Erfrischendes aus der „ Linken“ in Bayern

Alexandra Cohen 06.08.2008 22:24 Themen: Medien
Bayern- Auf dem letzten Landesparteitag prägte ein Plakat mit einem Bild der Zugspitze die Szenerie. Auf dem Gipfel ist neben dem Gipfelkreuz ein Fähnchen der „ Linken“ abgebildet. Der Berichterstatter der „Abendzeitung“ amüsierte sich köstlich über die bayern-trommelnde „ Linke“. Viele Mitglieder lehnen dieses Getue ab. Ein fränkischer Delegierter erklärte auf dem Landesparteitag: „ Was haben wir mit der Zugspitze zu tun wo bleibt die inhaltliche Aussage“.
Erfrischendes aus der „ Linken“ in Bayern

Selbst in Bayern hat die Partei „ Die Linke“ gute Chancen in den Landtag zu kommen. Klar auch im Freistaat ist mittlerweile auch das LETZTE Dorf von Hartz IV betroffen. Immer mehr Arbeitslose, Arbeiter und Kleinbauern sehnen sich nach einer sozialen Alternative zum kapitalistischen neoliberalen Einheitsbrei. Objektiv wird von vielen Menschen diese Interessenvertretung in der Partei „ Die Linke“ gesehen. Der Landesvorstand der Partei ist aber eher brav und bieder eingestellt. Auf dem letzten Landesparteitag prägte ein Plakat mit einem Bild der Zugspitze die Szenerie. Auf dem Gipfel ist neben dem Gipfelkreuz ein Fähnchen der „ Linken“ abgebildet. Der Berichterstatter der „Abendzeitung“ amüsierte sich köstlich über die bayern-trommelnde „ Linke“. Viele Mitglieder lehnen dieses Getue ab. Ein fränkischer Delegierter erklärte auf dem Landesparteitag: „ Was haben wir mit der Zugspitze zu tun wo bleibt die inhaltliche Aussage“. Nach gut informierten Kreisen wird das Wahlplakat doch nicht in der Intensität geklebt werden wie es ursprünglich geplant war. Die Spitzengruppe um Schmalzbauer möchte schließlich in den Landtag und begreift durchaus, dass nicht alles was eine Werbeagentur liefert der Weisheit letzter Schluss ist.

Erstaunliches aus München

In München sind einige Plakate und Flugblätter mit folgenden Losungen zu finden- Die Reichen sollen zahlen- Enteignung von Banken und Großkonzernen- Weg mit Hartz IV- Höhere Löhne und Renten- Kostenlose Kindergärten- Weg mit den Studiengebühren- . Die Herausgeber der Flugblätter sind die Direktkandidaten der Linken Oliver Stey, in München Moosach und Max Brym, Direktkandidat in München Schwabing. Allerdings handelt es sich bei Stey und Brym nicht um einfache Mitglieder der „ Linken“, sondern beide gehören der SAV ( Sozialistische Alternative) an. Es ist jedoch sehr erfreulich, dass es den Trotzkisten gelungen ist etwas Leben in den Wahlkampf zu bringen. Ob auf die Dauer die Strategie der SAV gut geht bleibt dahingestellt. Der rhetorisch beschlagene Brym, erklärt immer wieder öffentlich, dass er am Aufbau einer breiten linken Massenpartei mitarbeiten möchte, sich aber die Freiheit erlaubt seine als marxistisch benannten Positionen innerhalb der „Linken“ zur Debatte zu stellen. Wie das Ganze ausgeht bleibt abzuwarten.
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