Pflanzguerilla starten
Ein Aufruf zu mehr Guerilla Gardening und freier, kollektiver Landnutzung.
Im Herbst ist die Zeit um zu sehen was alles auf den Bäumen wächst und von ihnen zu Ernten ist. Es ist aber auch die beste Zeit zum Pflanzen von größeren Sträuchern und Bäumen und um nach dem Fallen der Blätter zu sehen, wo im nächsten Frühjahr vielleicht noch eine Nische für neue Pflanzen ist.
Eine einfachste Verbreitungsmethode ist es Kerne von Obst und Beeren sammeln und in der Landschaft verstreuen, herumwerfen damit überall mehr eßbare Pflanzen wachsen. Manche gehen nicht mehr an wenn sie aus Hybridzuchten stammen und produzierbaren keine Früchte mehr nach.
Gerade auf brachliegenden Grundstücken, Sandflächen (versandeten Baugruben), halbabgerissenen Industrieanlagen lassen sich so wahre Schätze für den allgemeinen Genuß ansiedeln.
Doch Vorsicht vor belasteten Böden! Versichert Euch, daß auf dem Gelände welches Ihr in Angriff nehmen wollt, vorher z.B. nicht gerade eine marode Tankstelle oder eine Kokerei gestanden hat.
Wenn Ihr ganz sicher gehen wollt, daß Eure Pflanzen etwas werden, zieht sie zuhause, auf der Fensterbank vor. Besorgt Euch Erde aus Wald-/Forstgebieten in denen die Mulchschicht mindestens 40 Jahre alt ist. Unter Buchen ist sie besonders gut.
Keine „Blumenerde“ aus dem Supermarkt kaufen. Darin ist meistens Torf aus abgestochenen Hochmooren enthalten.
Informiert Euch vorher welche Ansprüche die Pflanzen haben die Ihr aussetzen wollt. Manche mögen es sonniger, andere nasser oder brauchen einen sandigeren – lehmigeren Boden.
Es empfiehlt sich daher eine Mischung aus Erde und Sand mitzunehmen und den Pflanzen beim Aussetzen mehr Platz zur Ausbreitung des Wurzelwerks auszugraben als sie normalerweise benötigen würden. Das Loch also über die Größe des Wurzelballens ausheben und etwas mit der mitgebrachten Mischung auffüllen.
Beim Pflanzen darauf achten, daß die Pflanze nachher feststeht und nicht herausgezogen werden kann. Durch leichtes Andrücken beim Auffüllen des Lochs rund um die Pflanze könnt Ihr sicher gehen, daß dies nicht geschieht.
Lasst beim Auffüllen einen Stock neben der Pflanze stecken, den Ihr vorher in den Boden gerammt habt. So könnt Ihr sicher gehen daß sich keine Staunässe an den Wurzeln bildet und Feuchtigkeit von oben leichter, am Stock entlang, nach unten dringen kann.
Geeignet als schnellwachsende und sich leicht vermehrende Nahrungslieferanten sind z.B. besonders Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse, Schwarznüsse), Beeren (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Walderdbeeren, für schattigere Bereiche) und Kirschen (vor allem Wildkirschen), die anspruchslos auf fast alle Böden reagieren und durch so ziemlich jede Krautschicht wachsen können.
In den mittleren Breiten ist zudem zunehmend beobachtet worden, daß sich aufgrund der klimatischen Veränderungen z.B. auch Feigen, Oliven, Datteln, Erdnüsse, Cashews und Avocados hervorragend anbauen lassen.
Kräutervarietäten lassen sich in vielen Gegenden ebenso gut und unbemerkt ansiedeln.
In beinahe jeder Nische (Fensterbank, Balkon, aber selbst auf Mauern und in Häuserritzen) können sie wachsen.
Gegen die Anwendung des Wortes „Neophyten“.
„Exoten“ für Alle und zwar umsonst, für den gepflanzen Universalismus.
Nicht zuletzt tragen bunt blühende Pflanzen zu einer verbreiterung der „Biodiversität“ bei und sind etwas für das menschliche Auge, sie beruhigen das Gemüt (was hier kein reformistischer Befriedungsversuch sein soll).
Nicht umsonst hatten sich im Zuge der Folgen der industriellen Revolution verschiedene Ansätze von Befreiungsbewegungen aus dem Moloch der Arbeiterstädte gebildet (siehe z.B. die Geschichte der sog. Naturfreundebewegung mit ihren Selbstversorgungshäusern, als Arbeitertouristenverein). Einige davon sind jedoch romantisch verklärt, gefährlich sozialdarwinistisch bis faschistisch und nicht emanzipatorisch (z.B. die Anthroposophie-Theosophie).
Wenn es aber darum gehen soll andere Ansätze aufzuzeigen (und durchzusetzen) als sie z.B. die sog. Gartenstädte (Engl. Garden Cities) darstellen, muss es selbst, gegen die herrschenden Ordnungen (besser keine mehr), übernommen werden.
Viel ist in den letzten Jahren über die Umweltzerstörung und den sog. Klimawandel gelabert worden. Einige streiten sich immer noch um die Frage ob nun längere Transportwege oder regionaler Anbau schädlicher oder dümmer sind. Die Steuerung ist aber doch das Problem. Von wem, von wo, warum gelenkt, und was für wen? Sollten dies nicht prinzipiell die Fragen (der Linken) sein? Einige, die vielleicht noch keinen so langen Kontakt mit der linken und grünenkritischen (reformismuskritischen/linksradikalen) Umweltbewegung haben mag dies verwirren.
Schaut Euch bitte alle mal die Geschichte der ersten sog. Grünen Revolution und ihre Folgen an.
Und schaut dann bitte mal nach was das sog. (internat.) Rice-Research-Institute auf den Philippinen, in wessen Auftrag, mit wessen Geldern (wobei das nichtmal so wichtig sein muss) macht, bzw. „erforscht“. Recherchiert und denkt nach und sagt dann bitte nicht, daß das doch alles nicht so schlimm sei oder das beste für alle gewesen wäre und dies bereits eine Verschwörungstheorie sei. Seid doch bitte nicht so naiv.
Rechtlich gesehen ist Guerilla Gardening nur dann wirklich bedenklich, wenn sich in „Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten“ bewegt wird, oder Flächen besetzt werden, die eindeutig noch anderen „gehören“ (z.B. nicht bereits über mehrere Jahre brach-liegen und eine bestimmte Nutzung bereits vorgesehen, bzw. vorgeschrieben ist) und öfter auf diese Flächen gegangen werden muss (Pflege, Ernte). Ansonsten entscheiden leider sehr oft andere was mit der „Landschaft“ passiert. Aber, Pflanzen an sich lassen sich sowieso nicht aufhalten und können gar keine menschlichen, staatlichen, nationalen Grenzen kennen. Einzig ihr Wachstum und ihre Ausbreitung werden durch die Barrieren oder Öffnungen beeinflusst. Ihre Verbreitungsgebiete bestimmen sich ansonsten nach anderen Kriterien, die von Sonne, Licht, Wärme, Temperatur, Wasser, Regen, Niederschlag, Wind und den Bodenverhältnissen, dem Nährstoffangebot abhängen, sonst nichts.
Auf einer von nuklearen Fallout oder absoluter Sonnenverdunkelung betroffenen Erde, z.B. werden es die Pilze (welche per Definition keine reinen Pflanzen sind) sein, die als erste wieder breit aufkeimen und die Oberfläche besiedeln. Später erst können dann wieder Pflanzen nachkommen, usw.
Beton zersetzen, Zeichen setzen mit Pflanzen auf allen Plätzen.
!STOP GMO!
To be continued...
Eine einfachste Verbreitungsmethode ist es Kerne von Obst und Beeren sammeln und in der Landschaft verstreuen, herumwerfen damit überall mehr eßbare Pflanzen wachsen. Manche gehen nicht mehr an wenn sie aus Hybridzuchten stammen und produzierbaren keine Früchte mehr nach.
Gerade auf brachliegenden Grundstücken, Sandflächen (versandeten Baugruben), halbabgerissenen Industrieanlagen lassen sich so wahre Schätze für den allgemeinen Genuß ansiedeln.
Doch Vorsicht vor belasteten Böden! Versichert Euch, daß auf dem Gelände welches Ihr in Angriff nehmen wollt, vorher z.B. nicht gerade eine marode Tankstelle oder eine Kokerei gestanden hat.
Wenn Ihr ganz sicher gehen wollt, daß Eure Pflanzen etwas werden, zieht sie zuhause, auf der Fensterbank vor. Besorgt Euch Erde aus Wald-/Forstgebieten in denen die Mulchschicht mindestens 40 Jahre alt ist. Unter Buchen ist sie besonders gut.
Keine „Blumenerde“ aus dem Supermarkt kaufen. Darin ist meistens Torf aus abgestochenen Hochmooren enthalten.
Informiert Euch vorher welche Ansprüche die Pflanzen haben die Ihr aussetzen wollt. Manche mögen es sonniger, andere nasser oder brauchen einen sandigeren – lehmigeren Boden.
Es empfiehlt sich daher eine Mischung aus Erde und Sand mitzunehmen und den Pflanzen beim Aussetzen mehr Platz zur Ausbreitung des Wurzelwerks auszugraben als sie normalerweise benötigen würden. Das Loch also über die Größe des Wurzelballens ausheben und etwas mit der mitgebrachten Mischung auffüllen.
Beim Pflanzen darauf achten, daß die Pflanze nachher feststeht und nicht herausgezogen werden kann. Durch leichtes Andrücken beim Auffüllen des Lochs rund um die Pflanze könnt Ihr sicher gehen, daß dies nicht geschieht.
Lasst beim Auffüllen einen Stock neben der Pflanze stecken, den Ihr vorher in den Boden gerammt habt. So könnt Ihr sicher gehen daß sich keine Staunässe an den Wurzeln bildet und Feuchtigkeit von oben leichter, am Stock entlang, nach unten dringen kann.
Geeignet als schnellwachsende und sich leicht vermehrende Nahrungslieferanten sind z.B. besonders Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse, Schwarznüsse), Beeren (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Walderdbeeren, für schattigere Bereiche) und Kirschen (vor allem Wildkirschen), die anspruchslos auf fast alle Böden reagieren und durch so ziemlich jede Krautschicht wachsen können.
In den mittleren Breiten ist zudem zunehmend beobachtet worden, daß sich aufgrund der klimatischen Veränderungen z.B. auch Feigen, Oliven, Datteln, Erdnüsse, Cashews und Avocados hervorragend anbauen lassen.
Kräutervarietäten lassen sich in vielen Gegenden ebenso gut und unbemerkt ansiedeln.
In beinahe jeder Nische (Fensterbank, Balkon, aber selbst auf Mauern und in Häuserritzen) können sie wachsen.
Gegen die Anwendung des Wortes „Neophyten“.
„Exoten“ für Alle und zwar umsonst, für den gepflanzen Universalismus.
Nicht zuletzt tragen bunt blühende Pflanzen zu einer verbreiterung der „Biodiversität“ bei und sind etwas für das menschliche Auge, sie beruhigen das Gemüt (was hier kein reformistischer Befriedungsversuch sein soll).
Nicht umsonst hatten sich im Zuge der Folgen der industriellen Revolution verschiedene Ansätze von Befreiungsbewegungen aus dem Moloch der Arbeiterstädte gebildet (siehe z.B. die Geschichte der sog. Naturfreundebewegung mit ihren Selbstversorgungshäusern, als Arbeitertouristenverein). Einige davon sind jedoch romantisch verklärt, gefährlich sozialdarwinistisch bis faschistisch und nicht emanzipatorisch (z.B. die Anthroposophie-Theosophie).
Wenn es aber darum gehen soll andere Ansätze aufzuzeigen (und durchzusetzen) als sie z.B. die sog. Gartenstädte (Engl. Garden Cities) darstellen, muss es selbst, gegen die herrschenden Ordnungen (besser keine mehr), übernommen werden.
Viel ist in den letzten Jahren über die Umweltzerstörung und den sog. Klimawandel gelabert worden. Einige streiten sich immer noch um die Frage ob nun längere Transportwege oder regionaler Anbau schädlicher oder dümmer sind. Die Steuerung ist aber doch das Problem. Von wem, von wo, warum gelenkt, und was für wen? Sollten dies nicht prinzipiell die Fragen (der Linken) sein? Einige, die vielleicht noch keinen so langen Kontakt mit der linken und grünenkritischen (reformismuskritischen/linksradikalen) Umweltbewegung haben mag dies verwirren.
Schaut Euch bitte alle mal die Geschichte der ersten sog. Grünen Revolution und ihre Folgen an.
Und schaut dann bitte mal nach was das sog. (internat.) Rice-Research-Institute auf den Philippinen, in wessen Auftrag, mit wessen Geldern (wobei das nichtmal so wichtig sein muss) macht, bzw. „erforscht“. Recherchiert und denkt nach und sagt dann bitte nicht, daß das doch alles nicht so schlimm sei oder das beste für alle gewesen wäre und dies bereits eine Verschwörungstheorie sei. Seid doch bitte nicht so naiv.
Rechtlich gesehen ist Guerilla Gardening nur dann wirklich bedenklich, wenn sich in „Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebieten“ bewegt wird, oder Flächen besetzt werden, die eindeutig noch anderen „gehören“ (z.B. nicht bereits über mehrere Jahre brach-liegen und eine bestimmte Nutzung bereits vorgesehen, bzw. vorgeschrieben ist) und öfter auf diese Flächen gegangen werden muss (Pflege, Ernte). Ansonsten entscheiden leider sehr oft andere was mit der „Landschaft“ passiert. Aber, Pflanzen an sich lassen sich sowieso nicht aufhalten und können gar keine menschlichen, staatlichen, nationalen Grenzen kennen. Einzig ihr Wachstum und ihre Ausbreitung werden durch die Barrieren oder Öffnungen beeinflusst. Ihre Verbreitungsgebiete bestimmen sich ansonsten nach anderen Kriterien, die von Sonne, Licht, Wärme, Temperatur, Wasser, Regen, Niederschlag, Wind und den Bodenverhältnissen, dem Nährstoffangebot abhängen, sonst nichts.
Auf einer von nuklearen Fallout oder absoluter Sonnenverdunkelung betroffenen Erde, z.B. werden es die Pilze (welche per Definition keine reinen Pflanzen sind) sein, die als erste wieder breit aufkeimen und die Oberfläche besiedeln. Später erst können dann wieder Pflanzen nachkommen, usw.
Beton zersetzen, Zeichen setzen mit Pflanzen auf allen Plätzen.
!STOP GMO!
To be continued...
Dieses Werk ist gemeinfrei im Sinne der
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Selten genug,
Frage: gibt es eine Forum, wo solche Sachen diskutiert werden?