistinnen und Aktivisten wird seit Wochen von städtischen Behörden verzögert, obwohl es einen geeigneten und zentral gelegenen Ort gibt.
„Hamburg wird als Symbol inhumaner Abschiebepolitik und des unverantwortlichen Ausbaus der Kohleverstromung unweigerlich ein Ort des Protests gegen diese Politik sein. Daran kann keine städtische Grünflächenordnung etwas ändern.“, so Tadzio Müller von der Klimacampvorbereitung.

Die Vorbereitungsgruppen der Camps fordern die Stadt auf, den beantragten Platz auf dem Entenwerder zu genehmigen. „Politischer Protest muss zentral sichtbar werden. Es liegt auch im Interesse der Stadt Hamburg, dass es einen rechtzeitig feststehenden Platz gibt, auf dem die Infrastruktur wie Wasserversorgung und sanitäre Anlagen vorbereitet werden kann. Wildes Campen in der ganzen Stadt wollen weder wir noch die Menschen in Hamburg.“ erklärt Ines Koburger vom Klimacamp.

Die Camps werden sich mit inhaltlichen Diskussionen sowie kleinen und großen ungehorsamen Aktionen unter anderem mit den von Hamburg ausgehenden Abschiebungen, dem Bau des Kohlekraftwerks Moorburg, der europäischen Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge und der Verarbeitung von Agrotreibstoffen auseinandersetzen.

"Um es deutlich zu sagen: Wir erwarten, dass die Hamburger Flughafenverwaltung die Hamburger Innen-und Ausländerbehörde davon unterrichtet, dass Abschiebungen via Hamburg nicht mehr erwünscht und zu unterlassen sind", so Andrea Doria vom antirassistischen Camp.

Zu Presseberichten über gewaltbereite Campteilnehmer erwidert Tadzio Müller: "Gewalt bei politischen Protesten ging in den letzten Jahren
immer wieder von der Polizei aus - wir hoffen, dass dies keine Wiederholung findet."

 http://camp08.antira.info
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Ergänzungen

Umfrage zu Polizeieinsatz

Kai Diekmann 16.07.2008 - 14:16
Die Bildzeitung hat eine Umfrage gestartet, welches polizeiliche Vorgehen für das "Chaos-Camp" alias Klima und AntiRa Camp angemessen werden.
Auf die Frage: "linke planen Hamburger Chaos-Camp. Soll die Polizei hart durchgreifen"?
gibt es diese beiden sensationellen Antwortsmöglichkeiten:
- JA, Chaosprotestes sind eine Schande für die Stadt
- Nein, Zumindestens nicht so lange sie friedlich bleiben

Die Abstimmung läuft, noch Beteiligung unter:  http://www.bild.de/BILD/hamburg/aktuell/2008/07/16/polizei-ist-alarmbereit/linke-planen-chaos-camp.html

ortsvorschlag für guerillacamperInnen

ortskundiger 16.07.2008 - 14:24
 http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&q=Niendorf+Hamburg,+Hamburg,+Hamburg,+Deutschland&ie=UTF8&cd=1&geocode=0,53.618298,9.951699&ll=53.634995,9.933486&spn=0.013054,0.032101&t=h&z=15

seht ihr den see dort? (auf "satellit" umstellen)

die wiesen dort sind überwiegend privatgelände. einerseits ein modelflugverein. andererseits ein "sassenhof"

wenn sich dort nicht zu viele leute zusammen versammeln, könnte zumindest dort für eine nacht gezeltet werden. der flughafen ist ja auch gleich in der nähe mit dem fahrrad zu erreichen. außerdem würden annähernde polizeiwagen ganz gut bemerkt werden.

Die PK am 18.7. auf der Moorweide...

leutaushh 16.07.2008 - 15:53
...für die auf der Demo am Samstag mit Flyern mobilisiert wurde ist übrigens abgesagt, weil die Pressegruppe des Antiracamps lieber eine PK auf ner Barkasse machen will.

Camping am Flughafen

here may be name 16.07.2008 - 17:39
Eine andere Möglichkeit könnte vielleicht diese Ecke sein:
 http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=53.652097,+9.988192&ie=UTF8&t=h&ll=53.651729,9.984781&spn=0.004706,0.013947&z=17&iwloc=addr

Der Flughafen und die Landesgrenze Hamburg/Schleswig-Holstein sind jeweils nur einen ... erm ... Steinwurf entfernt

PK am 18.07.

xyz 16.07.2008 - 18:16
findet statt der Aktion die auf den Flyern stand etwas anderes statt? oder sollten wir nicht ein fach alle die PK an den Landungsbrücken besuchen und empfangen?

camp08 Pressekonferenz/Aktion

Andrea Doria 17.07.2008 - 16:23
Hier zum besseren Verständnis eine Zusammenfassung der Diskussion auf dem bundesweiten camp08-Treffen am Sonntag, warum am Freitag, den 18.8. keine (Presse-)Aktion stattfindet:

1. Die nächste Pressekonferenz (PK) muss unbedingt eine gemeinsame von
Klima- und AntiRa-Camp sein, deshalb waren wir dagegen, dass am Donnerstag
eine zu gegenstrom stattfindet und am Freitag dann erst die gemeinsame -
außerdem ist das pressestrategisch ungünstig, an zwei Tagen nacheinander
was zu machen.
2. Inhalt der gemeinsamem PK sollte nicht nur der Platz, sondern unsere
gesamten Inhalte und Aktionen (= warum wollen wir einen Platz?) sein.
Deshalb die Idee mit der Barkassenfahrt, auf der an passenden Orten Bilder
und Inhalte (zum Platz, EU-Grenzen, Abschiebungen, Kohlekraftwerk,
Biokraftstoffe etc.) vermittelt werden.
Zum Termin mussten wir Praktisches berücksichtigen: Pressezeiten, Tide(wg. Befahrbarkeit bestimmter Strecken), Anwesenheit eines Kreuzfahrtschiffs und genug Vorbereitungszeit - deshalb haben wir uns auf den 24.7. 11 Uhr (ab Anleger Vorsetzen, U-Bahn Baumwall) geeinigt.
Andrea Doria, Antira-Camp-Pressegruppe
Tel.: 0162-8687180

sinnvolles tun

kein mensch ist illegal 17.07.2008 - 16:35
wer sinnvolles tun will nimmt sein zelt und geht am donnerstag den 24.07.2008 in entenwerder um 10.30 - 12.00 uhr probecampen
am besten da wo das von der wasserseite aus sichtbar ist.

Weiterer Springer Hetz Artikel

http://www.bild.de 18.07.2008 - 15:07
Bauwagen bleiben, und wir alle zahlen

Die Bauwagen-Punks in der Gaußstraße haben ihren Alterssitz sicher. Hamburgs Finanzsenator Dr. Michael Freytag (50, CDU) hat den rund 5000 Quadratmeter großen Platz für knapp 2,7 Millionen Euro gekauft. Als die CDU noch in der Opposition war, hatte sie jahrelang die Räumung gefordert.

Am Donnerstag wird die Kommission für Bodenordnung, in der Schwarz-Grün die Mehrheit hat, das Geschäft absegnen.

Bisher gehört das Gelände (35 Bauwagen in denen 44 Punks wohnen) dem Bauverein zu Hamburg. Ende letzten Jahres lief der Pachtvertrag mit der Stadt aus. Der Bauverein wollte das Grundstück verkaufen. Eine Räumung drohte.

Die schwarz-grüne Bezirkskoalition in Altona aber wollte nicht räumen lassen. Und auch in Senats-Kreisen denkt man immer noch mit Schrecken an die wochenlangen Krawalle 2002 nach der Räumung des Bambule-Bauwagenplatzes im Schanzenviertel.

Freytag musste deshalb tief in die Staatskasse greifen. Künftig sollen die Bauwagen-Punks eine kostendeckende Pacht zahlen. Bisher beteiligen sie sich mit etwa 50 000 Euro an der Platz-Miete, zahlen zusätzlich Strom, Wasser und Müllabfuhr.

Langfristig soll die Pacht auf 170 000 Euro erhöht werden, allerdings wird darüber noch verhandelt.

Egal welcher Preis letztlich ausgehandelt wird: der Steuerzahler blecht.

Die Punks haben auch in ihren Bauwagen Anspruch auf Wohngeld. Steigt die Pacht, erhöht sich auch das Wohngeld, das dann der Bezirk kassiert.

Auch der Bauwagenplatz am Rondenbarg (Bahrenfeld) soll nach dem Willen von Schwarz-Grün bleiben. Dort leben auf einer ehemaligen Müllkippe rund 30 Männer und Frauen in knapp zwei Dutzend Bauwagen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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rosengarten/finkenwerder — lindenberg

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