Räumung des Bombodromcamps verhindert

Infogruppe Rosa Heide 19.07.2008 19:26 Themen: Militarismus
Die Besetzung des Bombodroms geht weiter. Die von der Bundeswehr für 16 Uhr und anschließend 17 Uhr angekündigte Räumung des Widerstandscamps gegen das Bombodrom ist abgesagt. Die BesetzerInnen weigerten sich, den Forderungen der Feldjäger Folge zu leisten und folgten stattdessen ihrem eigenen Programm. Mehrere Gruppen haben sich den Tag über mit dem Gelände vertraut gemacht.
Die Feldjäger hatten für 16 Uhr eine Räumung angekündigt. Während sich noch zahlreiche Gruppen auf dem Gelände "kundig machten", war klar, die BesetzerInnen werden das Gelände nicht freiwillig verlassen. Die Veranstaltungen gingen weiter, die Frist verstrich....
Um 16.30 Uhr kündigten die Feldjäger eine endgültige Räumung für 17 Uhr an. Diew Revell Clowns Arry erinnerte sie pünktlich, aber nichts geschah... gegen 18 Uhr rückten überraschend alle Bullen und Feldjäger wieder ab, die offizielle Begündung war, dass sie nicht genügend Kräfte vor Ort hätten, weil die Berliner Bereitschaft ja morgen wegen des Gelöbnix im Einsatz wäre. An dieser Stelle solidarische Grüße für fröhliches effektives Stören an die Berliner AktivistInnen! Gelöbnix verhindern! Bombodrom auch!

Das Camp wird bis Montag auf dem Gelände bleiben. Für Sonntag ist eine Demonstration in Wildberg (Brandenburg) gegen ein Genfeld geplant. Außerdem ist die Bevölkerung der Region am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr auf dem Gelände bei Rossow eingeladen, sich bei Kaffee und Kuchen über den Widerstand gegen das Bombodrom auszutauschen.
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Ergänzungen

GELÖBNIX - Letzte Infos

antimilitaristischer Antikapitalist 19.07.2008 - 20:10
**Dezentrale Proteste**

Es gibt einen zentralen Anlaufpunkt (der bei Bullenrepression auch immer angegeben werden kann - sie müssen euch zur Kundgebung durchlassen): Die Kundgebung nahe dem Holocaustmahnmal (Ecke Ebertstraße/Hannah-Arendt-Straße). Es wird aber empfohlen in Kleingruppen rund um das abgesperrte Gebiet zu schleichen und zu versuchen, so nah wie möglich an das Gelöbnis ranzukommen. Karte:  http://geloebnix.so36.net/geloebnis.jpg

Die Kundgebung besteht ab 18h.
Das Gelöbnis geht vorrausichtlich kurz nach 19h los.

Ab 19h findet dann auch noch eine zweite Kundgebung statt (Marschallbrücke), bei der es sich aber nur unter Umständen lohnt, vorbeizuschauen. Die Kundgebung Ebertstraße/Hannah-Arendt-Straße ist auf jedenfall der zentrale Anlaufpunkt!

***Seid kreativ! Seid subversiv! Stiftet Chaos!
Der Bundeswehr die Öffentlichkeit nehmen!***

Gelöbnis: Merkel kommt!

antifa 19.07.2008 - 20:21
Merkel und Steinmeier kommen morgen auch zum Gelöbnis! Außerdem findet das Gelöbnis der deutschen Armee das erste Mal seit '45 vorm REICHstag statt...
Gründe genug also das Gelöbnis zu stören.

Ideal wäre, wenn wir morgen genug wären, um uns rund um die Sperrungen zu platzieren; dann könnte mensch auch die Gäste angemessen in Empfang nehmen...

A propos: Morgen solls schön sonnig werden; also: keine Ausreden^^

Mehr Infos zum Gelöbnis morgen in Berlin

Kapuzi 19.07.2008 - 20:31

ddp/ pr inside

ich 20.07.2008 - 11:26
Bundeswehr verzichtet auf Räumung von besetztem «Bombodrom»

Katerbow (ddp) Die Besetzung des geplanten Bombenabwurfplatzes Kyritz-Ruppiner Heide in Brandenburg dauert an.

Wie die Neuruppiner Polizei sowie die Veranstalter am Samstag übereinstimmend mitteilten, hat die Bundeswehr auf die Räumung des «Widerstandscamps» verzichtet.

Die Bundeswehr als Hausherr habe beim brandenburgischen Innenministerium keinen Antrag auf Unterstützung durch Polizeikräfte gestellt, sagte ein Polizeisprecher. Daher sei der Einsatz um 17.45 Uhr beendet worden.

«Wir werten das eindeutig als politischen Erfolg», teilte eine Sprecherin des Bündnisses Rosa Heide mit. Es sei gezeigt worden, «dass es uns ernst ist, das Bombodrom zu verhindern.»

Feldjäger der Bundeswehr hatten am Samstagnachmittag Platzverweise gegen etwa 70 Besetzer des «Bombodroms» ausgesprochen. Die Aktivisten kamen der Aufforderung aber nicht nach, den militärischen Sicherheitsbereich zu verlassen. Nach Angaben des Bündnisses haben Polizei und Militärpolizei am Morgen zudem mehrmals Personen kontrolliert, die sich zu «Erkundungsgängen» über das Militärgelände aufgemacht hatten.

Am Freitag hatten nach Angaben des Bündnisses rund 200 Aktivisten einen Teil des geplanten Luft-Boden-Schießplatzes bei dem Ort Katerbow in der Nähe von Neuruppin besetzt. Die Aktion soll nach den Plänen der Besetzer bis Montag andauern.

Die Luftwaffe plant auf dem rund 12 000 Hektar großen früheren Truppenübungsplatz an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern rund 1700 Übungseinsätze pro Jahr. Dagegen wehren sich mehrere Gemeinden, Unternehmen und Bürgerinitiativen. Im vergangenen Jahr gab das Verwaltungsgericht Potsdam mehreren Musterklagen statt und kassierte die Betriebserlaubnis des Verteidigungsministeriums. Das Ministerium ging jedoch in Berufung. In der nächsten Instanz muss sich das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Thema befassen. Eine Entscheidung wird nicht vor 2009 erwartet.

ddp/mio/nat

Aktionsbündnis beendet Bombodrom-Besetzung

http://www.maerkischeallgemeine.de 22.07.2008 - 00:52
Das Aktionsbündnis Rosa Heide hat heute die Besetzung von Teilen des geplanten Luft-Boden- Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide nach vier Tagen beendet. In der Nacht sei das Kreiswehrersatzamt in Neuruppin (Ostprignitz- Ruppin) mit Ketten geschlossen worden, sagte Sonja Schubert, Sprecherin des Aktionsbündnisses. Außerdem wurden die Panzerhallen auf dem Militärgelände Rosa angemalt. Die Aktion sei ein Erfolg gewesen. Die Feldjäger der Bundeswehr hätten das Gelände zu keiner Zeit unter Kontrolle gehabt. Insgesamt waren nach Angaben Schuberts rund 250 Menschen im Alter zwischen 14 und 70 Jahren im Camp.

Die Bundeswehr als Eigentümer der Fläche hatte am Samstag Platzverweise erteilt, aber auf eine Räumung verzichtet. Bei dem Aktionsbündnis handelt es sich nach eigenen Angaben um einen Zusammenschluss verschiedener Gruppen von Militärgegnern. Um die erneute militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz wird seit Jahren gestritten. Vor allem die Tourismusbranche befürchtet wirtschaftliche Einbußen durch Fluglärm.

Auch Anwohner und Kriegsgegner lehnen das Vorhaben ab, ebenso die Landesparlamente von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Trotz mehrerer Gerichtsurteile, die eine Inbetriebnahme des Tiefflugübungsplatzes bisher unterbinden, hält Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) an dem Vorhaben fest.