Castrop-Rauxel: kleiner Erfolg für Antifa

Rocky V 06.08.2008 09:52 Themen: Antifa Medien
Rassistische Flugblattaktion in Castrop-Rauxel mit weniger erfolgreichen Ausgang für die Nazis!
Ich veröffentliche den Text, den ich den Zeitungen gab, weil ich es Unsinn finde die Problematik erneut aufzurollen. Der bereits geschriebene Text bringt das Thema soweit auf den Punkt.
Anzumerken ist jedoch, dass ich den Flyer von den Nazis leider in einem Zeitungshaus vergessen habe, dieser aber lesenswert ist und ich versuche ihn noch nachzuposten.
Weiterhin wollte ich darauf hinweisen, dass dies ein gutes Beispiel für Öffentlichkeitsarbeit sein kann. Die letzten Versuche von Öffentlichkeitsarbeit im Ruhrgebiet waren Demonstrationen der Antifa,welche aber die Öffentlichkeit durch ihr elitäres Auftreten eher abschreckten, statt sie aufzuklären.
Der Erfolg ist, dass die Ruhrnachrichten, einer der beiden größten Castroper Zeitungen davon berichteten und somit sehr viele Castroper Bürgerinnen und Bürger von dem Vorfall lasen und die Nazis auf breiter öffentlicher Ebene diffamiert wurden...

Mein Text:
Rassistische Flugblattaktion

Kurze Stellungnahme der Antifaschistischen Aktion Castrop-Rauxels zu der rassistischen Flugblattaktion unbekannter Neo-Faschisten.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August wurden in Castrop-Rauxel/ Henrichenburg von Unbekannten Flugblätter in die Briefkästen der Anwohner mit rassistischen und zur Gewalt aufrufenden Inhalt verteilt.
Der rassistische Stumpfsinn und die rechten Populismen, die sich hinter einer modernen Sprache und einem Zitat von George Orwell verstecken, stellen keinen neuen Inhalt dar. In dem Flugblatt wird von einem allmächtigen „Großen Bruder“, der „die Weltherrschaft anstrebend, Rassen, Völker, Familien und Kulturen vernichtet (…)“ oder „einer erzwungenen Vermischung der Völker(…)“, welches das Land in „Chaos stürzt“, geschrieben Die Parolen, die sich dahinter verbergen, sind nichts anderes wie zum Beispiel „Ausländer raus“, die nehmen uns unsere Jobs weg“, „Ausländer überfremden unsere Nation“, oder „die Juden beherrschen das Kapital“.
Die moderne und mit einem linken Touch versetzte Sprache, soll den Leser vor der reinen Nazipropaganda, die auf dem Flugblatt dargestellt wird, blenden.
Der Verzicht auf klassische, rechtsradikale Populismen wurde bewusst gewählt um eine direkte Assoziation mit dem NS-Regime zu vermeiden. Das heißt das Flugblatt ist ein Versuch rechtsradikale Themen wie „Überbevölkerung“, „Verunreinigung einer Nation durch Migration“ oder „die jüdische Weltverschwörung“ wieder gesellschaftsfähiger zu machen.


Hier der Artikel der Zeitung
 http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/crlo/art934,324502

Ich wollte mit meinen Ebitrag aufzeigen, dass man durch weniger provozierendes, elitäres Auftreten mehr Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit erreichen kann und somit bessere Aufklärungsarbeit leisten kann. So sind die Leute bei dem Begriff "Antifa" auf weniger voreingenommen und abgeschreckt!

Sobald andere Castroper Zeitungen von dem Vorfall berichten, werden wir diese Artikel auch ergänzen!

Antifaschistische Aktion Castrop-Rauxel
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Ergänzungen

Dokumentation

Antifa Bochum-Langendreer 06.08.2008 - 11:55
Bevor der RN-Artikel aus dem Netz verschwindet, hier eine Dokumentation:


Flugblätter mit rassistischem Gedankengut

Von Julia Grunschel am 6. August 2008 07:31 Uhr

HENRICHENBURG Ungebetene Post mit rassistischem Hintergrund hatten zahlreiche Henrichenburger am Wochenende in ihren Briefkästen. Unbekannte haben die Flugblätter in der Freiheitsstraße, der Lambertstraße und der Fürstin-Christinen-Straße verteilt. Der Staatsschutz hat die Schreiben geprüft. In den Sätzen ist von einer „erzwungenen Vermischung der Völker“ oder einem „Großen Bruder“ die Rede, der „nach Weltherrschaft strebend, die Vernichtung der Rassen, Völker, Familien und Kulturen betreibt“.
Der Polizei liegt das Flugblatt bereits vor. Anwohner hatten sich gemeldet. „Der Staatsschutz hat den Inhalt bereits überprüft, aber keine strafrechtlich relevanten Punkte ausmachen können. Das Flugblatt bewegt sich an der Grenze zur Straftat“, erklärte gestern Polizeisprecher Bernhard auf der Springe auf Anfrage.

In regelmäßigen Abständen
Das sei nicht das erste Flugblatt, das der Polizei vorliege. Etwa vierteljährlich tauchen Schreiben wie dieses auf. „Über den Urheber kann man nur mutmaßen“, so Bernhard auf der Springe. Gegen die Verbreitung sei es schwierig, etwas zu unternehmen. „Da ist es wie bei jeder anderen Reklame auch, man kann sich nur ärgern“, sagt der Sprecher.

Stellungnahme der Antifaschistische Aktion
Mehr als geärgert hat sich auch die Antifaschistische Aktion Castrop-Rauxel. In einer Stellungnahme der Gruppe heißt es: „Der rassistische Stumpfsinn und die rechten Populismen, die sich hinter einer modernen Sprache und einem Zitat von George Orwell verstecken, stellen keinen neuen Inhalt dar.
Die Parolen, die sich dahinter verbergen, sind nichts anderes wie zum Beispiel ‚Ausländer raus‘, ‚die nehmen uns die Job weg‘, Ausländer überfremden unsere Nation‘ oder ‚die Juden beherrschen das Kapital‘.‘‘

Moderne Sprache als Tarnung
Die moderne und mit einen linken „Touch“ versetzte Sprache solle den Leser vor der reinen Nazipropaganda blenden, der Verzicht auf klassische, rechtsradikale Populismen würde eine direkte Assoziation mit dem NS-Regime vermeiden.
„Das heißt, das Flugblatt ist ein Versuch rechtsradikale Themen wie ‚Überbevölkerung‘, ‚Verunreinigung einer Nation durch Migration‘ oder die ‚jüdische Weltverschwörung‘ wieder gesellschaftsfähiger zu machen“, so ein Sprecher der Antifa-Aktion, der anonym bleiben möchte.

Einstieg in den Wahlkampf?
Warum das Flugblatt gerade jetzt in den Briefkasten steckte, darüber kann Polizeisprecher Bernhard auf der Springe nur spekulieren: „Vielleicht ist das der Einstieg in den Wahlkampf?“

Die Flugis

sind 06.08.2008 - 12:29
übrigens auch in GE rumgegangen....
nur mal so ...

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