An Streuobstwiesen hängen auch Arbeitsplätze
Baden-Württemberg besitzt mit 160.000 – 190.000 ha die größten zusammenhängenden Streuobstflächen nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Als bedeutender Teil der Landeskultur stellen sie noch heute zum Beispiel im Albvorland, teilweise aber auch in Ortsrandlage auf der Schwäbischen Alb charakteristische und wertvolle Landschaftselemente dar. In den vergangenen Jahrhunderten waren sie für die Bevölkerung von existenzieller wirtschaftlicher Bedeutung. Heutzutage übernehmen sie als bäuerliche Relikte unserer Kulturlandschaft auch weiterhin eine Vielzahl verschiedener Funktionen.
Für die heutigen Einzelbetriebe ist der Streuobstbau nur selten rentabel. In seiner Masse stellt er weiterhin einen erheblichen Marktfaktor bei der Obstproduktion dar. Für Fruchtsaftbetriebe und Brennereien ist Streuobst die mit Abstand wichtigste Basis zur Saft-, Most- und Obstschnapsherstellung.
Durch Kampfangebote der Discounter, die ihre Produkthersteller unter Druck setzen, damit die ihre Säfte billig an Discounter abtreten, kommen immer mehr Fruchtsaftbetriebe in wirtschaftliche Not. Ferner werden mittelständische Unternehmen von Großbetrieben, die ja konzerngebunden sind, überboten oder es findet ein weiteres Spiel statt: sie beziehen ihre Produkte von mittelständischen Betrieben, zahlen dort ihre Rechnungen erst verspätet oder auch gar nicht, weil die Ware angeblich schlecht sei.Alles hat Methode und nur ein Ziel: die klein- und mittelständischen Betriebe sollen vom Markt verschwinden, damit die Monopolstellungen der Großkonzerne weiter ausgebaut werden können. Dazu kommt noch, dass konzerngebunden Betriebe ihre Säfte nur deshalb billig herstellen können, weil sie Säfte und Konzentrate aus Osteuropa und China billig beziehen. Diese Säfte und Konzentrate sind von der Qualität her nicht mit unseren heimischen Säften zu vergleichen, im Gegenteil: so manches Mal sind sie schwer mit Schadstoffen belastet. Geiz ist ja geil.
So mancher mittelständischer Fruchtsafthersteller wird von der Bildfläche verschwinden, weil er mit der ungerechten Preispolitik nicht mithalten kann und in Absatzschwierigkeiten gekommen ist. Dadurch sind jede Menge Arbeitsplätze in Gefahr. Durch gerechte und soziale Steuer-Mittelstandspolitik hätten die VerbraucherInnen wieder mehr Geld in der Tasche und könnten sich auch wieder einen Saft vom regionalen Hersteller kaufen. Somit wäre ein Beitrag zur Erhaltung der Streuobstwiesen und praktischer Umweltschutz für alle machbar / leistbar. Darüber hinaus dienen Streuobstwiesen der Selbstversorgung mit frischem Obst. Sie beeinflussen das Landschaftsbild besonders augenfällig und ist wertvoller Erholungsraum für die Bevölkerung. Ihre erholsame Wirkung leitet sich auch von ihrem ausgleichenden Einfluss auf das Lokalklima ab. In der Vergangenheit wurden viele Ortschaften von Streuobstgürteln umschlossen. Derartige Bestände stellen auch heute noch einen wirksamen Windschutz dar ohne den Luftaustausch zu behindern. Gleichzeitig werden Verunreinigungen aus der Luft gefiltert, so dass die Streuobstbestände als ausgesprochene Frischluftproduzenten angesehen werden können. In den Hanglagen schützt der Bewuchs vor Bodenerosion und begünstigt durch den Unterwuchs die Versickerung von Regenwasser in den Oberboden.
Vor allem als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sind die naturverträglich genutzten Streuobstbestände (unverändert) von großem Wert. So existieren in Deutschland über 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten in Streuobstwiesen – und dies ohne Pilze, Flechten und Moose. Darunter viele Insektenarten, die von der Pflanzenvielfalt in den Streuobstwiesen leben und wiederum die Nahrungsgrundlage der verschiedenen Vogelarten wie Steinkauz, Wendehals oder Rotkopfwürger sind. Hochstämmige Obstbäume und abgestorbene Äste (Tot- bzw. Biotopholz) bilden außerdem Lebensgrundlage für Flechten, Moose, Pilze oder Insektenlarven. Hinzu kommt, dass die enorme Obstsortenvielfalt mit ihren vielen an die lokalen Standorteigenschaften angepassten Sorten ein unverzichtbares Genreservoir für die zukünftige Obstzüchtung darstellt. Die Bedeutung des Streuobstbaus mit seinen vielfältigen ökologischen, ökonomischen und ästhetischen Funktionen bleibt auch in unserer heutigen Zeit unverändert hoch. Kaufen sie nicht ihren Saft bei Aldi, Lidel und co,sondernim Getränkehandel und kaufen sie von regionalen Anbieter.
Quelle NABU-BW
und NGG- Betriebsrat eines Fruchtsaftherstellers
Durch Kampfangebote der Discounter, die ihre Produkthersteller unter Druck setzen, damit die ihre Säfte billig an Discounter abtreten, kommen immer mehr Fruchtsaftbetriebe in wirtschaftliche Not. Ferner werden mittelständische Unternehmen von Großbetrieben, die ja konzerngebunden sind, überboten oder es findet ein weiteres Spiel statt: sie beziehen ihre Produkte von mittelständischen Betrieben, zahlen dort ihre Rechnungen erst verspätet oder auch gar nicht, weil die Ware angeblich schlecht sei.Alles hat Methode und nur ein Ziel: die klein- und mittelständischen Betriebe sollen vom Markt verschwinden, damit die Monopolstellungen der Großkonzerne weiter ausgebaut werden können. Dazu kommt noch, dass konzerngebunden Betriebe ihre Säfte nur deshalb billig herstellen können, weil sie Säfte und Konzentrate aus Osteuropa und China billig beziehen. Diese Säfte und Konzentrate sind von der Qualität her nicht mit unseren heimischen Säften zu vergleichen, im Gegenteil: so manches Mal sind sie schwer mit Schadstoffen belastet. Geiz ist ja geil.
So mancher mittelständischer Fruchtsafthersteller wird von der Bildfläche verschwinden, weil er mit der ungerechten Preispolitik nicht mithalten kann und in Absatzschwierigkeiten gekommen ist. Dadurch sind jede Menge Arbeitsplätze in Gefahr. Durch gerechte und soziale Steuer-Mittelstandspolitik hätten die VerbraucherInnen wieder mehr Geld in der Tasche und könnten sich auch wieder einen Saft vom regionalen Hersteller kaufen. Somit wäre ein Beitrag zur Erhaltung der Streuobstwiesen und praktischer Umweltschutz für alle machbar / leistbar. Darüber hinaus dienen Streuobstwiesen der Selbstversorgung mit frischem Obst. Sie beeinflussen das Landschaftsbild besonders augenfällig und ist wertvoller Erholungsraum für die Bevölkerung. Ihre erholsame Wirkung leitet sich auch von ihrem ausgleichenden Einfluss auf das Lokalklima ab. In der Vergangenheit wurden viele Ortschaften von Streuobstgürteln umschlossen. Derartige Bestände stellen auch heute noch einen wirksamen Windschutz dar ohne den Luftaustausch zu behindern. Gleichzeitig werden Verunreinigungen aus der Luft gefiltert, so dass die Streuobstbestände als ausgesprochene Frischluftproduzenten angesehen werden können. In den Hanglagen schützt der Bewuchs vor Bodenerosion und begünstigt durch den Unterwuchs die Versickerung von Regenwasser in den Oberboden.
Vor allem als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sind die naturverträglich genutzten Streuobstbestände (unverändert) von großem Wert. So existieren in Deutschland über 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten in Streuobstwiesen – und dies ohne Pilze, Flechten und Moose. Darunter viele Insektenarten, die von der Pflanzenvielfalt in den Streuobstwiesen leben und wiederum die Nahrungsgrundlage der verschiedenen Vogelarten wie Steinkauz, Wendehals oder Rotkopfwürger sind. Hochstämmige Obstbäume und abgestorbene Äste (Tot- bzw. Biotopholz) bilden außerdem Lebensgrundlage für Flechten, Moose, Pilze oder Insektenlarven. Hinzu kommt, dass die enorme Obstsortenvielfalt mit ihren vielen an die lokalen Standorteigenschaften angepassten Sorten ein unverzichtbares Genreservoir für die zukünftige Obstzüchtung darstellt. Die Bedeutung des Streuobstbaus mit seinen vielfältigen ökologischen, ökonomischen und ästhetischen Funktionen bleibt auch in unserer heutigen Zeit unverändert hoch. Kaufen sie nicht ihren Saft bei Aldi, Lidel und co,sondernim Getränkehandel und kaufen sie von regionalen Anbieter.
Quelle NABU-BW
und NGG- Betriebsrat eines Fruchtsaftherstellers
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Ergänzungen
Artenvielfalt
Die alten Obstsorten enthalten diese Allergieauslösenden Stoffe nicht. Leider wurden im Zuge einer Ordnungsliebenden Bundesregierung Anfang der 70er Jahre dazu aufgerufen, nur noch vier dem Europäischen Standard entsprechenden Apfelsorten z. B. anzupflanzen. Dadurch wurden mehrere hunderte wenn nicht sogar tausende von Apfelsorten vernachlässigt, die für eine größere Artenvielfalt und für gesundes Obst sorgen könnten. Sorten wie den Knebusch oder Danziger Kantapfel kennt kaum noch einer. Dabei sind diese Sorten wesentlich schmackhafter und müssen nicht gewachst werden, wie die zur Zeit im Supermarkt erhältlichen Obstsorten.
Ich möchte hier eine Bresche für alte Obstsorten schlagen. Jeder der einen Garten hat sollte sich ein paar alte Obstbäume und auch Sträucher in den Garten stellen.
Für Apfelbäume gibt es genügend Adresse und auch Bücher, um sich zu informieren, welche alten Obstsorten in welchem Gebiet in Deutschland am besten stehen.
Mein Dank an die Leute, welche alte Obstsorten und alte Obstbäume im Garten haben oder anpflanzen werden.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
global denken, lokal kaufen — Smutje
FDÄ — Erwin Klaugschieter
schwaben — raus